Buchcover zu Knochenwald von Christian Witt - Genre: humor, horror

Knochenwald

Details:

Genre:Horror, Humor
Format:Taschenbuch, eBook
Seiten:636
Verlag:Books on Demand
ISBN/ASIN:978-3752851366

Klappentext:

In seinem Privatlabor in Süddeutschland entdeckt der eigensinnige Forscher Professor Arnold Wingert den Zugang zum Knochenwald, einer fremdartigen, düsteren Parallelwelt voller mysteriöser und gefährlicher Kreaturen, für die er eine fatale Obsession entwickelt. Als Berichte über den Tod des Forschers seinem alten Freund und Kollegen Doktor Jonathan How zu Ohren kommen, entschließt dieser sich, das Schicksal von Arnold Wingert auf eigene Faust zu ergründen. Denn die Aufzeichnungen, die sein Freund ihm vor seinem Tod hat zukommen lassen, sind grotesker als alles, mit dem der Biologe je zu tun hatte. Ehe er sich versieht, findet er sich im Mittelpunkt von Ereignissen wieder, die das Antlitz der Erde für immer verändern könnten. Und er ist nicht der einzige...

Inhalt:

Gothic, Schneidmaden und Zitronenbonbons

Wer auf Horror, schwarzen Humor, Rockmusik, schräge Charaktere (wie zum Beispiel Christopher Gera, ein cholerischer, nekrophiler Polizist mit diversen schlechten Angewohnheiten) und ein wenig Gesellschaftskritik steht, sollte mal einen Blick in meinen Debüt-Roman "Knochenwald" werfen. "Knochenwald" ist der erste Teil einer geplanten mehrteiligen Reihe und dabei vor allem ein Horroroman, enthält aber auch Elemente aus (Urban) Fantasy, Politik, Dystopie und allem anderen, was ich als Leser auch gerne lesen würde.

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Buchtrailer

Leseprobe

Aus den Aufzeichnungen von Professor Arnold Wingert, zur Verfügung gestellt von Dr. rer. nat. Jonathan How.

Anmerkungen von Dr. How:

Diese bislang geheimen Aufzeichnungen sind offenbar an eine fiktiven Öffentlichkeit gerichtet, obwohl sie nie zuvor veröffentlicht wurden. Dies mag manchen Leser befremden und mag von Kritikern des Professors als Zeichen für dessen angegriffene Psyche gewertet werden. Diese sollten aber in Rechnung stellen, in welchem Maße die späteren Ereignisse seine Thesen stützen. Sogar weitaus mehr als es uns allen lieb sein kann. Ich persönlich halte seinen exzentrischen Stil deshalb vielmehr für eine Form der harmlosen, kreativen Extravaganz, zu der ein Mann mit derartigem Forscherdrang und solch beachtlichem Mut nun wirklich jedes Recht besitzt.

Die Natur ist etwas Wunderschönes, nicht wahr? Und nirgendwo spürt man sie ursprünglicher und in angenehmerer Gestalt als in Wäldern. Das vielfältige, wimmelnde Leben, die würzigen, lebendigen Gerüche und das Rascheln der Zweige und Blätter im Wind scheinen uns Menschen wieder mit einer Quelle zu verbinden, von der wir uns im Alltag schon lange entfernt haben.
Der Wald – so scheint es – hat eine reine und wunderschöne Seele. Er ist wie geschaffen dazu, uns verlorene Kraft zurückzugeben und unsere Fantasie zu beflügeln. Aber wie alle Dinge auf dieser Welt, wie alle Dinge im Universum, hat der Wald auch eine tiefere, dunklere Dimension. Verborgen in den Abgründen seines Unterbewusstseins, wie das Freudsche ES.
Es ist der Kern, um den sich all die vordergründige Schönheit gesammelt hat, wie bunte Zuckerwatte um einen verfaulten, hässlichen Knochen. Denn, auch wenn die Schönheit alles überstrahlt und süße Aromen die Verwesungsgerüche überdecken, ist der Kern noch immer da. Genauso präsent und unverändert wie am Anfang der Zeiten.
Und man kann ihn entdecken. Es braucht nur einen falschen Schritt zur falschen Zeit. Nur ein Blinzeln, wenn die Augen in die richtige Richtung gerichtet sind und schon seid ihr an dem Ort, an dem alle ursprüngliche Schönheit hinweggefegt wurde. An dem jegliche romantische Kosmetik zerfließt im gnadenlosen Schein einer pechschwarzen Sonne. Eingeweihte nennen diesen Ort den Knochenwald und doch wird dieser Name seiner wirklichen Gestalt nicht vollkommen gerecht.
Die Wahnsinnigen und Leichtsinnigen, die bewusst nach Wegen zu diesem Ort suchen … Nun, sie können ihn finden. Sie brauchen nur auf Unstimmigkeiten in der natürlichen Ordnung zu achten. Seltsame Gesteinsformationen, grotesk verformte Äste, Pfade, die in tiefer Nacht in einem fahlen Licht leuchten, Insekten mit zwei, drei oder mehr Köpfen oder Glühwürmchen, die sich in großer Zahl in eine bestimmte Richtung bewegen.
Wenn ihr diesen Zeichen folgt oder ohne Absicht an diesen Ort geratet, werdet ihr zunächst seinen besonderen Geruch bemerken. Es riecht dort durchdringend nach Blut und Verwesung, aber auch nach verbranntem Horn und versengten Knochen. Deine Ohren werden das hohle Klacken und Rasseln von Knochen hören, die vom Wind aneinander geschlagen werden.
Jeder Schritt, den ihr im Knochenwald tut, wird von einem lauten Knirschen begleitet, wenn ihr die vielen Schädel, Gebeine und Knochenkügelchen mit dem Gewicht eurer Schritte niederdrückt. Niemand kann sich also im Knochenwald lautlos bewegen. Oder genauer gesagt: Zumindest kein Mensch.
Ihr werdet mich vielleicht fragen wollen, woher all die Knochen stammen, die unter euren Füßen ihr trauriges Lied vom Verfall singen. Zum Teil sind es längst gestorbene Kreaturen. Waldtiere wie Eichhörnchen, Igel, Vögel und dergleichen, von denen nur noch zerbrechliche Knochen und leere Augenhöhlen übrig sind. Aber auch Menschen, die einst im Wald ermordet wurden oder selbst ihren Tod herbeiführten, finden hier ihre letzte, unheilvolle Ruhestätte. Und natürlich jene, die den Knochenwald aus eigenem Antrieb aufsuchten und nie wieder den Weg aus seinen dämmrigen, düsteren Fängen hinausfanden. Der Boden selbst erzählt ein Epos der Trauer und der Gewalt. Denn wer hier liegt, starb keines natürlichen Todes und wurde noch dazu längst von der Welt vergessen. Manche nach ihrem Tod, viele auch bereits zu Lebzeiten.
Von Zeit zu Zeit wird euer Blick auch auf Skelette von eigenartigen Wesen fallen. Wesen, wie ihr sie noch nie zuvor gesehen habt. Nicht mal in euren Träumen. Oder euren Albträumen. Manche davon sind viel zu groß, um sich zum Bodenbelag zu gesellen. Diese hängen an den riesigen kahlen Bäumen, die selbst aus Knochen gefertigt sind. Missgestaltete, aber Ehrfurcht gebietende Kolosse einer Zeit, als die Erde noch jung war. Stumm und gewaltig schaukeln und baumeln sie an unsichtbaren Schnüren im ewig wehenden, kalten Wind.
Und nicht alle von ihnen sind zu Gerippen geworden. An so manchen von ihnen klebt noch trockene Haut und ab und an sogar faulige Fleischstücke, die nach und nach zu Boden tropfen und die unter anderem für den besonderen Duft des Knochenwaldes verantwortlich sind. Diese abstoßenden Fleischreste bilden – neben Besuchern wie euch – die Nahrungsgrundlage für die einzigen echten Lebensformen in dieser dunklen Welt: die Schneidmaden.
Diese Madenart kommt allein im Knochenwald vor. Die größten Exemplare werden ungefähr so groß wie ein mittelgroßer Hund. Ihre weißlichen Madenkörper verströmen ein unangenehm riechendes Gas, das bei vielen ihrer Opfer für Schwindel und Benommenheit und oft auch für grippeähnliche Symptome sorgt, was ganz sicher dazu dient, die Flucht ihrer Beute zu erschweren. Auch, wenn sie keine Beine haben, sind Schneidmaden unglaublich schnell und selbst ein gesunder und nicht von ihren Gasen betäubter Mensch kann Schwierigkeiten haben, vor ihnen davonzulaufen, wenn sie erst einmal so richtig Fahrt aufgenommen haben. Solltet ihr allerdings ihr Miasma eingeatmet haben, so könnt ihr euch eigentlich auch gleich zum Sterben auf den Boden legen und euch die sinnlose Flucht ersparen. Die Schmerzen hingegen ... die könnt ihr euch nicht ersparen. Denn Schneidmaden genießen ihre Mahlzeiten sehr und auch wenn sie notfalls mit Genuss Aas und stark verwestes Fleisch verzehren, so geht für sie doch nichts über das warme und zuckende Fleisch eines Menschen.
Mit ihren scharfen, klingenartigen Zähnen können sie euer Fleisch mit Leichtigkeit aus euren Körpern lösen und ihre ätzenden Verdauungssäfte verwandeln herausgelöste Fleischstücke, Gliedmaßen oder Organe in Sekunden in einen weichen, schmackhaften Brei.
Vor den großen Exemplaren müsst ihr dabei nicht einmal die meiste Angst haben. Schlimmer sind die kleinen und mittleren Schneidmaden, die in Horden auftreten und vor denen euch nicht einmal das dichteste Unterholz Schutz bietet.
Denn der Boden des Knochenwaldes, dieses riesige Reich aus Horn, Knochensplittern und wie Blätter umher wehenden Hautresten, ist ihr Königreich. Hier herrschen die Maden unangefochten. Lediglich im hohen Geäst der knöchernen, kahlen Bäume seid ihr vor ihnen sicher. Dort, wo der kalte Wind noch schärfer weht, das Rasseln der Knochen ohrenbetäubend laut ist und ihr euer Lager mit den stark verwesten Überresten seltsamer Kreaturen und ab und an auch verstorbener Menschen teilt. Hier solltet ihr sicher sein. Wobei der Anblick der fremdartigen, verrotteten Gesichter und der seltsam geformten Schädel in der Nacht schon so manchen in den Wahnsinn getrieben hat. Wie auch sonst sollten sie auf diese Geschichten gekommen sein? Geschichten, nach denen urplötzlich Leben in die verdammten Kadaver gekommen sei und sie des Nachts vom roten Glühen toter Augen oder einer knochigen Klaue am Hals erwacht seien.
Aber selbst wenn dies nur Wahnfantasien sein sollten, so ist es sicher keine gute Idee, für immer auf einem dieser Bäume auszuharren. Immerhin müsst ihr essen und trinken und eure „Gefährten“ bieten zwar eine magere Nahrungsquelle, wenn man den Ekel erst einmal überwunden hat, aber auf Dauer werden sie euch nicht sättigen.
Euch bleiben also nur zwei Möglichkeiten ...
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Der Autor

Christian Witt, geboren 1982, lebt in Herne und schreibt unter dem Pseudonym "AngstkreisCreepypasta" seit Ende 2016 regelmäßig Horrorkurzgeschichten und Creepypasta. Die Geschichten handeln von vergessenen Orten, rätselhaften Kreaturen, menschlichen Abgründen, philosophischen Fragen und Theorien und enthalten gern mal eine gehörige Portion Wahnsinn oder auch etwas (schwarzen) Humor. "Knochenwald" ist sein erster veröffentlichter Roman.

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