SPURWECHSEL: Eine verrückte Reise auf dem Jakobsweg von Franz Maassen | Indie-Autoren Bücher
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SPURWECHSEL: Eine verrückte Reise auf dem Jakobsweg von Franz Maassen

SPURWECHSEL: Eine verrückte Reise auf dem Jakobsweg

Details:

Genre: Liebesromane, Gesellschaftsromane
Format: eBook, Taschenbuch
Seiten: 218
Distributor: Books on Demand
ISBN/ASIN: 978-3755785866 / B09QZW2DQY
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Inhalt:

Der Roman »Spurwechsel« erzählt eine moderne Pilger- und Liebesgeschichte voller bewegender Spiritualität und ist geschrieben mit einem herzhaft-rheinischen Humor.
Justus und Sarah sind zwei Pilgerreisende, wie sie verschiedener nicht sein könnten. Beide werden aber gleichermaßen von Lebenskrisen geplagt, die sie auf dem Jakobsweg lösen wollen. Auf der Anreise lernen sie sich kennen. Was sie nicht wissen: zwei Schutzengel begleiten sie, um die beiden aus ihren festgefahrenen Spuren zu werfen. Bruder Thomas, der christliche Engel, handelt offen und Shankara, sein hinduistischer Kollege, verdeckt. So uneins ihre Praktiken und Sprachbilder auch sind, so nicht-zwei ist ihr Wegesziel: mit ihren beiden Schützlingen die letzte Wahrheit des Seins zu erkunden. Als ungleiches Quartett starten sie vierspurig in eine verrückte Reise auf dem Jakobsweg […]

Wer möchte, liest den Roman als erzählendes Sachbuch und entdeckt mit dem suchenden Pilgerpaar den einen, gemeinsamen Gott der westlichen und östlichen Mystik, dem sich zunehmend auch die Erkenntnisse der modernen Wissenschaften angleichen.

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Leseprobe

Wer hat einen härteren Kampf zu bestehen,
als der, der aufbricht,
um sich selbst zu überwinden?


P R O L O G


»Der Jakobsweg schenkt jedem das, was er am nötigsten braucht!« Der Referent machte eine rhetorische Pause. Dann fuhr er fort: »Er verpflichtet den Pilger jedoch zu gehen, zu gehen ohne Unterlass.« Gelächter ging durch den Saal. »Sie lachen, aber glauben Sie mir, in den üblichen fünf bis sechs Wochen auf dem Camino-de-Santiago werden Sie viel gehen müssen. Sehr viel sogar!« Nun schmunzelte auch er. »Um konkret zu werden: Zwischen dem Startpunkt, dem Spanischen Tor im Pyrenäendorf Saint-Jean-Pied-de-Port, und dem Ziel, dem Tor der Herrlichkeit zur Jakobus-Kathedrale in Santiago-de-Compostela, erwarten Sie rund achthundert Kilometer Fußweg!« Der lange eindringliche Satz nahm ihm fast den Atem, genauso wie ihn manchen der Anwesenden auf der langen Wegstrecke später wohl auch genommen würde. Der Vortragende hielt kurz inne und blickte in die beeindruckten Gesichter. »Meine Damen und Herren, das beständige Gehen konditioniert Sie, macht Sie offen für Wandel, Begegnung und Spiritualität. Pilgern bedeutet, mit den Füßen zu beten!« Erneut erfüllte ein leises Gelächter den Raum.
Der kleine Vortragssaal in der Aachener Altstadt war ausgebucht. Inmitten des schlichten Publikums saß ein Mann in feinen Nadelstreifen. Justus Feldkamp. Er schaute auf die Uhr, stand wie stets unter Zeitdruck. Lange konnte er nicht bleiben, denn er war noch mit einem asiatischen Geschäftspartner zum Dinner verabredet. Doch dann brachte der Redner einen Vergleich, der ihn wie ein Pfeil tief in sein innerstes Mark traf.
»Der Jakobsweg ist wie der Lauf des Lebens«, begann der Referent. »Am Anfang leuchtet alles grün, vielfältig und verlockend. Der Weg aber führt uns nicht nur über sonnige Höhen, sondern auch durch finstere Täler, die uns gleichermaßen formen und wachsen lassen. Später durchlaufen wir eine Hochebene, die Meseta. Die Natur wird härter, trocken, wie die Lebensmitte des Menschen. Die Klärung der Seele setzt ein, und der Zeitpunkt zur Besinnung ist gekommen. Wenn wir dann bereit und entschlossen sind diesen Wandel anzunehmen, öffnet sich uns eine geläuterte Welt. Die Sorgen des Alltags verlieren zunehmend an Bedeutung, je näher wir unserem Reiseziel kommen.«
Das saß! Ein Volltreffer! Eigentlich war dem erfolgsverwöhnten Geschäftsmann schon lange bewusst, dass er den Zenit seiner Schaffenskraft überschritten hatte. Er wollte es sich nur nicht eingestehen. Mit Mitte vierzig blickte er auf eine steile Karriere zurück, war immer stolz auf das Erreichte. Doch seit geraumer Zeit fragte er sich selbstkritisch, was er in seinem Leben wirklich erreicht hatte. War er glücklich? Wie würde es weitergehen? Wie enden und was danach! Lauter Zweifel und Fragen, wie sie zuvor nie in ihm aufgekommen waren. Er hatte seine einst so geradlinige Spur verloren. Die Härte und Trockenheit der kargen Lebensmitte setzten ihm arg zu und drängten ihn zum Wandel. Sein Tennisfreund sah ihn in einer handfesten Sinnkrise und riet ihm unlängst, für ein paar Wochen auszusteigen, um sich neu zu orientieren. So blieb Justus Feldkamp an jenem Abend schließlich im Saal und lauschte weiter, wohin seine Reise gehen könnte.

* * *

Nur wenige Kilometer vom Vortragssaal entfernt, in einem stadtnahen Kloster, hatte sich zur selben Zeit Sarah Brand zu Besuch bei ihrer Freundin Gertrud eingefunden.
»Sarah, meine Liebe, ich habe diesen alten Band hier als junge Novizin von der Mutter Oberin erhalten.«
Sarah blickte aufmerksam auf das abgegriffene Buch in Gertruds Händen. »Eine historische Bibel?«, fragte sie interessiert.
»Es ist ein Andachtsbuch«, klärte ihre Freundin sie auf, »eine Anthologie mit wertvollen Glaubensweisheiten für ein glückliches und sinnerfülltes Leben in der Nachfolge Christi. Ich habe es viele Jahre eifrig studiert und empfehle es nun dir wärmstens ans Herz. Hier, ich möchte es dir schenken.«
»Das kann ich doch gar nicht annehmen!«
»Doch, doch. Bitte nimm es. Es wird dir guttun!«, drängte die Nonne.
Zögernd nahm Sarah das Buch entgegen und las laut von seinem Einband: »Die NACHFOLGE CHRISTI des Thomas von Kempen. Wer war dieser Thomas von Kempen?«, fragte sie spontan.
»Der Buchautor. Ein weiser Augustinermönch des späten Mittelalters. Er wurde vor mehr als sechshundert Jahren am Niederrhein geboren, hat sein langes Klosterleben allerdings tief in Holland verbracht.«
»Gertrud, du sorgst dich immer so liebevoll um mein Seelenheil. Was würde ich nur ohne dich tun! Ich werde dieses kostbare Geschenk aber keinesfalls mit auf den Jakobsweg nehmen. Es könnte unterwegs Schaden nehmen!«
»Das brauchst du auch nicht. Der HERR wird dir auf deiner Pilgerreise auch so die nötige Einsicht schenken, um endlich zu deiner Entscheidung zu finden. Wohl die Bibel gehört in dein Gepäck. Der Thomas von Kempen wird dir nicht davonlaufen.«

* * *

Es war schon amüsant, wie Schwester Gertrud von mir sprach. ›Thomas von Kempen‹ war ehemals mein weltlicher Name, erinnerte ich mich. Ich hätte es mir denken können, dass mein Andachtsbüchlein die Zeiten überdauern würde. Denn schließlich hatte kein Geringerer als der Heilige Geist selbst mir die Geheimnisse der ›Nachfolge Christi‹ damals in die Feder diktiert. Das geschah zu meinen menschlichen Lebzeiten, im fünfzehnten Jahrhundert.
Nach meinem weltlichen Tod sandte mich der HERR dann auf Engelsmission. So kam ich bald wieder auf die Erde zurück. Fortan durfte ich den vielen suchenden Jakobspilgern jene heilbringenden Weisheiten weitergeben, die ich einst über meine eigene Feder gnadenreich empfangen hatte. Diese menschliche Seelsorge betreibe ich nun schon seit vielen hundert Jahren. Und wenn in meiner Unvollkommenheit sich zuweilen meine eigenen Worte erschöpfen, dann eilt mir der HERR zu helfen und spricht mitunter selbst aus meinem Munde. So sind wir Engel!
Mit Justus und Sarah fielen mir nun zwei Pilger zu, wie sie verschiedener wohl nicht hätten sein können. Lange überlegte ich, ob ich sie gemeinsam oder getrennt auf den Weg bringen sollte. Es schien mir eine besondere Herausforderung zu werden, für die ich mir erstmals die Unterstützung eines himmlischen Kollegen erbat. Ein indischer Mönch namens Shankara, erfuhr ich im Bittgebet, ein erleuchteter Hindu des frühen Mittelalters, würde mich begleiten. In diesem ungleichen Quartett würden wir dann vierspurig in den Jakobsweg starten.
Aber lassen Sie uns vier nun gemeinsam erzählen, wie diese verrückte Reise nach Santiago-de-Compostela (und noch darüber hinaus) verlief.

Der Autor

Dr. Franz J. Maassen, 1964 im Rheinland geboren und aufgewachsen, ist ein religionsphilosophischer Denker, humorvoller Erzähler und passionierter Jakobspilger. Der Verfasser zahlreicher Fachpublikationen wurde durch seine vielen bewegenden Reiseerlebnisse zu diesem Debütroman inspiriert.

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