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Im Visier des Wahnsinns von André Hornmeyr

Im Visier des Wahnsinns

Details:

Genre:Thriller
Format:Taschenbuch, eBook
Seiten:218
Distributor:Amazon KDP
ISBN/ASIN:979-8692193902

Klappentext:

Vor einem Jahr gelang Isabelle die Flucht aus den Fängen ihres Peinigers Sven.

Mittlerweile ist sie von Hannover nach Oranienburg gezogen, um ein neues Leben zu beginnen. Neue Wohnung, neuer Job, nette Kollegen. Alles scheint perfekt zu laufen. Wenn nur ihre Panikattacken nicht wären!

Als sie aufgrund ihrer Attacken von ihrer Chefin nach Hause geschickt wird, entdeckt sie Sven vor dem Schloss Oranienburg. Was will er? Wie hat er sie gefunden?

Isabelle vertraut sich ihrer Mutter Margot und ihrer besten Freundin Karina an, die ihr zunächst keinen Glauben schenken. Schließlich wäre er in der Psychiatrie.

Aber Isabelle ahnt, dass ein erneuter Kampf auf Leben und Tod bereits begonnen hat …

Inhalt:

Isabelle ist durch die Hölle gegangen. Seitdem fällt es ihr schwer, sich auf Gefühle jeglicher Art einzulassen. Sie fühlt sich von den Menschen, die ihr am Herzen liegen, im Stich gelassen. Als sie Sven vor dem Schloss Oranienburg wieder sieht, erschreckt sie so sehr, dass sie nur noch nach Hause rennt. Ihre Mutter, die sie anruft und ihr von dem Vorkommnis erklärt, glaubt ihr zunächst nicht, woraufhin Isabelle eine immense Wut in sich spürt.

Sven ist ein junger Mann, der in seiner eigenen Welt lebt. Er ist der Meinung, dass jede Frau, die er liebt, auch ihn liebt und einer Heirat nichts mehr im Wege steht. Er mag keine Widerworte und bestraft jeden, der ihm auf die Schliche kommt, mit dem Tod.

Der Thriller ist in Oranienburg angesiedelt. Eine Kleinstadt vor den Toren Berlins. Die Geschichte spielt in in unserer heutigen Zeit und gibt Einblicke in die Psyche eines Opfers, welches eine Gewalttat erlebt und überlebt hat und in den Täter, der nur noch eines will. Rache!

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Leseprobe

Prolog

Isabelle schlug langsam die Augen auf. Schwerfällig drehte sie den Kopf zur Seite. Erschrocken stellte sie fest, dass sie mit Seilen an ein Bett gefesselt war. Sie wollte schreien, brachte aber keinen Laut heraus. Ihre Atmung beschleunigte sich. Ihr Herz pochte. Sie ließ ihren Blick durch den Raum schweifen. Das fahle Licht, das von der Lampe an der Decke fiel, gab nicht viel preis. An der Wand sah sie ein Regal, auf dem eine Menge Gläser standen. Sie kniff die Augen zusammen, um den trüben Schleier zu lüften. Langsam gewöhnte sie sich an die fade Beleuchtung. In den Einweckgläsern erkannte sie ... oh nein, bitte nicht. In den Behältern befanden sich abgetrennte Körperteile. Lieber Gott, wo bin ich hier hingeraten? Neben ihrem Bett stand ein Tisch. Auf dem lagen diverse Instrumente, die sie aus einem Operationssaal kannte. Sie sah sich weiter um. Ein Duft von feuchter Erde stieg ihr in die Nase. In ihrem Kopf schwirrten die Gedanken durcheinander. Hatte sie jemand betäubt und hier hin verschleppt? Warum? Ihre Eltern waren weder reich noch berühmt. Sie kniff ihre Augen zusammen. An den Steinwänden erkannte sie Moos. Oh Gott, bin ich auf einem Friedhof? In einer Gruft? Sie ruckelte an dem Gestell, um sich zu befreien. Die strammgebundenen Seile gaben nicht nach. Ist sie Organhändlern in die Fänge geraten? Man liest ja immer davon, dass Organe entnommen und auf dem Schwarzmarkt verkauft werden. Ihr Magen verkrampfte sich. Sie vertiefte die Atmung und schloss die Augen. Der Krampf löste sich. Sie hörte Schritte, die auf sie zukamen. Sie drehte den Kopf zur Tür. Ein Schlüssel wurde in das Türschloss gesteckt. Quietschend öffnete sich die schwere Holztür. In dem fahlen Lichtschein erkannte sie eine Gestalt, die langsam näher kam. Sie riss ihre Augen weit auf. War ER das? Eine Pentagrammkette hing um seinen Hals und an dessen rechten Ringfinger prangte ein Totenkopfring. Ihr Herz klopfte in ihrer Brust. Dann stand er direkt an ihrem Bett. Sie versuchte, ihm ins Gesicht zu sehen. Unter der Kapuze, die sich bis zur Mundpartie erstreckte, kamen lange, schwarze Haare zum Vorschein. Sie erschrak. Er ist es! Voller Entsetzen riss sie ihre Augen weit auf. Nein, bitte nicht. Er hat sie in der Bar gestern Abend angesprochen; sie hat ihn gleich abblitzen lassen. Ist es denkbar, dass er ihr irgendetwas ins Getränk hineingetan hat, als sie kurz auf Toilette war? Ihre Arbeitskollegin bot ihr an, darauf aufzupassen. Als sie zurückkam, war ihre Kollegin jedoch in einem Gespräch mit einem jungen, sportlich aussehenden Mann vertieft. Er beugte sich über sie. Er hielt sich ein Zeigefinger vor den Mund. Sie begriff und nickte. Mit einem Ruck riss er ihr das Klebeband herunter. Es brannte höllisch.
„Was willst du?“, flüsterte sie.
Er nahm die Kapuze ab. Ohne ein Wort zu sagen, strich er langsam über ihren Oberkörper. Sie fing an zu zittern. Ekel stieg in ihr hoch.
„Warum?“, fragte sie mit leiser Stimme.
„Weil du mir gehörst, mein Schatz. Ich liebe dich“, antwortete er.
Wut stieg in ihr hoch. Wenn sie nicht gefesselt wäre, hätte sie ihm eine geknallt.
„Und du liebst mich ebenso.“
Sie schwieg und starrte ihn an.
„Du liebst mich ebenso. Das fühle ich.“ Er wurde immer wütender.
Sie antwortete nicht. Er konnte einen Menschen nicht zur Liebe zwingen. Das sind Gefühle, die sich erst mit der Zeit entwickeln.
„Und du liebst mich!“ Er schrie sie an.
Sie schüttelte den Kopf. „Nein, nein, nein. Ich liebe dich nicht, Sven.“
„Oh schön, du erinnerst dich an meinen Namen.“ Er lachte.
Er zog sich langsam aus. Sie kniff ihre Augen zusammen.
„Nein, bitte nicht“, flehte sie. Sie wollte schreien, der Schrei blieb in ihrer Kehle stecken. Tränen rannen ihr übers Gesicht. Sven legte sich auf sie.
„Küss mich“, forderte er sie auf und näherte sich ihren Lippen. Sie wich mit dem Kopf zur Seite und kniff sie fest zusammen.
„Küss mich!“, schrie er sie an.
Sie schüttelte den Kopf.
„Niemals“, zischte sie.
Er hob seine Hand und schlug ihr mitten ins Gesicht. Aus ihrer Nase floss Blut. Er stöhnte. Sie schrie auf vor Schmerzen.
„Bitte tu das nicht“, flehte sie ihn an.
Er grinste diabolisch. „Nein, Schatz. Das machen Verliebte so.“
„Ich bin nicht in dich verliebt, du Arsch!“, brüllte sie ihn an.
„Du liebst mich. Ich spüre es tief in meinem Inneren.“ Seine braunen Augen glänzten. Sein fauliger Atem stieß ihr ins Gesicht. Sie wünschte, sie wäre tot. Warum bringt er sie nicht um? Dann hätte sie es hinter sich. Sie legte ihren Kopf zur Seite und starrte an die Wand. Ihr Mund füllte sich mit Gallenflüssigkeit. Sie schluckte sie schwer herunter. Sie war nicht in der Lage sich zu wehren. Am liebsten hätte sie ihr Knie hochgezogen und in seine Kronjuwelen getreten. Wie eine Statue, die ein Bildhauer in Stein gemeißelt hat, lag sie da. Sie wünschte sich, sich auf die andere Seite zu schlafen. Wenn es einen Gott gibt, warum hilft er ihr nicht? Sie wäre frei. Frei von Sven. Frei von dem Martyrium. Ihr Peiniger stöhnte in ihr Ohr. Sie kniff die Augen zusammen. Er knabberte zärtlich an ihrem Ohrläppchen.
„Ich liebe dich ... ich liebe dich ...“, seufzte er. „Sag, dass du genauso empfindest.“ Er drehte mit einem festem Handgriff ihren Kopf zu sich. Sie sah ihn an. Voller Wut spuckte sie ihm ins Gesicht. Der Hass in ihr stieg weiter an. Er hob seine Hand und schlug sie härter und fester.
„Du Schlampe!“, brüllte er.
„Ich werde dich niemals lieben“, zischte sie.
Der Schmerz schien ihr Unterleib zu zerfetzen, während er sich an ihr verging. Tränen schossen ihr in die Augen und rollten über ihre Wangen. Sie fing an, bitterlich zu weinen. Wann hört das auf? Wann hat das ein Ende? Sie sehnte den Tod herbei. Soll er sie umbringen! Jetzt! Auf der Stelle! Sein Atem stieß heftiger an ihr Ohr.
„Schau mich an“, forderte er sie auf.
Sie drehte den Kopf zu ihm. Ehe sie sich versah, drückte er seine Lippen auf ihre. Sie bemühte sich, ihren Kopf wegzudrehen. Er hielt ihn fest in seinen Händen. Mit aller Gewalt versuchte er, seine Zunge in ihren Mund zu stecken. Sie biss ihre Zähne energisch zusammen. Er schaute sie eindringlich an. Er verdrehte die Augen und stöhnte lautstark. Das war es. Sie hatte es hinter sich. Er legte sich neben sie.
„Ich liebe dich mein Schatz.“ Er küsste sie sanft auf ihre Wange.
Sie schaute zur Wand. Auf keinen Fall wollte sie ihn angucken. Sie würde ihm mit einem dicken Strahl ins Gesicht kotzen. Er hätte es verdient.
Sven legte seinen Kopf auf ihre Schulter. Mit einer Hand streichelte er über ihren Bauch. „Ach Schatz“, seufzte er, „ich werde dich für immer lieben. Meinst du, es wird ein Mädchen?“ Er schaute sie fragend an.
„Bitte was?“ Sie traute ihren Ohren nicht.
„Na ja. Du bist schwanger. Wir ziehen es gemeinsam groß. Glaub mir, ich werde ein hingebungsvoller Vater sein.“
„Du und hingebungsvoll? Das ich nicht lache.“ Bislang weigerte sich Isabelle, ihm in die Augen zu schauen. „Außerdem“, fuhr sie mit zittriger Stimme fort, „aufgrund meiner Krankheit ist es mir nicht möglich, schwanger zu werden.“
Sven sah sie fragend an. „Was für eine Krankheit mein Schatz?“
Isabelle drehte ihren Kopf zu ihm. Sie schaute in seine braunen Augen. „Ich hatte Gebärmutterkrebs und bin seitdem unfruchtbar.“ Ihr Blick wich zur Decke. Sie schluchzte. All die Kinder, die sie nicht im Arm halten konnte. Ihr Herz wurde schwer.
Sven küsste ihre Tränen zärtlich weg. „Ach mein Schatz. Das tut mir leid. Weißt du was? Wir adoptieren welche. Oder engagieren eine Leihmutter.“
„Du tickst doch nicht ganz sauber!“
„Wage es nicht, so mit mir zu sprechen.“ Seine Laune schlug schlagartig um. Er stieg aus dem Bett und zog sich wieder an.
„Meine Hände werden taub.“ Isabelle zerrte an den Fesseln und versuchte sie zu lockern.
„Kribbelt es schon?“ Sven nahm ihre linke Hand in seine. „Oh ja, deine Finger sind ja ganz kalt. Armer Schatz. Ich könnte dich befreien, wenn du ...“. Er brach ab.
„Wenn ich was?“, fragte Isabelle. Er wird mit Sicherheit sagen, dass ich ihn heiraten soll. Das kann er sich abschminken.
„Lass uns sofort den Bund für´s Leben schließen. Ich werde ein treusorgender Ehemann für dich sein. Ich verspreche dir, immer für meine Familie zu sorgen. Was hältst du von fünf Kindern?“ Seine Stimme überschlug sich.
Isabelle schwieg und drehte ihren Kopf zur Seite.
„Schatz, ich habe eine Überraschung für dich“, hauchte er ihr ins Ohr. Sein Atem ließ ihr eine Gänsehaut über den Rücken fahren. Sie spuckte ihm ins Gesicht. Ihr Speichel tropfte ihm von der Stirn. Ihre Wange brannte, als er sie mit der Hand voller Wucht traf.

Der Autor

André Hornmeyr wurde 1975 als jüngstes von drei Kindern eines Sozialversicherungsangestellten und einer Bäckereiverkäuferin in der Nähe von Hannover geboren.

Schon als Kind hatte er eine blühende Fantasie und hat sich gerne eigene Welten erschaffen.

Er absolvierte eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel und arbeitete 13 Jahre als Fleischereiverkäufer.

Zum Schreiben kam er während eines Burn-Out. In dieser Zeit schrieb er einen Fantasy-Roman, der nie veröffentlicht wurde. Durch einen Unglücksfall wurde sein Laptop mitsamt der Festplatte zerstört.

Mit seinem Debütroman „Im Visier des Wahnsinns“ erfüllt er sich als Selfpublisher einen langgehegten Traum und wagt den Schritt in den Buchmarkt.
Seit 2015 lebt er in Oranienburg.

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