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NIMUE und Du: Reise durch den Klartraum von Eyva R. Noé

NIMUE und Du: Reise durch den Klartraum

Details:

Genre:Jugendbücher
Format:gebundene Ausgabe, Taschenbuch, eBook
Seiten:296
Distributor:Tredition
ISBN/ASIN:978-3347021907

Klappentext:

„Reise durch den Klartraum“, ist eine Aufforderung. Nimue fordert DICH auf, mit ihr durch den Klartraum zu reisen und dort mit ihrem Freund Pierre unglaubliche Abenteuer zu erleben.

Für Nimue, fast zehn Jahre alt, passt Nichts zusammen. Die Welt steht Kopf und sie passt nicht mehr hinein. Sie landet im Klartraum bei Pierre, der ihr erklärt, warum sie sich im Moment so einsam und unglücklich fühlt. Es ist der Rubikon, ein Entwicklungsschritt, der einem sein Selbstbewusst macht. Einsamkeit, Zorn, unbegründete Traurigkeit und manchmal tiefe Verzweiflung sind oft Begleiter dieser Zeit.

Im Klartraum gibt es viele Möglichkeiten, diese Gefühle zu wandeln, um sich und andere wieder zu verstehen. Im Traum lernst DU mit Nimue und Pierre, die Energie des Lebens zu sehen, aus dem Nichts Dinge entstehen zu lassen, das sogenannte Manifestieren, das Gesetz der Anziehung, Eure Gedanken zu lenken, sich durch Meditation zu stärken, in Windeseile Sprachen zu lernen und Instrumente zu spielen. Sie reisen durch die Zeit, schwimmen mit Delfinen und befreien sich aus dunklen Verliesen. Dabei müssen sie gegen den dunklen Priester und die hübsche, zickige Emily kämpfen, die immer wieder versuchen, Nimue und Pierre zu trennen und in den Nebel des Vergessens zu ziehen. Gehe mit Nimue durch den Traum und erlebe, was sie erlebt!

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Inhalt:

NIMUE – In zwei Welten

Der Rubikon

Der Rubikon ist die Zeit der Selbstentdeckung, des Ankommens und der Ich- Bewusstwerdung. In DEINEM neunten Lebensjahr beginnt der Rubikon und kann bis zum dreizehnten Lebensjahr andauern. Es ist eine turbulente und spannende Zeit – wenn DU weißt, was der Rubikon mit DIR anstellt…

Ich bin Nimue. Seit einiger Zeit lebe ich in zwei Welten, und das macht mich sehr glücklich. Das war nicht immer so. Als ich neun Jahre alt wurde, habe ich mich mehr und mehr in mich zurückgezogen. Ich wurde immer trauriger und fühlte mich alleine. Um mich herum veränderten sich alle ein wenig. Der eine ist jetzt zickiger, der andere unsicher, manche sind eher wütend oder schnippisch. „Ein schwieriges Alter“, „die kleine Pubertät“, „Frühpubertät“ hört man die Eltern sagen.

Auf meiner einzigartigen Reise bekomme ich genau darauf Antworten und vor allem Lösungen…

Ich bin nun neuneinhalb Jahre alt, die dritte von acht Geschwistern. Wir leben auf einem Hof außerhalb eines kleinen Dorfes in der Nähe von Dublin in Irland, nur ein paar Hundert Meter von den Klippen am Meer entfernt.

Meine braunen Haare fallen fast glatt bis zu den Hüften, in der Sonne glänzen sie, als wären sie aus dunklem Gold. Ich habe dunkelbraune Augen, eine kleine Stupsnase, volle Lippen und ein ovales Gesicht. Ein paar Sommersprossen haben sich frech über meine Nase verteilt. Ich bin eine der größten in meiner Klasse, leider nicht die dünnste. Nicht dass ich dick wäre, aber es ist eben dieser Bauch, der mich so stört. Ich fühle mich dadurch so rund und unsportlich. Obwohl ich sehr beweglich bin. Ich tanze im Ballett und das kann ich richtig gut.

Wir leben seit kurzem mit Mama alleine in unserem großen Haus.

Meine Geschwister sind alle sehr verschieden und trotzdem sind wir eng miteinander verbunden.

Das sind meine Reisebegleiter:

Morgana ist vierzehn Jahre alt, zickig, etwas selbstbezogen und voll in der Pubertät. Sie hat langes hellbraunes Haar, das sie von ihren Freundinnen regelmäßig in viele feine Zöpfe flechten lässt. Sie hat ein ernstes, bildschönes Gesicht mit großen grünen Augen.

Morgana explodiert leicht, sie malt wunderschöne Bilder, die eine Zukunft spiegeln, die sie in Büchern über Verschwörungstheorien sieht. In ihrem Zimmer hat sie Vorräte deponiert, falls der große Crash kommt. In ihrem Freundeskreis sind Menschen verschiedenster Art und unterschiedlichsten Alters, aber sie halten sehr eng zusammen.

Sie selbst spielt Gitarre, aber eher für sich selbst.

Mein Bruder Camelot ist zwölf Jahre alt, ein stiller ruhiger Junge. Er ist feingliedrig mit schwarzen, fast schulterlangen Haaren und grau-blauen Augen. Wir alle lieben ihn. Er ist sehr hilfsbereit, immer für uns da und hat die besten Ideen. Er verschlingt ein Buch nach dem anderen, wenn er nicht gerade im Garten oder in einem der Gewächshäuser beschäftigt ist.

Er spielt Klavier und Gitarre.

Arthus, acht Jahre alt, ist blond mit langen festen Haaren, einem markanten Gesicht und blitzenden braun-grünen Augen. Schlank, muskulös und wendig ist er ein hitziger Typ. Schon immer wusste er ganz genau, was er will. Ständig baut er sich etwas, ob es kleine Flöten sind, die er sich schnitzt, Pfeil und Bogen, mit denen er dann stundenlang trainiert oder ein Baumhaus, das bis ins letzte Detail perfekt sein muss. Er will Musiker werden und lernt selbstständig verschiedene Instrumente. Arthus ist sehr musikalisch. Wenn er eine Melodie hört, singt er sie sofort nach. Er spielt Dudelsack und verschiedene Flöten.

In sich ist er sehr ruhig, fast ruhend, aber wenn man ihm zu nahe kommt und ihn aufregt, explodiert er stark. Zu seinen Geschwistern hat er ein gutes Verhältnis.

Parcival ist sechs Jahre alt. Verträumt führt er oft Selbstgespräche. Er macht Dinge, die manchmal für die Erwachsenen nicht nachvollziehbar sind. Er erforscht alles, was er sieht und ihm scheint nichts zu entgehen. Parcival hat tiefe seltsame Träume. Er schreibt unendliche Zahlenkolonnen und Buchstabenkombinationen, schreibt Briefe und Inschriften, die kein Mensch entziffern kann, er erzählt Geschichten von Welten, die wir nicht kennen. Er erzählt von Verstorbenen, die er sieht und weiß, dass er mit all seinen Geschwistern schon mehrfach verbunden war.

Avalon, vier Jahre alt, ist die nächstkleinere Schwester. Avalon ist wie ein verzaubertes Wesen, beinahe leuchtend. Sie ist so lieb und zart wie eine Fee, weint aber ganz schnell. Sie möchte immer gerne bei mir sein und in meinem Zimmer spielen. Ihre hellgrünen Augen strahlen und ihr fast weißblondes Haar lässt sie wie ein Fabelwesen erscheinen. Sie tanzt gern. Und sie liebt die Musik. Immer wieder holt sie sich die Gitarre und zupft vorsichtig darauf herum. Außerdem sind für Sie kleine Pflanzen zauberhaft und sehr wichtig. Sie pflückt jedes Blümchen und jedes Blättchen, legt es daheim in ihre Bücher und trocknet sie. Mama darf sie dann einkleben und beschriften. Dann blättert sie in Mamas Pflanzenbüchern und schaut, was für Blümchen sie gesammelt hat. Sie will Creme daraus machen, wie Mama.

Außerdem liebt sie alles, was glitzert.

Lancelot ist zweieinhalb Jahre alt. Er ist ein kleiner Herzensbrecher, charmant, zuckersüß, und natürlich total frech. Lancelot wird von allen heiß geliebt. Er schaut nachdenklich aus seinen tief grünen Augen. Sein süßes Gesicht wird umrahmt von verwuschelten, dunkelblonden Haaren. Lancelot hat uns alle als Vorbild. Wenn die anderen tanzen, tanzt er, wenn die anderen essen isst er, wenn die anderen schreien, schreit er. Mit den Fingern knetet er die Haare in alle Himmelsrichtungen und sieht immer sehr verwuschelt aus. Im Moment läuft er Mama noch hinterher oder auch uns Geschwistern. Man muss nicht sehr auf ihn aufpassen, da er immer mit jemandem aus der Familie zusammen sein möchte und nie wegläuft. Allerdings fängt er schon an zu diskutieren und das mit nur ganz wenig Worten.

Gwynwifahr, auch Gwenny genannt, ist achtzehn Monate alt. Blond, sehr ruhig und in sich gekehrt, beschäftigt sie sich ewig allein. Das kleine Baby Gwynwifahr ist noch sehr zurückhaltend. Gibt man ihr einen Ball oder einen Baustein, kann sie sich ewig damit beschäftigen. Man findet sie immer in irgendeiner Ecke, leise vor sich hinbrabbelnd und spielend. Manchmal sieht man sie auch mit dem kleinen Hund PIM irgendwo auf einem Sofa oder auf dem Teppich in der Ecke liegen und schlafen.

Mama Grace ist achtunddreißig Jahre alt. Sie sieht in allem immer das Positive. Eigentlich sieht man sie immer lachen. Sie freut sich an kleinen Dingen, an großen Dingen und plant alles so, dass alle immer das Beste davon haben. Sie ist mittelgroß, mittelschlank und seit Jahren immer irgendwie schwanger oder stillend. Mit ihren langen dunkelbraunen, rot gefärbten Haaren und gold-grünen Augen sieht sie immer ein bisschen verwunschen aus. Meistens trägt sie lange Kleider und läuft barfuß.

Nie sieht man sie sitzen, außer beim Essen. Immer hat sie was zu tun, entweder macht sie mit irgendeinem Kind Musik, oder sie steht in der Küche, räumt irgendwas auf, oder sitzt an ihren Büchern. Seit einiger Zeit schreibt sie immer intensiver. Seitdem ist sie besonders fröhlich. Sie liebt es, diese Bücher zu schreiben und liest sie uns Kindern dann auch vor.

DU. Das bist DU! Du liest diese Geschichte, gehst diese Reise mit mir und erlebst, was ich erlebe. Gemeinsam lernen wir auf meiner Reise, was Pierre mir zeigt und erzählt. Ich lade DICH ein, Begleiter auf meiner Reise zu sein…Du. Ja genau, Du bist gemein!. Du tauchst ein in meine Geschichte, verbindest DICH mit mir und all den Personen in diesem Buch. DICH kann ich spüren, manchmal brauche ich auch DEINE Hilfe und gemeinsam gehen wir durch den Rubikon. Du und ich beginnen diese Reise ohne zu wissen, was auf uns zukommt. Wir erleben die Tiefe des Rubikons, das Gefühl, einsam zu sein, unverstanden zu sein, und manchmal auch ungeliebt. Ganz ekelhafte Gefühle sind das. Und wir beide werden lernen, diese Gefühle in gute Gefühle zu wandeln. DICH spüre ich in meinem Buch, in meiner Geschichte und in meinem Traum. Ich lade DICH ein, mich zu begleiten und mit mir gemeinsam zu erleben, zu lernen und zu träumen…

Rubicon und Pierre sind meine Freunde. Gemeinsam erfahren wir unglaubliche Dinge und erleben sagenhafte Abenteuer im Klartraum. Pierre ist schon viel länger dort und kann mir viel beibringen. Er zeigt mir, was es dort für Möglichkeiten gibt und erzählt mir davon. Immer wenn ich etwas lernen darf, ist der Text unterstrichen. DU darfst dann gerne mit dabei sein. So wie mir hilft es auch DIR, DICH zu erkennen.

Im Traum:

Pierre ist dreizehn Jahre alt, hat schulterlange, dunkelbraune Haare und gold-grüne Augen. Er hat ein feines Gesicht und ist bestimmt einen Kopf größer als ich. Feingliedrig und muskulös sieht er aus wie ein Surfer. Er ist mein bester Freund, weil ich ihm ganz und gar vertraue. Wir lieben die gleiche Musik, das Tanzen und unsere Traumreisen.

Rubicon ist ein großer, weißer Wolf. Er weiß alles über mich. Wir sprechen in Gedanken miteinander. Rubicon begleitet mich durch die Welt der Wahrheit- oder eben durch jeden Traum. Er erklärt mir, was der Rubikon ist und wie schön der Weg dadurch sein kann. Wenn er da ist, ist alles gut.

Ariella ist eine kleine junge Füchsin, die zwischen den Welten wechselt und Botschaften überbringt.

Marweena ist die Priesterin vom Orden des Lichts. Sie hat eine große Gemeinschaft um sich und zusammen vertreiben sie den Nebel des Priesters. Dazu haben sie eine Decke entwickelt mit geheimnisvollen Zeichen darauf. In die Decke sind Botschaften eingewebt und sie dient als Tor zum Klartraum.

Der Priester ist dunkel, bestimmend und machtvoll. Er lenkt die Kinder, die in die Zeit des Rubikons kommen, in seinen Nebel, um sie dort am besten beeinflussen zu können. Er manipuliert sie und hat bereits eine große Anhängerschaft. Um ihn herum ist immer viel Nebel, ein Nebel, der einen dumpf und müde macht und es einem kaum erlaubt, etwas anderes zu denken und zu fühlen als eine große Angst.

Emily ist die rechte Hand des Priesters. Man sieht sie allerdings nie zusammen. Sie ist dreizehn Jahre alt, wunderschön wie eine Elfe mit langen blonden Haaren und blitzenden Augen. Sie will Pierre ganz für sich haben und macht dafür beinahe alles. Sie wird von einem grollenden Gewitter begleitet.

Orino ist ein Delfin. Pierre besucht Orino und seine Gruppe oft. Mit Orino lernt er, sich im Meer frei zu bewegen und mit den Tieren des Meeres zu kommunizieren. Wann immer Pierre traurig ist, geht er zu Orino und seiner Familie, denn die Delfine schenken einem das Glück. Alea ist Orinos Delfin-Partnerin.

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Leseprobe

Gerade als er ansetzt, mir die Zeitlinie zu erklären, spüren wir beide einen Windzug. Ich kenne mich ja hier noch nicht aus, aber dennoch fühle ich, dass etwas ganz seltsam ist. Auch Pierre spürt, da ist etwas anders. Wir schauen uns kurz an und stehen beide auf.
"Spürst du das auch?"
Ich nicke, dann schaue ich nach oben.
"Da hört jemand zu – jemand beobachtet uns, hört jeden Gedanken und jedes Wort mit."
Pierre schaut mich verwundert an.
"Genau das Gleiche habe ich gerade auch gedacht. Wer kann das sein? "
Ohne dass wir weiter sprechen haben wir dieselben Gedanken. Da ist jemand, der unsere Geschichte liest. Das bist DU! Du liest unsere Geschichte. Du hörst uns zu und kannst jeden Gedanken mitverfolgen. Wer bist du?
Pierre nimmt wieder meine Hand und zieht mich zurück aufs Sofa.
"Sollten wir jetzt flüstern?" flüstert er.
Dann schüttelt er den Kopf und lacht über sich selbst.
"Natürlich nicht! Wer auch immer da zuhört, unsere Geschichte liest, die oder der kann auch jeden unserer Gedanken mitlesen und -hören. Das habe ich noch nie erlebt."
Es ist als würdest DU neben mir sitzen, nur dass man mir die Augen verbunden hat und ich DICH nicht sehen kann. Aber ich kann DICH spüren, ich kann fast DEINEN Atem hören. Fühlen kann ich es, es ist wie eine warme Brise. Aber ich spüre, dass es warmer Atem ist. Wie kommt es, dass DU in meiner Geschichte bist? In meinem Traum? Ob ich DICH tagsüber genauso spüren kann? -oder ob das vielleicht nur mit dem Traum zusammen hängt? Ich werde mehr darauf achten, doch ich habe bereits jetzt das Gefühl, dass wir gemeinsam lernen, dass wir mit unseren Geschichten verbunden sind, dass wir ganz ähnlich fühlen. Wahrscheinlich geht es Dir ähnlich wie mir, du scheinst auch in dieser Verlorenheit zu sein. Wahrscheinlich kennst du das intensive Gefühl des Alleinseins, diese Einsamkeit. Bist DU deswegen so nah bei mir? Sind unsere Geschichten so eng miteinander verbunden? Vielleicht ergänzen wir uns!
Ich denke nach.
Ok, DU hörst uns zu, DU kannst unsere Gedanken lesen. Aber wie hören wir DICH? Wie kannst DU DICH uns mitteilen?
Nachdenklich schaue ich zu Pierre. Er scheint die gleichen Gedanken zu haben, eine Weile ist es still. Dann schaut er mich an und sagt:
„Weißt du, wir sollten jetzt mit der Zeitlinie beginnen. Sonst haben wir die Zeit verloren. Und wir brauchen die Zeit, dann können wir uns auch mit diesem Thema beschäftigen."
Ich bin einverstanden, nd vor allem bin ich total gespannt, was auf mich zukommt.

Jetzt bin ich ganz aufgeregt, er will mir den Zeitstrahl zeigen. Er will mir zeigen, wie man die Zeit dehnt. Wie das wohl geht? Er stellt sich vor mich und bedeutet mir, meine Handflächen aufeinander zu legen und die Fingerspitzen von mir weg zu zeigen. Die Hände sollen vor meinem Bauch sein. Dann sagt er:
"Nun schließe die Augen und stell dir vor, zwischen deinen Handflächen entsteht nun eine kleine Scheibe aus Licht. Kannst du die Lichtscheibe sehen?"

Ich brauche einen Moment, dann sehe ich vor meinem inneren Auge die Lichtscheibe zwischen meinen Händen.
Ich nicke.

"So, nun stell dir vor, diese Scheibe wird immer größer, größer und größer. Nun ist sie so groß wie deine Handteller. Und nun stell dir vor, die Scheibe bläst sich auf, immer dicker und dicker, bis es ein runder Lichtball ist. So, und nun packst du da hinein die Zeit. Formuliere es nur in deinem Kopf, man kann die Zeit nicht sehen.”

***

Pierre beobachtet mich.

„Die Zeit ist nun in deiner Lichtkugel. Und nun bewegst du deine Hände immer weiter auseinander. Immer weiter und ziehst die Kugel auseinander, so dass sie zu einem breiten, dicken Lichtstrahl wird. Du ziehst weiter und weiter und in deinem Inneren kannst du spüren, wie sich die Zeit dehnt, die Zeit dehnt sich immer weiter und weiter. Und weiter und weiter. Auf einen Tag, auf einen zweiten Tag, immer weiter dehnen, dehne soweit du kannst, die Zeit auf einen dritten Tag und schließlich auf einen vierten. Nun sind deine Hände ganz weit auseinander. Wenn sie so weit auseinander sind, dass sie nicht weiter auseinander können, dann denke noch einmal intensiv:
„Meine Zeit ist gedehnt auf 4 Tage. Und wenn du dir dies vorstellen kannst, dann öffne die Augen."

Ich dehne, dehne noch weiter. Stelle mir vor, wie sich alles zieht und auf einer langen Lichtschnur zu sehen ist, ganze vier Tage mit vielen Erlebnissen. Immer weiter dehne ich, bis ich spüre, dass es nicht mehr weitergeht. Dann denke ich, dass ich nun die vier Tage erreicht habe, zu denen ich die Zeit gedehnt habe und öffne die Augen. Ich schaue zwischen meine Hände und bin total erstaunt! Nicht so stark wie vor meinem inneren Auge, aber ganz schwach, kann ich den Lichtstrahl sehen! Der Strahl ist da!

Ich schaue die beiden an, ein breites Grinsen in meinem Gesicht. Ich freue mich. Rubicon und Pierre schauen mich belustigt an. Sie lachen beide. Selbst Ariella scheint sich zu amüsieren. Ich kann sehen, dass sie alle drei stolz auf mich sind. Was für ein tolles Gefühl!
Ich lasse meine Hände sinken und fange schon den nächsten Gedanken auf.
"Ist das daheim auch möglich? Also ich meine, in der so genannten realen Welt?"
Die beiden schauen sich an, Pierre zuckt mit den Schultern und beide nicken.
"An sich schon, nur sind solche Dinge in der realen Welt, wie du sagst, nicht so leicht zu manifestieren. Dort steht dir dein Verstand im Weg. Und die Energie ist in der Realität wesentlich träger. Aber generell ist das auf jeden Fall möglich und zumindest um gewisse Zeiteinheiten kannst du die Zeit dehnen. Also nehmen wir mal an, du merkst, dass es zu spät wird, um den Zug pünktlich zu bekommen. Dann kannst du die Zeit soweit dehnen, dass du genug Zeit hast, Deinen Zug noch zu erreichen. Das ist definitiv möglich. Oder du merkst, du wirst zu spät zur Schule kommen, weil du auf dem Weg getrödelt hast. Auch hier ist es ganz sicher möglich, die Zeit zu dehnen. Da geht es ja nur um ein paar Minuten oder Augenblicke."
Ich bin völlig fasziniert. Das muss ich unbedingt ausprobieren, wenn ich das nächste Mal aufwache.
"Was passiert, wenn ich das Gleiche jetzt noch mal mache? Dehnt sich die Zeit dann noch mal oder ist es nur eine Intensivierung?"
„Die Zeit dehnt sich dann noch mal, du solltest es also nicht noch mal machen. Wenn du aber üben willst, dann können wir die Zeit jetzt einfach wieder zusammendrücken und dann wieder lang ziehen bzw. dehnen."
Begeistert nicke ich.

"Schließe wieder deine Augen und stelle dir die gedehnte Zeit vor, so wie sie jetzt ist. Baue den Zeitstrahl zwischen deinen ausgestreckten Händen wieder auf, dann, wenn der Zeitstrahl da ist, leuchtet und drückt, dann drücke ihn zusammen und befiehl der Zeit, sich zu verkürzen. Auch das ist hier eine Möglichkeit, doch du wirst sie nicht oft brauchen. So, jetzt drücke die Hände zusammen. Verkürze die Zeit um einen Tag, verkürze um zwei Tage. Drücke die Hände weiter zusammen, verkürze um einen weiteren Tag und um einen vierten Tag."
Ich habe den Lichtstrahl sofort wieder vor mir, breit, dick und intensiv steht er zwischen meinen Händen. Dann drücke ich die Hände immer weiter zusammen, der Lichtstrahl drückt gegen meine Hände, ist ein richtiger Widerstand. Meine Hände gehen immer weiter zusammen, sie werden immer wärmer, ich stelle mir vor, wie die Zeit immer schneller, schneller wird und sich verkürzt, wie ich immer weniger Zeit habe. Ich gehe in Gedanken rückwärts, vier Tage, drei Tage, zwei Tage und einen Tag. Als ich mit meinen Gedanken da bin, sind meine Hände beinahe ganz beieinander und scheinen fast zu glühen. Als ich merke, dass die Spannung aufhört, öffne ich meine Augen und sehe eine winzig kleine Lichtscheibe zwischen meinen Händen schweben.
Rubicon sagt:
"Jetzt bist du wieder genau da, wo wir begonnen haben."
Er scheint es etwas ironisch gesagt zu haben. Aber ich bin froh, dass ich es ausprobiert habe. Aufmunternd nickt er mir zu und sagt:
„Jetzt solltest du dich aber beeilen und die Zeit wieder dehnen. Nicht dass du vorher noch aufwachst.”
Das scheint mir logisch zu sein und so schaue ich meine kleine Zeit zwischen meinen Händen an, schließe meine Augen und lasse sie wieder wachsen, stell mir vor, wie die Scheibe wieder größer wird und immer größer, wie sie anfängt zu pulsieren und sich zu einem Ball ausdehnt, der genau zwischen meine Hände passt. Dann dehne ich die Zeit. Genau wie beim letzten Mal dehne ich sie. Ich ziehe meine Hände auseinander, dehne den Zeitstrahl, lasse ihn immer intensiver werden und formuliere wieder in meinem Kopf...

Die Autorin

Schon mit neun Jahren habe ich mein erstes „Werk“ eingereicht. Ich kann mich noch gut erinnern, es war auf rosanem Papier geschrieben, das hatten wir damals zuhauf im Schrank liegen als Bastelpapier. Von Hand, mit Füller habe ich Geschichten geschrieben und zwei davon geschickt an den Ötinger Verlag und an den Schmidt Verlag. Ich habe von beiden Verlagen total nette Antworten bekommen. Heute kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen, dass Zeit für sowas ist. Damals war anscheinend noch Zeit dafür. Ich habe mich riesig gefreut und war todtraurig. Ich hatte beides mal die Empfehlung, etwas größer zu werden, um dann ein großartiges Buch zu schreiben. Ich wurde beides mal ermuntert und gelobt dafür, dass ich mich bereits jetzt mit dem Thema Schreiben auseinandersetzen. Das ist jetzt 33 Jahre her! In all den Jahren hat mich vieles abgelenkt. Meine eigene Entwicklung, Ausbildungen, Schule, Hauskauf und Verkauf, sechs Kinder, Entwicklungen in verschiedene Richtungen und letztendlich, bin ich an einem Punkt angelangt, an dem es Zeit wurde endlich ich zu sein! „Ich sein“ habe ich schon lange definiert als Autorin. Mir war noch nicht ganz klar, welche meiner vielen Ideen ich zu Papier bringen möchte. Es gibt viele Einflüsse. An erster Stelle natürlich die sechs Kinder und meine Einstellung zum Leben. Ich bin in einer spirituell denkenden anthroposophischen Familie groß geworden.

Themen wie Reinkarnation, Rückführung, Quanten Matrix, Anthroposophie, Indigokinder, Klarträumen, Gesetz der Anziehung wurden bei uns genauso diskutiert und als normal empfunden wie Hausaufgaben, Küchendienst, Urlaub und der Umgangston untereinander… Da diese Themen bei uns im Alltag so normal waren und sind, gehe ich mit den Themen auch genauso alltäglich um und finde, dass es wichtig ist, all das den Menschen, die noch nicht darüber gestolpert sind, näher zu bringen.

Seit Jahren schon bin ich auf der Suche, nach Büchern, die in Romanform über diese Themen sprechen, habe bis jetzt aber nicht wirklich viel gefunden. Der erste Roman in dieser Art, der mir begegnet ist, sind die Prophezeiungen von Celestine. Sicher über 10 Mal habe ich die Bücher mittlerweile gelesen und liebe sie immer noch. Jedes Mal verändert sie etwas in mir, verändern sie meinen Blick auf die Dinge und aufs Leben. Oft habe ich danach, wenn ich wieder einmal eins der Bücher gelesen habe, einen größeren Schritt in irgendeine Richtung gemacht.

In der Zwischenzeit kam einiges an Romanen dazu. Doch Themen, wie z.b. der Rubikon wird nicht einmal in einem anständigen Sachbuch gut behandelt. Außer natürlich in den Schriften von Rudolf Steiner. Da ich nun selbst sechs Kinder habe, eines, das bereits lange durch den Rubikon gegangen ist, eines, das im Moment mittendrin steckt und eines, das gerade in den Rubikon kommt, ist es mir ein großes Anliegen, dieses Thema in einen Roman zu verpacken, welcher von der ganz breiten Masse gelesen werden kann. Ich möchte damit unbedingt erreichen, dass die Altersgruppe 9 bis 13 Jahren verstanden wird. Das ist so eine Leerlaufzeit, in der man die Kinder einfach mal kurzerhand als „schwierig, trotzig, vorpubertär, schlecht erzogen“ oder sogar als Rotzlöffel von sich weist.

Therapeuten haben sogar spezielle Tabletten dafür, welche das Problem beheben sollen. Meiner Meinung nach, macht das alles nur noch schlimmer. Es ist also Zeit dafür ZU VERSTEHEN…

All die Themen, die mich so bewegen wie der Rubikon, habe ich vor, in verschiedene Romane und Romanreihen zu verpacken und diese zu veröffentlichen. Der Ansatz ist grundsätzlich die Aufklärung. Ich möchte, dass DU verstehst, dass IHR versteht, dass wir VERSTÄNDNIS füreinander haben…

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