RASENSCHIRI - Schiedsrichter aus Leidenschaft von Gerd Lamatsch | Indie-Autoren Bücher
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RASENSCHIRI - Schieds­richter aus Leiden­schaft von Gerd Lamatsch

RASENSCHIRI - Schieds­richter aus Leiden­schaft

Details:

Genre: Biografien, Sachbücher
Format: Taschenbuch
Seiten: 190
Distributor: Epubli
ISBN/ASIN: 978-3754103548
Bewertungen: 2 BewertungenSchreibe etwas über das Buch

Klappentext:

Gerd Lamatsch (Jahrgang 1959) lebt mit seiner Familie in Nürnberg. Schon im Alter von 16 Jahren machte er auf Anraten seines damaligen B-Jugendtrainers den Schiedsrichterneulingslehrgang (Fußball), da er sich als Spielführer immer wieder über Entscheidungen aufregte. Mittlerweile hat der verheiratete Familienvater (mit einer fußballbegeisterten Tochter) in 45 Jahren über 1.850 Spiele geleitet, assistiert oder beobachtet bzw. gecoacht. Dabei hatte er in den 90er-Jahren auch Berührung zum bezahlten Fußball bis in die 2. Bundesliga. Im Jahr 2012 veröffentlichte er bereits sein erstes Buch „Schiedsrichter aus Leidenschaft“. Dieses Buch ist nun eine überarbeitete und erweiterte Neuauflage. Lamatsch schildert in seinem Werk zahlreiche authentische Erlebnisse und Anekdoten, die er als langjähriger Unparteiischer in ganz Deutschland erlebt hat. Er führt den Leser hinter die Kulissen und zeigt auf, warum das Hobby des Schiedsrichters ein ganzes Leben lang spannend sein kann. Er wendet sich mit seinen Erkenntnissen und Erfahrungen an alle, die mehr über die abwechslungsreiche Tätigkeit eines Unparteiischen erfahren wollen. Gerade jungen Menschen soll es ein Leitfaden sein, um sie für dieses Amt zu begeistern und zu motivieren. Schließlich erhält man sehr viele Hintergrundinformationen darüber, wie stark sich das Schiedsrichterwesen in den letzten Jahrzehnten in Deutschland verändert und weiterentwickelt hat. Eine spannende Lektüre für alle, die sich tiefer für die Welt der Schiedsrichter interessieren. Summa summarum eine Hommage an dieses Ehrenamt!

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Inhalt:

WARUM ES SICH IM LEBEN LOHNT SCHIEDSRICHTER ZU SEIN!

Lamatsch schildert in seinem Werk zahlreiche authentische Erlebnisse und Anekdoten, die er als langjähriger Unparteiischer in ganz Deutschland erlebt hat. Er führt den Leser hinter die Kulissen und zeigt auf, warum das Hobby des Schiedsrichters ein ganzes Leben lang spannend und in der Persönlichkeitsentwicklung fördernd sein kann. Schließlich erhält man sehr viele Hintergrundinformationen darüber, wie stark sich das Schiedsrichterwesen in Deutschland in den letzten Jahrzehnten in Deutschland verändert und weiterentwickelt hat. Eine spannende Lektüre für alle, die sich tiefer für die Welt des Schiedsrichter interessieren.

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Leseprobe

Warum ich Schiri wurde

In meiner Familie gab es niemand, der sich in irgendeiner Form für Sport wirklich interessiert hätte. Erst recht nicht für Fußball. Ein wenig Tischtennis mit meinen Kumpels und ein kurzer Versuch mit Judo - das war schon alles!
Eines Tages fuhr ich als zehnjähriger mit meinem Fahrrad bei uns in der Gegend herum und kam mehr oder weniger zufällig bei dem in unserem Viertel ansässigen Sportverein Turnerbund Johannis 1888 vorbei. Die Fußball-C-Jugend hatte gerade Training und ich schaute ein wenig zu. Es begeisterte mich, die gleichaltrigen Jungs beim Trainieren und Spielen zu beobachten. Ziemlich schnell kam in mir der Wunsch auf, hier auch mal aktiv mitzumachen und diesen Sport auszuprobieren. Der damalige Trainer Herr Loos sah mich rumstehen und sprach mich prompt an, ob ich nicht mal zu einem Probetraining kommen möchte. Ich war sofort Feuer und Flamme und radelte wie besessen nach Hause. Dort angekommen eröffnete ich meinen Eltern meinen Wunschgedanken. Sie hatten glücklicherweise nichts dagegen.
Das erste Training war ein voller Erfolg. Ab sofort hatte die Begeisterung für den Fußballsport in meinem Leben Einzug gehalten. Ich war - außer dass ich körperlich auf Grund einer verzögerten Entwicklung grundsätzlich benachteiligt war - ein ganz guter und vor allem motivierter Spieler, der sich schnell durchsetzte. In der C-Jugend spielte ich regelmäßig in der ersten Mannschaft auf verschiedensten Positionen. In der B-Jugend etablierte ich mich dann als variabler Mittelfeldspieler und wurde auch unter dem neuen Trainer Herbert Dröse zum Spielführer ernannt. Damit erhöhte sich mein Verantwortungsbereich auch auf Themen außerhalb des Spielfelds, was mir viel Spaß machte. An meiner körperlichen Unterlegenheit hatte sich immer noch nichts geändert - ich war im Schnitt einen Kopf kleiner als alle anderen - dennoch konnte ich mich auf dem Spielfeld gut behaupten!
Zum damaligen Zeitpunkt war es oft so, dass Spiele leider nicht mit ausgebildeten und offiziellen Verbandsschiedsrichtern besetzt wurden und häufig die nicht neutralen und mit Halbwissen agierenden Funktionäre bzw. Betreuer diese Spiele leiten mussten. Schon damals wusste ich zumindest von einer Person aus dem eigenen Verein, dass diese bei der Leitung eines Spiels gerne die rosarote Brille aufsetzte und sich von außen manipulieren ließ. Wenn man sich also z.B. theatralisch im Strafraum fallen ließ, war die Wahrscheinlichkeit hoch, einen unberechtigten Elfmeter zu bekommen. Darüber hinaus gab es auch immer wieder offizielle Schiedsrichter, die aus meiner Sicht nicht optimal pfiffen. Als Spielführer versuchte ich natürlich, auf diese einzuwirken. Als ich mal wieder sehr aufgebracht über eine Schirileistung war und mich darüber beim Trainer beschwerte, sagte Herbert Dröse damals zu mir: “Mach doch erst mal selbst den Schiedsrichterkurs, leite ein paar Spiele, und dann unterhalten wir uns noch mal darüber…!” Er gab mir dadurch zu verstehen, dass die Aufgabe wohl nicht so einfach ist, wie man allgemein annimmt. Da ich Schüler war, Zeit hatte und mich das Thema interessierte, meldete ich mich in Nürnberg beim damaligen Obmann Alfred Neufeld zu einem Neulingskurs an.
Nach ca. sechs Regelabenden sowie einer schriftlichen Prüfung war alles schnell überstanden und ich musste jetzt nur noch den Praxisteil bestehen. Ich war zum damaligen Zeitpunkt mit gerade mal 16 Jahren einer der jüngsten Schiedsrichter in Bayern. Wenn man bedenkt, dass mein Kollege Joshua Roloff mit 16 Jahren erste Herren Landesliga erfolgreich pfiff und die Prüfung bereits mit zehn Jahren abgelegt hatte, sieht man den enormen Unterschied zu früher. Nun hatte ich endlich Ahnung von den Regeln - das wurde mir jetzt in den aktiven Spielen erst richtig bewusst - meine Kritik an den Spielleitern wurde schon weniger. Ich hatte allein dadurch mehr Respekt, ohne auch nur selbst ein einziges Spiel geleitet zu haben. Eine interessante Erfahrung.
Am 18. September 1976 war es dann soweit. Ich erhielt - damals noch per Postkarte - die Einteilung zu meinem ersten Einsatz. Es war das C-Jugendspiel SV Maiach gegen DJK Langwasser und gleich ein Pflichtspiel aus der Punkterunde. Da ich mitten in der Saison anfing, konnte ich nicht zuerst in sog. Freundschaftsspielen - bei denen es prinzipiell um nichts ging - getestet werden. Natürlich war ich sehr aufgeregt. Glücklicherweise wurde ich beim ersten Einsatz von dem bereits erfahrenen Kollegen Reinhard Brückner gut betreut. Insgesamt lief im ersten Spiel weitgehend alles gut bis sehr gut, nur bei Kleinigkeiten konnte mir Reinhard wertvolle Tipps geben.
Ich war froh, glücklich und hatte gleich bei diesem Einsatz den Virus der Schiedsrichterei tief in mich aufgenommen. Dabei ist es gar nicht einfach zu erklären, warum einem dieser Job so Spaß machen kann. Ich versuche dies später in einem eigenen Kapitel zusammenzufassen und möchte es an dieser Stelle bei der Feststellung belassen: Ich war ab sofort ein begeisterter Schiedsrichterkollege und Regelexperte für meinen ganzen Verein.
In der folgenden Zeit war ich zeitgleich parallel über ca. 4 Jahre hinweg Spieler und Schiedsrichter - es war eine extrem lehrreiche Zeit. Als Spielführer in der B-Jugend nahm ich die Leistung von Kollegen differenzierter wahr und tatsächlich hatte Herbert Dröse recht behalten. Er war somit letztlich der ursächliche Auslöser, dass ich Schiedsrichter wurde - an der Stelle einen herzlichen Dank dafür. Weder er noch ich ahnten damals, was dieser Schritt letztlich an Auswirkungen und Erfahrungen in meinem Leben bringen würde.
Ein Hinweis noch zum Vergleich mit heute: Während damals Schiedsrichter oft erst nach ihrer Fußballerkarriere die Seiten wechselten und viel älter waren, kann heute jeder spätestens ab 14 Jahren die Schiriprüfung ablegen. Aus meiner Sicht sollten die Vereine darauf achten, gerade im Jugendbereich hier aktiv für diese Chance zu werben. Alleine das Verständnis für die Regeltechnik ist es wert, daran teilzunehmen. Auch diesem Thema der Gewinnung neuer geeigneter Kollegen habe ich später ein eigenes Kapitel gewidmet. Dabei geht es um Anregungen und Hinweise für Vereine, für geeigneten Schiedsrichternachwuchs zu sorgen. Ohne genügend ausgebildete Spielleiter kein optimaler Spielbetrieb - das wird immer so sein und sich in erster Linie in den Jugendklassen und den unteren Ligen auswirken. Jeder Verein sollte also ein Eigeninteresse an dieser Thematik haben - leider schaut die Realität oft anders aus.

Der Autor

Gerd Lamatsch aus Nürnberg entdeckte nach dem Studium der Physik seine Ader für den Vetrieb und ist seit über 30 Jahren erfolgreich im Außendienst tätig. Schon als Schüler wurde er auf das Amt des Schiedsrichters aufmerksam und legte im Alter von 16 die amtliche Prüfung beim Bayerischen Fußballverband (BFV) ab. Mittlerweile ist er seit über 45 Jahren auf den Fußballplätzen in ganz Deutschland unterwegs und hat über 1.850 Spiele aktiv begleitet. In den 90er Jahren schaffte er den Aufstieg bis in den bezahlten Fußball und leitete im Landesverband Bayern 15 Jahre lang Spiele der obersten Amateurklasse. Er war als Beobachter und Coach 10 Jahre bei BFV/DFB im Spitzenbereich im Einsatz. Heute leitet er immer noch Spiele in der Kreisklasse und beobachtet die Fußballszene mit Argusaugen. Mit seinem anderen Buch „Kellerschiri – Der Weg zum Videobeweis“ veröffentlichte er das einzige Fachbuch/Sachbuch in Deutschland zum umstrittenen Videobeweis im Profifußball.

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Meinungen zum Buch

  1. Wow. Das klingt nach einem wirklich spannenden Buch! Denn wer hat denn schon so lange Erfahrungen als Schiedsrichter? Wir „kennen“ alle Schiedsrichter aus dem Fernsehen von großen Spielen. Aber was wirklich dahinter steckt, erfährt man in diesem schönen Buch!

  2. Der Text-Inhalt dieses Rasen-Schiri-Buchs erinnert mich total an meine eigene, tolle aktive Schiedsrichterzeit von 1981-2009 im Amateurfußball (bis zur LL bzw. SRA in der OL)! Vor allem seine „Erlebnisse mit Spielern“ kommen mir alle so bekannt vor, als hätte ich nicht im FVN sondern ebenfalls im BFV gepfiffen. Seine „Pro und Contra SR-Sport“ kann ich voll und ganz unterstützen und bestätigen. Auch mir hat die Schiedsrichterei bei der Persönlichkeitsentwicklung geholfen. Nur durch sein SR-Hobby hat er viele prominente Menschen getroffen bzw. kennengelernt. Man spürt beim Lesen, dass Gerd Lamatsch ein Schiedsrichter aus Leidenschaft ist. Der Text ist so natürlich und authentisch und es macht Spaß ihn zu lesen.
    Dieter Kauertz (seit 2009 bis heute SR-Beobachter in der LL + OL)

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