Papperlapapp – Verlorene Illusionen von Stefan Schumacher | Indie-Autoren Bücher
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Papper­lapapp – Verlorene Illusionen von Stefan Schumacher

Papper­lapapp – Verlorene Illusionen

Details:

Genre: Gesellschaftsromane
Format: Taschenbuch, eBook
Seiten: 370
Distributor: Books on Demand
ISBN/ASIN: 978-3754345924
Bewertungen: Bisher noch keine BewertungSchreibe etwas über das Buch

Klappentext:

Fabian ist 42 und hat sich irgendwo im Nirgendwo verlaufen und findet nicht zurück zu seinem Leben. Seine Frau Sarah ist gerade mit den beiden Söhnen ausgezogen, er ist in einen internationalen Finanzskandal verwickelt und wird von brutalen Rockern bedroht. Ausgerechnet seine Jugendliebe, die Reporterin Penny, ist die einzige, die noch zu ihm steht. Mit ihr zusammen versucht er der Sache auf den Grund zu gehen und verstrickt sich dabei immer tiefer in einem Sumpf aus Lügen, Betrug und Gewalt.

Inhalt:

Versicherungsbetrug einmal anders herum. Angefangen hatte alles mit ein bisschen Bilanzkosmetik, um das Versicherungsunternehmen nach außen ein wenig besser aussehen zu lassen als die Konkurrenz. Aber in Zeiten niedriger Zinsen und schwieriger Kapitalmärkte wachsen sich die Verluste nach und nach zu einem echten Problem aus. Die Anfangs kleine Gruppe von Bilanzfälschern um den Bereichsleiter Dr. Blumfeld wird stetig größer und sieht sich gezwungen, immer neue Tricks und Kniffe anzuwenden, um die Insolvenz des gesamten Versicherungskonzerns zu verhindern. Viel zu spät bemerken sie, dass noch ganz andere Mächte dabei ihre Finger im Spiel haben.

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Leseprobe

Papperlapapp – Verlorene Illusionen

Der Flieger dreht noch eine Schleife über Manhattan, bevor er zur Landung auf dem John F. Kennedy International Airport ansetzt. Wie immer sitzt er am Fenster, interessiert sich jedoch weniger für den Ausblick als für die blonde Stewardess in ihrer niedlichen Uniform und den blauen Strümpfen, die gerade an ihm vorbeigeht.
Mit einer Hand winkt er ihr zu und hält mit der anderen das Glas in die Höhe, wackelt kurz damit, sodass die Eiswürfel darin klimpern. Sie versteht sofort und bringt eilig noch einen weiteren Whisky, bevor sie sich auf den Notsitz neben ihre Kollegin setzt und für die Landung anschnallt.
Das liebt er so an der ersten Klasse und er kann sich nicht vorstellen, jemals anders geflogen zu sein. Zu seinem Glück muss er das auch nicht.

Seine wenigen Möbel sowie einige persönliche Sachen sind bereits im Container über den Atlantik gereist, sodass er heute nur eine Tasche dabeihat und sich nicht in die Schlange am Gepäckband stellen muss.
Am Ausgang des Terminals findet er schnell den Fahrer, der ein Schild mit seinem Namen hochhält und ihn zu einer Limousine führt, die ihn rasch und bequem in die Hamptons bringt.

Nach gut zweistündiger Fahrt über den Sunrise Highway erreichen sie Bridgehampton. Als sie die lange Auffahrt hinauffahren, sieht er das Personal vor seinem neuen Strandhaus aufgereiht stehen. Ein knappes Dutzend Menschen, deren Job es ist, ihm das Leben angenehm zu gestalten.

Sofort nach seiner Ankunft macht er einen Rundgang durch das Haus, bei dem er sich vergewissert, dass alles dort ist, wo es hinsoll. Eine alte Gewohnheit von ihm, die er sich dringend abgewöhnen sollte. Er muss nun nicht mehr alles kontrollieren; er kann die Dinge einfach laufen lassen und darauf vertrauen, dass sie sich in seinem Sinne entwickeln werden. Alles eine Frage des Geldes.
Später am Strand genießt er den Blick auf den Atlantik, den er bislang nur von der anderen Seite kennt. Eigentlich sieht der Ozean genauso aus wie in Frankreich oder Portugal, aber irgendwie fühlt es sich hier besser an. Er macht einen bewussten Atemzug und saugt die warme Meeresluft ganz tief ein. Er ist am Ziel.

Na ja, nicht ganz. Etwas fehlt ihm noch zu seinem vollkommenen Glück. Besser gesagt: Jemand, der es mit ihm teilt.
Nach einem längeren Spaziergang am Strand entlang und an den Villen vorbei kehrt er um und entdeckt ganz in der Nähe seines Hauses eine Strandbar, auf die er geradlinig zusteuert.
Dort tummelt sich ein Haufen junger Leute, und die Stimmung scheint gut. Aus zwei kleinen Lautsprechern, die am Vordach befestigt sind, dringt leise, angenehme Musik an sein Ohr.
Hinter der Theke beobachtet er zwei smarte junge Barkeeper in eleganten weißen Anzügen, die mit übertriebenen Gesten Cocktails für ihre Kunden mixen.

Ein wenig abseits, am Ende der Theke, entdeckt er eine junge Frau in einem langen roten Sommerkleid. Der Wind spielt mit ihrem blonden Haar, das sie immer wieder mit ihrer kleinen zarten Hand aus dem Gesicht streicht.
Er steuert direkt auf sie zu und fragt sie, was sie trinken möchte.
Sie antwortet nicht gleich, sondern dreht sich zu ihm um und schaut ihm direkt ins Gesicht.
„Eine Bloody Mary“, sagt sie, als hätte sie diese Frage erwartet.
An der Bar besorgt er eine Bloody Mary und einen Caipirinha.
Nachdem sie auf den Weltfrieden angestoßen haben, führt sie ihr Glas langsam zum Mund, der dieselbe dunkle rote Farbe hat wie ihr Cocktail.
Mit der Zunge leckt sie über ihre Lippen. Er betrachtet sie eingehend von der Seite und stellt sich vor, wie er sie später vielleicht küssen wird.
Sie stellt das Glas vor sich ab und nimmt eine Zigarette aus der Schachtel. Er gibt ihr Feuer, sie nimmt einen tiefen Zug.
So stehen sie eine Weile und schauen schweigend aufs Meer.

Der Autor

Stefan Schumacher (der vor seiner Heirat tatsächlich so hieß) lebt im Ruhrgebiet und schreibt Geschichten über Menschen, die sich in ihrem Leben verlaufen haben. Nicht ganz zufällig, handelt es sich dabei meist um mittelalte Männer, die an akuter Daseinsermüdung leiden oder sich um die Träume ihrer Jugend betrogen fühlen.

In seinem Brotberuf als Mathematiker, beschäftigt er sich mit künstlicher Intelligenz, konkret mit Data Science und maschinellem Lernen und hat auch darüber gerade ein Buch geschrieben. Bis zu dem Tag, an dem er seinen bescheidenen Lebensunterhalt aus seinen Bucheinnahmen bestreiten kann, wird er weiterhin als Angestellter in einem Softwareunternehmen tätig sein.

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