Verschleiert und versteckt: Dortmund-Krimi von Karin Franke | Indie-Autoren Bücher
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Verschleiert und versteckt: Dortmund-Krimi von Karin Franke

Verschleiert und versteckt: Dortmund-Krimi

Details:

Genre: Krimi
Format: Taschenbuch, eBook
Seiten: 336
Distributor: Books on Demand
ISBN/ASIN: 978-3754305751
Bewertungen: Bisher noch keine BewertungSchreibe etwas über das Buch

Klappentext:

Die seit Langem magersüchtige Sina Nierhoff bricht ihr Schweigen und klagt ihren Onkel an, sie als Kind über mehrere Jahre hinweg sexuell missbraucht zu haben. Kurz darauf ist dieser verschwunden, die Spuren in seinem Haus deuten darauf hin, dass jemand ihn gewaltsam entführt hat.

Als der Verdacht auf Sinas Vater fällt, wird Alex gebeten, eigene Ermittlungen aufzunehmen. Dann wird jedoch der Entführer selbst ermordet und die Hinweise verdichten sich, dass der zwanzig Jahre zurückliegende Tod eines jungen Mädchens eine wichtige Rolle spielt.

Inhalt:

Alexander Grahl, einstiger Spät-Student und mittlerweile erfolgreicher Autor, wird immer wieder in Kriminalfälle hineingezogen. Dieses Mal ist es seine Freundin, die ihn bittet, Ermittlungen aufzunehmen – ihren eigenen Onkel betreffend! Sie hat den Verdacht, dass sich hinter der Fassade des wohlhabenden Geschäftsmannes ein Kinderschänder verbirgt.

Dieser verschwindet jedoch spurlos, bevor Alex Kontakt zu ihm aufnehmen kann. Nun muss er sich erst recht reinhängen, denn sein zukünftiger Schwiegervater wird verdächtigt, der Entführer oder gar Mörder seines Schwagers zu sein.

Gut, dass ihn seine Freunde bei der Aufklärung unterstützen, denn Alex gerät bei seinen Ermittlungen mehrfach selbst in Gefahr.

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Leseprobe

Prolog

Montag, 31. August 2020

Sie fuhren in sanft geschwungenen Kurven den Berg hinauf. Felicitas lehnte sich zur Seite und schaute gespannt aus dem Fenster. Die Klinik lag fast ganz oben auf der Kuppe, ein imposantes, weißes Gebäude, größer als sie erwartet hatte.
„Nun denn“, brach ihre Mutter das Schweigen und seufzte. „Ich bin wirklich gespannt, was Sina uns so Dringendes mitzuteilen hat.“
Typisch Mama, dachte Felicitas. Ihr Tonfall sage eindeutig das Gegenteil. Eher empfand sie es als Zumutung, dass die verlorene Tochter sich nach all der Zeit mit dieser Bitte an sie wandte. Freude über diese Entwicklung war von ihr wohl nicht zu erwarten.
„Sie hat von sich aus die Verbindung wiederhergestellt.“ Papa dagegen war eindeutig aufgeregt und verhalten optimistisch.
Er hatte damals auch wesentlich mehr unter dem Kontaktabbruch gelitten, rief sie sich in Erinnerung. Genauso wie ich. Ich konnte auch nicht verstehen, warum sie sich von den Eltern komplett zurückzog und unsere Gespräche auf ein Minimum begrenzte. Dem Ganzen war kein Streit vorangegangen – nichts, was ihre Reaktion erklärte. Aber vielleicht würde sie ja heute Antworten auf ihre Fragen bekommen.
Mittlerweile hatten sie die letzte Biegung genommen und der große Parkplatz lag vor ihnen. Der Vater fuhr schwungvoll neben einen geparkten Van. „Dann mal los“, sagte er aufmunternd, während er bereits seine Tür öffnete.
Trotzdem war Felicitas schneller. Sie trat einige Schritte zur Seite und warf einen weiteren Blick auf die Klinik. Gerade öffnete sich die Eingangstür, eine junge Frau in Jeansrock und T-Shirt trat heraus und steuerte auf sie zu. „Familie Nierhoff?“ Ein freundliches Lächeln glitt über ihr Gesicht. „Schön, dass Sie es geschafft haben. Horstmann ist mein Name, ich bin die Therapeutin Ihrer Tochter.“
So jung, wie sie gedacht hatte, war die Frau nicht. Als sie sich näherte, konnte Felicitas die vielen Fältchen um Augen und Mund erkennen. Sie musste bereits Anfang der Fünfzig sein.
„Sina wartet drüben im Garten auf uns“, fuhr Frau Horstmann fort. „Wegen Corona ist ein Gespräch im Freien besser.“
„Kein Problem.“ Der Vater setzte an, die Hand auszustrecken, besann sich jedoch rechtzeitig. „Schönen guten Tag. Ja, wir freuen uns, dass Sina von sich aus mit uns reden möchte. Wir sind schon sehr gespannt darauf, sie wiederzusehen.“
„Folgen Sie mir bitte!“ Die Therapeutin nahm den Weg am Haus vorbei. Dahinter tat sich ein riesiger Garten auf. Allerdings war kein Mensch zu sehen. „Die Freizeit beginnt erst um vier“, erklärte Frau Horstmann. „Wir haben also genügend Zeit, uns ungestört auszutauschen.“
Am Ende der Wiese befanden sich mehrere Pavillons. Im ganz linken entdeckte Felicitas eine Gestalt, die sich bei ihrem Näherkommen erhob. „Sina!“ Sie rannte los, direkt auf die Schwester zu, zog sie ungestüm in eine Umarmung, bis diese sich zu wehren begann.
„Du bist kein bisschen ruhiger geworden, Feli“, stellte sie fest und lachte auf.
„Entschuldige“, flüsterte sie leise, während die Enttäuschung sie durchflutete. Sofort schalt sie sich eine Närrin. Was hatte sie denn erwartet? Dass sie gleich an die einstige Beziehung würden anknüpfen können, als seien nicht Jahre seit ihrem letzten Zusammensein vergangen?
„Am besten wir verzichten auf eine körperliche Begrüßung und nehmen so wie vorgesehen auf den in einem gewissen Abstand stehenden Stühlen Platz“, hörte sie in ihrem Rücken die Stimme von Frau Horstmann. „Das ist unter den gegebenen Umständen leider erforderlich.“
„Ach, Feli bringt mir garantiert nichts mit“, Sina blinzelte ihrer Schwester verschwörerisch zu. Ich bin dir nicht böse, hieß das. Dieses geheime Zeichen hatte sie früher ebenso benutzt, wenn Felicitas mal wieder zu forsch vorgeprescht war.
„Wir sollten uns bemühen, die von der Klinik aufgestellten Regeln einzuhalten“, mahnte Frau Horstmann abschließend, wies den Eltern ihre Stühle zu, sodass sie direkt gegenüber von Sina Platz nahmen, und bot ihnen von den auf dem Tisch abgestellten Erfrischungen an.
Erst als alle mit Getränken versorgt waren, setzte sich auf ihren Stuhl neben Sina und sah diese aufmunternd an. Doch diese biss sich auf die Lippe und schüttelte heftig den Kopf. „Machen Sie bitte den Anfang.“
Durch das Vorgeplänkel hatte Felicitas Zeit gefunden, ihre Schwester eingehender zu mustern. Gesund wirkte sie definitiv nicht, dafür war sie nach wie vor viel zu mager, eher noch dünner, als sie sie in Erinnerung hatte. In ihrem Gesicht stachen die Knochen derart hervor, dass sie einer Todkranken glich. Die blasse Haut, die dünnen Ärmchen, die aus der weiten Bluse herausschauten, und der Umstand, dass sie trotz des relativ warmen Wetters eine lange, weit ausgestellte Hose trug, unterstrichen diesen Eindruck noch. Die Kleidung schlotterte regelrecht an ihr.
„Ihre Tochter ist seit gut zwei Monaten bei uns in Therapie“, begann Frau Horstmann folgsam. „Unsere Klinik ist auf Essstörungen spezialisiert. Sina ist bereit, sich ihrer Krankheit zu stellen. Sie verfolgt aktiv das Ziel, nach ihrer Entlassung ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.“
„Ein normales, halt“, warf diese ein. „Ich will alles dafür tun, endlich gesund zu werden.“ Sie verstummte abrupt und warf ihrer Therapeutin einen auffordernden Blick zu.
„Kind“, kam Herr Nierhoff ihr zuvor. „Das ist … ich bin so stolz auf dich!“ Seine Stimme versagte und er wandte den Kopf ab.
Sina hielt es nur mit Mühe auf ihrem Stuhl. Fast wäre sie aufgesprungen und zu ihm geeilt. Einer schnellen Handbewegung der Therapeutin gelang es, ihr Einhalt zu gebieten. „Nun“, begann diese. „Zuerst einmal müssen wir das Trauma, das zu der Essstörung führte, aufarbeiten.“ Sie sah die drei ihr gegenüber Sitzenden der Reihe nach an. „Sina ist in ihrer Kindheit missbraucht worden“, ließ sie die Bombe platzen. „Und zwar regelmäßig.“
„Nein! Das kann nicht sein!“ Frau Nierhoff funkelte sowohl die Therapeutin als auch ihre Tochter empört an. „Wir haben Sina nie allein gelassen. Es war immer jemand da, der auf sie aufpasste. Ich …“
„Wer?“, unterbrach sie ihr Mann rüde und beugte sich vor. „Wer war es?“
Die Therapeutin tauschte einen langen Blick mit ihrem Schützling und nickte ihr auffordernd zu.
Sina holte tief Luft, schloss die Augen und senkte den Kopf. „Onkel Armin. Er hat mich von meinem fünften Lebensjahr an regelmäßig missbraucht.“


1

Dienstag, 1. September

Gerade als ich mich vor den Computer setzte, um mich endlich meiner Masterarbeit zu widmen – lange genug hatte ich sie ja rausgezögert – klingelte mein Handy. Déjà-vu! Was war jetzt wieder passiert?
„Papa ist verhaftet worden“, tönte Felicitas‘ Stimme aufgeregt an mein Ohr. „Zumindest hat die Polizei ihn mitgenommen, sagt Oma“, schwächte sie dann ihre Aussage ab. „Onkel Armin ist spurlos verschwunden. In der Diele ist jede Menge Blut, die Terrassentür stand halb offen, er hat weder Schlüssel noch Papiere mitgenommen.“
„Und die Kripo verdächtigt deinen Vater?“ Mir fiel nur ein einziger Grund ein, warum er in deren Fokus geraten war. Jemand hatte gesehen, wie er sich dem Haus näherte – oder sogar einen Streit mitbekommen. Nach dem, was vorgefallen war, lag dieser Schluss nahe.
„Er ist gestern bei ihm vorbeigefahren“, bestätigte Felicitas meine Vermutung. „Mama und er haben sich unterwegs gestritten, sodass er sie nur vor der Haustür absetzte und behauptete, er würde bei Oma übernachten. Stattdessen ist er wohl direkt zu Onkel Armin.“
„Hm.“ Ich kannte Herrn Nierhoff viel zu wenig, als dass ich gewusst hätte, wie er reagierte.
„Meinst du, er hat …“ Felicitas brachte den Satz nicht zu Ende. Trotzdem war klar, worauf sie hinauswollte.
„Was haben die Polizisten denn gesagt?“, fragte ich. „Wer hat dich informiert?“
„Na, Oma. Sie stand daneben, als sie ihn abführten?“
„Er wurde wirklich verhaftet?“ Das war in meinen Augen mehr als seltsam.

Die Autorin

Es gibt so vieles, worüber sich zu schreiben lohnt – an Themen mangelt es echt nicht!

Angefangen habe ich mit Romanen unter dem Pseudonym KJ Weiss, etwas später gesellten sich unter meinem richtigen Namen die Krimis um Richie und Kathi, einer Pfarrersfrau und einem Geist, die gemeinsam Verbrechen aufklären, dazu. Vor eineinhalb Jahren kam mir dann die Idee: Warum schreibst du nicht mal einen Krimi, der in deiner Heimatstadt Dortmund spielt? Kurz nach Beendigung des Manuskripts war für mich schon klar: Daraus wird eine neue Reihe. Drei Geschichten sind nun schon entstanden, ich arbeite an der vierten und habe bereits eine fünfte im Kopf – immer mit dem Ex-Studenten und jetzigen Schriftsteller Alexander Grahl als Hauptprotagonisten. Ohne ihn kann ich mir die Dortmund-Reihe gar nicht mehr vorstellen.

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