Magical Man Medo von Serenity Amber Carter | Indie-Autoren Bücher
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Magical Man Medo von Serenity Amber Carter

Magical Man Medo

Details:

Genre: Fantasy, Humor
Format: eBook, Taschenbuch, gebundene Ausgabe
Seiten: 252
Distributor: Tredition
ISBN/ASIN: 978-3347528581
Bewertungen: Bisher noch keine BewertungSchreibe etwas über das Buch

Klappentext:

Medo hat das (Un-)Glück, ein Auserwählter zu sein!

Zumindest behauptet das ein Poltergeist namens Jack, der sich in Medos Haus eingenistet hat und sich vehement weigert, wieder auszuziehen, bis er ihm bei der Erfüllung seiner Mission geholfen hat: 13 Rachegeister ins Jenseits zu schicken, damit auch Jack endlich in Frieden ruhen kann. Also verwandelt er sich widerwillig in Magical Man Medo, um die Rachegeister zu bannen, damit er bald wieder seine Ruhe hat!

Hinweis: Die Magical-Girl-Parodie Magical Man Medo enthält Klischees, Geek-Kultur sowie Spuren von Sarkasmus und Zynismus.

#PoltergeistUnfug

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Buchtrailer

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Leseprobe

Erste Sätze wurden überbewertet. Egal, ob es sich dabei um eine Vorstellung beim Kennenlernen handelte, dem Beginn eines Buches, eines Videospiels oder von sonst irgendetwas: Wer allein nach dem ersten Eindruck ging, lief Gefahr, Außergewöhnliches zu verpassen.

›Wer hätte gedacht, dass mir Wrath of Batkalo so viel Spaß macht! Dafür, dass ich dieses Spiel am liebsten schon nach dem Tutorial deinstalliert hätte … ‹, dachte Medo und lauerte mit seinem Charakter darauf, auch noch den letzten Gegner auszuschalten. Er biss sich auf die Unterlippe und hielt vor lauter Anspannung die Luft an. Wo war der denn bloß? Sollte er nach ihm suchen? Er schüttelte den Kopf. Seine defensive Strategie hatte sich schon häufig als erfolgversprechend herausgestellt. Deshalb wollte er sie jetzt, wo er sich im Finale dieses Turniers befand, nicht ändern.

Da er noch immer die Luft anhielt, spürte er seinen Herzschlag deutlicher als zuvor. Hastig wischte er sich die schwitzigen Hände an der Hose ab, damit er den Controller weiterhin fest greifen konnte. Bald musste er sich zeigen! Und da war die feindliche Spielfigur plötzlich. Medo ließ seinen Elementarmagier mit einem Buttondruck aus dem Gebüsch springen und mit einem weiteren einen riesigen Feuerball auf den Schwertkämpfer werfen, der daraufhin zu Boden ging.

In großer, goldglänzender Schrift erschien das Wort Victory auf dem Bildschirm.

Zitternd atmete Medo durch und versuchte, zu registrieren, was gerade geschehen war. Gewonnen? Wirklich? Zumindest stand das da! Medos Arme schnellten in die Höhe. Er sprang von seinem Stuhl auf und hüpfte so lange im dunklen Raum herum, bis ihm die Puste ausging. Schnell setzte er sich wieder und lehnte sich zurück. Die Siegbenachrichtigung war noch immer eingeblendet und darunter erschien seine Belohnung.

»Yeah!«, jubelte er, als er den legendären Zauberstab in der Liste erblickte. So lange hatte er versucht, diesen Gegenstand zu bekommen, da der so gut zum restlichen Outfit seines Magiers passte. Nach so vielen Versuchen hatte er es nun endlich geschafft! Er ließ seinen Gefühlen freien Lauf. Wie froh er war, allein in diesem Haus zu leben und daher ohne schlechtes Gewissen zu jeder Tages- und Nachtzeit herumbrüllen zu können. Keine Mitbewohner oder Nachbarn, die ihm auf die Nerven gingen oder sich beschwerten. Es war ein Traum!

Er sah auf die Uhrzeit am unteren Bildschirmrand und blinzelte.

›So spät schon?‹, wunderte er sich. Sonst dauerten die Kämpfe deutlich kürzer. Er schaute beiläufig auf das darunter stehende Datum. ›Freitag, der 13. Von wegen, Freitag der 13. bringt Unglück.‹

Er rüstete seinen Zauberer mit dem neuen Stab aus und betrachtete ihn mit seligem Lächeln. So viele Spielstunden hatte er investiert, um diesen Gegenstand zu bekommen. Und nun hatte er ihn endlich. Er konnte es noch immer nicht fassen!

Medo rieb sich die brennenden, schweren Augen. Er saß definitiv zu viel am Computer.

»Ich sollte wirklich mal früher ins Bett«, sagte er zu sich selbst und beendete das Spiel. Den Rechner ließ er für den Download einer größeren Datei angeschaltet und der Bildschirm würde sich nach wenigen Minuten Inaktivität ohnehin von allein ausschalten, weshalb er auch diesen nicht weiter beachtete.

Wie auf Befehl stellte sich die Müdigkeit bei ihm ein. Er gähnte ohne vorgehaltener Hand, während er sich auf dem Stuhl streckte. Er versuchte vergeblich, sich daran zu erinnern, wann er das letzte Mal vor 2 Uhr ins Bett gegangen war. Sein Schlafverhalten war in den letzten Wochen ungesund geworden.

Auf der anderen Seite gab es niemanden, der ihn dafür kritisierte. Bei seinem Job als Softwareentwickler hatte er glücklicherweise die Freiheit, sich seine Arbeit einzuteilen, wie er wollte. Zudem konnte er im Homeoffice arbeiten – und davon machte er permanent Gebrauch. Solange er seine Aufgaben bis zur Deadline erledigt hatte, musste er keine Konsequenzen befürchten. Das Gehalt kam pünktlich zum Monatsende und war hoch genug, dass er als sparsamer Mensch nicht allzu sehr aufs Geld schauen musste. Viele hätten sein Leben als langweilig empfunden, aber er mochte es so, wie es war.

Medo erwischte sich dabei, wie er die Augen schloss und zu dösen begann. Langsam drückte er sich an den Armlehnen des Stuhls nach oben und mobilisierte seine verbleibenden Kräfte, um sich ins Badezimmer zu schleppen.

Wieso konnte er es sich bloß nicht angewöhnen, sich bettfertig zu machen, bevor er bereits fast im Stehen einschlief?

Schlurfend und mit Brille in der Hand, ging er nach seiner Waschroutine aus dem Bad, vorbei am eigenen Büro und in Richtung Schlafzimmer. Er blieb stehen und runzelte die Stirn. Hatte er gerade ein blaues Licht aus dem Augenwinkel heraus gesehen oder war das nur die Müdigkeit? War der Bildschirm noch an? Der sollte doch schon längst aus sein!

Medo seufzte genervt. Dann musste er ihn halt doch manuell ausschalten. Er ging drei Schritte rückwärts und blieb in der Tür stehen.

In Schockstarre schaute er auf seinen Bürostuhl. Zusätzlich zum blauen Leuchten des Bildschirms war da etwas anderes im dunklen Raum. Er rieb sich die Augen und blinzelte einige Male. Dann setzte er seine Brille auf und schaute noch einmal genauer hin. Ihm war, als säße auf seinem Stuhl eine menschliche Gestalt, halb transparent und blau leuchtend.

»Ich muss mehr schlafen«, murmelte Medo vor sich hin und sah, wie die vermeintliche Halluzination vom Stuhl aufstieg. Er zuckte zusammen.

Langsam drehte sich die Gestalt zu ihm um. Ein weiteres Zucken. Stechend blaue Augen sahen in seine braunen. Dann: ein Grinsen auf dem Gesicht seines Gegenübers.

»Buh!«, hallte es durch den Raum.

Medo jagte ein Schauer über den Rücken. Noch immer stand er wie angewurzelt da und versuchte, die wirren Gedanken in seinem Kopf und den Anblick vor seinen Augen zu einer einigermaßen sinnergebenden Situationsbeschreibung zusammenzufassen. Schließlich schaffte er es, seinen Überlegungen Ausdruck zu verleihen, indem er fragte: »Häh?«

Endlich konnte er seinen Blick lösen. Er schüttelte den Kopf, während er die Augen zusammenkniff. Seine Mutter hatte ihn früher immer gewarnt, er solle nicht bis zur Geisterstunde Videospiele spielen. Hätte er mal besser auf sie gehört! Dann würde er jetzt keine Geister sehen. Wäre sie noch am Leben, hätte er ihr zugetraut, dass sie sich hier gerade einen miesen Scherz erlaubte.

Medo atmete tief durch und schaute dann ruckartig auf. Die Erscheinung sah er noch immer, nur, dass sie jetzt näher zu ihm gerückt war. Er schluckte den Kloß in seinem Hals herunter und streckte seine Hand aus. Keinesfalls würde er auf Widerstand stoßen, das wusste er, aber vielleicht würde sich seine Einbildung ja in Luft auflösen. Dann konnte er beruhigt den Bildschirm ausschalten und zu Bett gehen – da hin, wo er längst sein sollte!

Seine Hand glitt wie erwartet durch die Gestalt hindurch, doch fühlte er nicht nichts, sondern Kälte, die sich wie ein Schleier über seinen Unterarm zu legen schien. Er bekam Gänsehaut und zog seinen Arm wieder zu sich. Plötzlich verschwanden die Halbtransparenz und das Leuchten seines Gegenübers und er wurde von ihm gepackt. Medos Knie wurden weich und dann verschwand das Wesen schnell nach unten aus seinem Sichtfeld. Ihm wurde schwarz vor Augen.

Die Autorin

Serenity Amber Carter wurde 1987 in Mittelfranken geboren und wohnt derzeit in Niedersachsen. Seit über 20 Jahren schreibt sie eigene Geschichten und Fanfiction, die meist aus den Genres SF und Fantasy stammen.

Die hauptberufliche Softwareentwicklerin erfüllte sich 2018 mit »Mapmaker Malique – Iriliquium« ihren Traum vom ersten eigenen Buch. Neben dem Schreiben zählen Zeichnen, Videospiele und Astronomie zu ihren liebsten Freizeitaktivitäten.

Mehr Informationen zu ihr und ihren Werken finden Sie auf ihrer Website, auf Twitter (@SerenityACarter) und Instagram (serenityambercarter).

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