Buchcover zu Die dreckigen Dreißiger. Drei Frauen. Drei Schicksale. von Helena Baum - Genre: gesellschaftsromane

Die dreckigen Dreißiger. Drei Frauen. Drei Schicksale.

Details:

Genre:Gesellschaftsromane
Format:Taschenbuch, eBook
Seiten:328
Verlag:Amazon
ISBN/ASIN:978-1549827860

Klappentext:

Romy ist Single mit Kind, Roberta lebt mit Mann und Zwillingen und Florence mit Mama. Sie sind in ihren "dreckigen Dreißigern", wie der Barmann aus der Kneipe, in der sie sich freitags treffen, amüsiert feststellt.

So sehr sie ihre Suche nach Glück eint, so unterschiedlich sind ihre Vorstellungen davon. Florences kurzes Glück führt zu Robertas Lebenserdbeben. Romy verliebt sich so, dass all ihre Sicherheiten über Bord fliegen müssen. Die Lebens- und Liebessehnsüchte der Frauen führen zu Verwicklungen, die diese Freundschaft auf harte Proben stellt.

Drei Frauen, drei Schicksale. Alle haben den Mut, sich auf die pralle Packung Leben einzulassen. Suchen-Finden-Verlieren, sich aufrappeln und weitermachen.

Wer Geschichten mit viel Tempo, Witz und Tiefe mag, ist bei dieser Geschichte richtig.

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Leseprobe

Erst jetzt kam ich dazu, meine Freundin genauer zu betrachten. Sie war beim Friseur gewesen und ihre Haare schimmerten jetzt eher mittelblond als mittelaschblond. Ihr T-Shirt lag sehr eng um ihren Oberkörper, sodass der Push-up ordentlich pushte und es fast so aussah, als gäbe es da einen Busen. Floris Wangen leuchteten rot und erste dezente Schweißflecken zeichneten sich unter ihren Achseln ab. Gott, war sie aufgeregt. Am allerliebsten hätte ich sie da weggeholt und erlöst. Wehe dem Typen, wenn er blöd war! Marius Stimme unterbrach meine Gedanken.
»Hier Romy, für dich.« Er stellte mir einen Caipirinha hin. »So, wie du ihn magst. Nicht zu viel Zucker.«
Roberta bekam ein Bier, so, wie sie es mochte. Mit viel Schaum. Sie rammte mir den Ellenbogen in die Seite.
»Rommel, was läuft hier? Ich glaub, mein Schwein tritt mich.«
»Berta, das heißt, mein Schwein pfeift oder mich tritt ein Pferd.«
»Egal, ob Schwein oder Pferd. Hier läuft doch was.«
»Quatsch«, lenkte ich ab und zeigte unauffällig zur Tür. Da kam ein mittelgroßer, mittelschlanker Mittelmann und suchte mit den Augen die Tische ab. Er wirkte aufgeregt und unsicher. Schnurstracks steuerte er zum Tisch meiner Nachbarin. Wir hielten die Luft an. Brauchte der Depp eine Brille? Ihre Haare waren weißblond und ihre Figur eher üppig. Eine Rubensfigur, nicht klein und zierlich, wie Flori sich beschrieben hatte. Was war los? Aufgeregt tastete ich nach Robertas Hand.
»Ruhig, Brauner«, war ihr bescheuerter Kommentar, ohne mich anzuschauen.
Meine Nachbarin, wie auch immer sie mit Vornamen hieß, lächelte ihn erfreut an. Er setzte sich, über ihre Füße stolpernd, neben sie auf das Sofa. Vielleicht war er doch nicht Floris blindes Date. Es gab sehr viele blasse Männer in dieser Stadt. Meine Uhr zeigte zehn Minuten nach halb acht. Die arme Flori. Tapfer nuckelte sie an ihrer Apfelsaftschorle. Sie wollte nüchtern sein, wenn ihr Mister Right kam.
Auf dem Sofa bewegte sich etwas. Der Typ verabschiedete sich hastig und ging vorsichtig, etwas vornübergebeugt, zu Floris Tisch. Also war er es doch!
Roberta war so aufgeregt, dass sie mir kräftig ans Schienbein trat. Es tat mehr als weh. Ich hätte schreien können. »Guck dir das an! Also doch dieser Typ. Praktisch hat er es doch schon versaut, oder? Zur falschen Frau zu gehen. Wie bescheuert ist das denn?«
»Bei mir hätte er keine Chance mehr, definitiv nicht.«
Bei Flori scheinbar schon.
Sie bestellten sich Getränke, diesmal zwei Gläser Wein und unterhielten sich, als hätte es die vorherige Szene nicht gegeben. Floris Schweißflecken reichten nun fast bis zu ihren Brüsten und ihr Wangenrot dehnte sich zu einem gleichmäßigen Kopfrot aus.
Wir beobachteten unauffällig das Geschehen und ich registrierte, dass Marius ebenfalls dezent hinschaute. Unaufgefordert brachte er uns Getränkenachschub.
Wir erinnerten uns daran, dass der Typ Mirko hieß. Er hatte leider ein Gesicht, das man sofort wieder vergaß. Nicht besonders hübsch, aber auch nicht besonders hässlich. Farblos, irgendwie. Beige Stoffhose, beige Hautfarbe, hellbraunes Shirt, Turnschuhe in einer undefinierbaren Farbe. Seine Haarfarbe ähnelte der Floris, bevor sie beim Friseur war. Mittelaschblond. Straßenköterblond. Akkurat im Nacken und an den Seiten kurzgeschnitten. Er sah aus wie ein großer, schlaksiger Junge, der noch wachgeküsst werden musste.
Wir entspannten uns, die beiden unterhielten sich anscheinend gut und es gab keine Anzeichen des Abbruchs. Floris riesige Handtasche stand unangetastet auf dem Boden.
Meine Nachbarin saß nun mit einer Frau auf dem Sofa, auch diese beiden unterhielten sich angeregt. Komisch, dass sie Mirko so einladend angelächelt hatte, als würde sie ihn erwarten. Sie wirkte arrogant. Jetzt wusste ich, was mich nervte. Ihre Arroganz, wie sie Marius zu sich rief. Wie sie da saß. Wie selbstverständlich sie dachte, jeder wollte zu ihr. Ich drehte mich weg. Zufrieden, dass ich es analysiert hatte, widmete ich mich wieder unserer Mission.
»Die ist untervögelt«, war Robertas lapidarer Kommentar, als sie sah, wo ich hingeschaut hatte. Wir nickten einvernehmlich. Analyse beendet. Arrogant und untervögelt.
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Die Autorin

Helena Baum, geboren 1963, lebt seit vielen Jahren in Berlin und seit einem Jahr in der Toskana. An beiden Orten arbeitet sie als Einzel-, Paar-und Familientherapeutin in freier Praxis.

Zwischenzeitlich nahm sie eine mehrjährige Auszeit auf der Insel Kreta, Griechenland und kurz vor dem Verlassen der Insel veröffentlichte sie ihren Debütroman: "Erst mal für immer. Kreta "(veröffentlicht Januar 2017).

Noch im gleichen Jahr schrieb sie "Die dreckigen Dreißiger" (veröffentlicht Oktober 2017), dieser Roman spielt hauptsächlich in Berlin und in der Toskana.

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