Die Fremde in ihr von Bettina Münster

Die Fremde in ihr

Details:

Genre:Thriller
Format:Taschenbuch, eBook
Seiten:464
Distributor:Twentysix
ISBN/ASIN:978-3740752408

Klappentext:

Laura Sands versucht nach ihrer Scheidung, ihr Leben in geordnete Bahnen zu lenken und ihren Beruf als Immobilienmaklerin erfolgreich auszuüben. Ihr äußerst charmanter neuer Kunde Matthew Maiden wirbelt ihr Inneres jedoch schnell wieder durcheinander. Gleichzeitig fängt ihr Exmann Bobby nach Jahren häuslicher Gewalt erneut an, sie massiv zu bedrohen.

Nachdem Matthew und sie sich nähergekommen sind und sich innig geküsst haben, hat Laura plötzlich immer öfter seltsame Träume, in denen sie in die Haut einer anderen Frau zu schlüpfen scheint.

Und was hat es mit den antiken Tagebüchern ihrer Großtante auf sich, die ihr durch Zufall in die Hände gefallen sind? Wer war die Frau, die dort die unfassbaren Qualen ihrer ehelichen Hölle niedergeschrieben hat?

Die Ereignisse überschlagen sich und schon bald fürchtet Laura um ihr Leben und das ihrer Freunde. Und sieht sich schließlich mit einer furchtbaren Wahrheit konfrontiert …

Inhalt:

Mit Begeisterung hat die Leserschaft auf die Veröffentlichung des Thrillers „Die Fremde in ihr“ reagiert, dem aktuellen Geniestreich der Autorin Bettina Münster!

Auch mit diesem Werk ist es ihr wieder gelungen, die Leser von der ersten Seite an mitzureißen und sie der Realität vollkommen zu entziehen.
Hinter dem Titel verbirgt sich ein Thriller, der es in sich hat:

In der Gegenwart und im 18. Jahrhundert kämpfen zwei starke Frauen parallel für ihr Recht und werden dabei mehr als einmal den Grausamkeiten ihrer Mitmenschen ausgesetzt.

Was die beiden Frauen verbindet, findet ihr am besten selbst heraus!

Der packende Mysterythriller ist überall als Ebook und Taschenbuch erhältlich!

Leseprobe

Prolog

Er wusste es. Er hatte es schon lange gewusst, seit vielen Jahren. Und dann hatte er sie gesehen, sie sofort wiedererkannt.
Es waren die Augen. Unverwechselbar. Tiefe Seen voller Unschuld.
Wie ahnungslos sie doch war.
Auch jetzt, als sie vor dem Schaufenster eines Schmuckgeschäfts stand und gedankenverloren die Auslage betrachtete, nicht ahnend, wie nahe er ihr war.
Aber dieses Mal würde es anders sein ... Dieses Mal würde ER gewinnen, und sie würde für das bezahlen müssen, was sie ihm angetan hatte.
Abgrundtiefer Hass schoss durch seinen Körper. Er genoss das Gefühl, kostete seine Kälte aus, die jede Faser seines Seins erfüllte.
Entspannt nahm er einen tiefen Zug aus der Zigarette, schnippte den Stummel achtlos auf die Straße und blies langsam den Rauch aus. Sah ihm zu, wie er sich verspielt in den Wirbeln der Sommerluft auflöste.
Er grinste böse in sich hinein. Sie hatte keine Wahl.
Lässig schlenderte er auf sie zu, ein charmantes Lächeln im sonnengebräunten Gesicht.

September 2014

1

Laura schrie auf! Todesangst durchflutete sie wie heiße Säure und ließ ihr Herz verzweifelt hämmern. Sein Gesicht schwebte dicht über ihr, sein Atem stank nach Brandy und billigen Chips. Die feisten, von roten Adern durchzogenen Wangen fielen ihr entgegen und widerten sie mehr an, als sie in Worte fassen konnte, ließen sein Gesicht aufgedunsen und ungesund aussehen. Der bösartige Blick aus seinen kalten Augen nagelte sie förmlich am Boden fest, während er bäuchlings auf ihr saß und es genoss, wie sie sich wehrte, mit völlig sinnlosen Bewegungen ihrer kleinen Fäuste versuchte, die Fesseln zu lösen, mit denen er sie an einem Tischbein des Esstisches festgebunden hatte.
Die linke Hand stützte er neben ihrem Kopf ab, um sich ganz nahe zu ihr hinunterbeugen zu können. Um sie seine Wut körperlich spüren zu lassen, deren Ursache sie nie hatte ergründen können.
Flüchtig registrierte sie den stinkenden gelben Schweißrand am Shirt unter seiner Achsel und versuchte erfolglos, ihm auszuweichen.
»Hast du wirklich geglaubt, du könntest mir entkommen?«
Die Klinge des Messers, das er kampfbereit in der Hand hielt, blitzte kurz im Licht der Wohnzimmerlampe auf. Verzweifelt durchkämmte Laura ihr Hirn nach einer Lösung. Noch blieben ihr Sekunden, vielleicht Minuten, bis seine Stimmung umschlagen würde. Es war wichtig, sein Verhalten im Blick zu behalten. Es konnte ihr das Leben retten. Solange er wütend war, würde ihr nichts passieren. Wirklich schlimm wurde es erst, wenn die Wut einer vollkommenen, emotionslosen Kälte wich. Dann war er wirklich gefährlich, wie sie aus Erfahrung wusste. Ihr Geist raste, ging alle Möglichkeiten durch.
Doch schon flackerte sein Blick, entspannten sich seine Züge. Es war zu spät.

»NEEEEEIIIIN!«
Sie fuhr im Bett hoch, der Pyjama schweißnass an ihr klebend. Die Bettdecke lag am Fußende, in blanker Angst weggestrampelt, während Laura geträumt hatte. Keuchend setzte sie sich auf, fuhr sich mit der Hand über das tränennasse Gesicht. Wieder einmal fragte sie sich, wann diese Albträume enden würden, wann die Vergangenheit endlich aufhören würde, sich an ihr festzubeißen wie ein allzu hartnäckiges Insekt.
Mit zitternden Händen griff sie nach dem Wecker auf ihrem Nachttisch. Es dauerte einen Augenblick, bis aus den verschwommenen Zeichen der Digitalanzeige rote Zahlen wurden, die ihr sagten, dass es neun Uhr war, ein Samstagmorgen.
Wie an jedem Wochenende seit ihrer Trennung machte sich sofort der Stein in ihrem Magen bemerkbar, der ihr immer wieder hartnäckig mitteilte, dass etwas in ihrem Leben fehlte, dass sie auch nach zwei Jahren noch immer nicht gelernt hatte, glücklich zu sein.
Sie erhob sich, schälte sich angewidert aus dem durchnässten Schlafanzug und stellte sich kurz darauf unter die heiße Dusche. Mit einem erschöpften Seufzer lehnte sie die Stirn gegen die kühlen Fliesen der Duschkabine und schloss die Augen, als der harte Wasserstrahl auf ihre Schultern traf und langsam die letzten Reste des Alptraums fortspülte. Gurgelnd verschwanden sie mit dem nach Lotusblüten duftenden Schaum der Duschlotion im Abfluss, während Laura sich abseifte und das Gefühl des weichen Schaums auf der Haut genoss. Nach einer Viertelstunde fühlte sie sich endlich wieder wohl in ihrer Haut, cremte sich mit duftender Bodylotion ein, zog sich ihren Jogginganzug an, ließ die feuchten Haare offen über ihre Schultern fallen und ging hinunter in die Küche, um sich einen Kaffee zu machen.
Während das appetitliche Aroma langsam durch den Raum zog, blieb sie am Küchenfenster stehen und sah gedankenverloren in den kleinen Garten hinaus. Normalerweise vermochte sein Anblick ihr Seelenleben zu beruhigen, sodass der Stein in ihrem Magen vorübergehend weniger wog. Nach dem neuerlichen Alptraum ging ihr Plan an diesem Morgen leider nicht ganz auf. Das Gefühl, dass etwas in ihrem Leben noch immer nicht gut war, blieb.
Laura ließ ihren Blick über die Rasenfläche gleiten, die satt und grün in der milden Morgensonne lag, vorbei an blühenden Blumenbeeten, bis hin zu der dicht gewachsenen Buchsbaumhecke, die langsam vor sich hin wucherte. Sie hatte sie gemeinsam mit ihrem Exmann gepflanzt. Damals, als sie sich noch eingeredet hatte, glücklich zu sein.
Ich muss dringend die Büsche beschneiden. Oder einen rausnehmen, dachte sie, goss sich eine Tasse Kaffee ein und nippte genüsslich daran.
Die Finger ihrer rechten Hand ruhten auf der kühlen Keramikoberfläche des Spülbeckens. Ihr Zeigefinger kratzte in unbewusst gewohnter Weise an einer winzigen Erhebung im Material. Ein kleiner Fehler der Produktion, den Laura je nach Stimmungslage als störend oder tröstend empfand.
Die Erinnerung an einen Samstagmorgen vor zwei Jahren, an dem sie, mit einer alten Zahnbürste bewaffnet, einen winzigen, getrockneten Blutfleck von dem Knubbel geschrubbt hatte, war beinahe verdrängt. Ebenso wie die stummen Tränen, die ihr dabei heiß die Wangen hinuntergeflossen waren. Damals hatte sie sich selbst die Schuld für alles gegeben. Für die vielen kleinen Anlässe, die ihn aus der Haut hatten fahren lassen. Sie hatte sich einreden lassen, dass ein Mann nun mal gelegentlich wütend wurde. Dass das normal war.
Dass er gar nicht anders konnte, als sie zu schubsen, nachdem sie versehentlich gegen ihn gestoßen und der heiße Tee aus seiner Tasse über sein Handgelenk geschwappt war. Dass Laura dabei ausgerechnet mit der Oberlippe gegen das Keramikbecken gefallen war und sich eine Platzwunde zugezogen hatte – dafür konnte er nichts, was sie damals noch zu glauben bereit war. Da ihn keine Schuld getroffen hatte, war es ihm nur natürlich erschienen, dass sie die Misere allein wieder aufwischte - den vergossenen Tee und natürlich das Blut, das aus ihrer Lippe geflossen war wie Wasser aus dem Kran.

Die Autorin

Bettina Münster wurde 1980 in Düsseldorf geboren und ist in Ratingen aufgewachsen. Schon mit 13 Jahren stellte sie fest, dass das Schreiben ihre große Leidenschaft ist. Parallel zu ihrem Abitur und ihrer Ausbildung zur Speditionskauffrau schrieb sie Gedichte, Kurzgeschichten und etwas später ihren ersten Roman.

2008 fand sie den Mut, ihren ersten Roman zu veröffentlichen, der bis heute ihr erfolgreichstes Werk ist („Das dunkle Erbe“). Dieses Buch ist inzwischen sogar auf Englisch unter dem Titel „The Dark Heritage“ erschienen.

Es folgten weitere Veröffentlichungen im Selfpublishing, aber auch eine Zusammenarbeit mit der Droemer Knaur-Verlagsgruppe, die ihren Roman „Der Fluch der Sirene“ veröffentlichte.

Seit einigen Jahren ist Bettina Münster außerdem Mitglied im Freien Deutschen Autorenverband.

In dem Leben der Autorin, die glückliche Mutter eines Sohnes ist, dreht sich alles um Bücher, Musik und die Natur. Bettina Münster liest und schreibt nicht nur leidenschaftlich gern, sondern spielt auch Klavier und Violine und liebt es, in ihrer Freizeit mit ihrem Freund und den Kindern wandern zu gehen.

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