Die Phänomene unserer Zeit - Ursachen, Zusammenhänge und Wirkungen von Friedrich D. Große | Indie-Autoren Bücher
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Die Phänomene unserer Zeit - Ursachen, Zusammenhänge und Wirkungen von Friedrich D. Große

Die Phänomene unserer Zeit - Ursachen, Zusammenhänge und Wirkungen

Details:

Genre: Sachbücher
Format: eBook, Taschenbuch
Seiten: 330
Distributor: Books on Demand
ISBN/ASIN: 978-3755730231
Bewertungen: Bisher noch keine BewertungSchreibe etwas über das Buch

Klappentext:

Um diese Phänomene unserer Zeit geht es:

Alternative Fakten, Aufklärung, Christentum, Demokratie, Diskriminierung, Dummheit, Evangelikale, Evolution, Fakten, Faschismus, Feministische Linguistik, Framing, Fremdenscheu, Gleichberechtigung, Greenwashing, Gutmenschen, Ideologien, Ignoranz, Intoleranz, Islam, Islamismus, Juden, Katholizismus, Klimawandel, kognitive Dissonanzen, Kolonialismus, Konsumismus, Kreationismus, LGBTQIA*, Meinungsfreiheit, Menschenrechte, Migration, Multikulti, Nationalismus, Nationalsozialismus, Pädophilie, Pinkwashing, Populismus, psychopathologische Irritationen, Rassismus, Religionen, Selbstreferenzialität, sexueller Missbrauch, Spaltung der Gesellschaft, Staatsdoktrin, Symbolpolitik, Terrorismus, Toleranz, Trumpismus, Umweltzerstörung und Verschwörungstheorien.

Inhalt:

Das herausragende Phänomen ist auch das älteste Phänomen und zieht sich bedauerlicherweise seit Anbeginn der Evolution durch die Menschheitsgeschichte: die Dummheit. Mit der Erfindung der Religionen hat sich die Dummheit dann auch noch den göttlichen Segen abgeholt. Und vereinfacht ausgedrückt haben sich mit Entstehen der ersten menschlichen Gemeinschaften die weltlichen und religiösen (oder nachfolgend auch die ideologischen) Herrscher zu Allianzen verbündet, um die Menschen entweder durch Diktaturen zu unterdrücken oder durch populistische Demokratien zu manipulieren, die Erde auszuplündern und Wissen zu unterdrücken. Wir sehen das Ergebnis: Die Klimakatastrophe und eine zerstörte Erde! Und ausgerechnet die religiösesten Staaten, die doch eigentlich sorgsam mit der Schöpfung ihrer Götter umgehen sollten, sind die größten Erdvernichterstaaten.

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Leseprobe

Exkurs zu den Produktionsfaktoren der Volkswirtschaftslehre
und zu den Folgen der technischen Revolution

Wie konnte es dazu kommen, dass unser „Konsumismus“ diese zerstörerischen Folgen nach sich zog? Zur Beantwortung dieser Frage empfiehlt sich ein Blick auf die produktionstheoretischen Grundlagen der Volkswirtschaftslehre. Die Volkswirtschaftslehre kennt drei klassische Produktionsfaktoren: Boden, Arbeit und Kapital. Die Güterproduktion – egal, ob es sich um ein Investitions- oder ein Konsumgut handelt – ist letztlich das Ergebnis einer Kombination dieser Produktionsfaktoren.
Zum Produktionsfaktor Boden gehört der Boden an sich, aber auch alles, was auf dem Boden „kreucht und fleucht“ (z. B. Wälder, Felder, Gewässer und Tiere) oder unter ihm liegt (z. B. Bodenschätze – also auch alle fossilen Brennstoffe und Uran). Der Produktionsfaktor Arbeit steht für die menschliche Arbeitskraft, egal ob manuell oder intellektuell. Der Produktionsfaktor Kapital umfasst die gesamte Technologie für den Produktionsprozess (Hardware und Software), also Fertigungs- und Produktionsmethoden, Maschinen, Rezepturen, Know-how und wissenschaftliche Erkenntnisse, die marktgängig verwertet werden können. Diese drei Produktionsfaktoren lassen sich insbesondere hinsichtlich Variabilität und Verfügbarkeit unterscheiden.
Der Produktionsfaktor Arbeit ist nach oben durch das Bevölkerungswachstum und -volumen limitiert, kann aber theoretisch mit entsprechender Unterstützung durch den Produktionsfaktor Kapital nach unten auf nur einen produktiven Menschen reduziert werden. Das ist der, der auf das Knöpfchen drückt und den weltweiten Produktionsprozess in Gang setzt. Der Rest der Menschheit wäre dann nicht mehr als Produktionsfaktor, sondern nur noch als Konsument interessant.
Anders sieht es beim Produktionsfaktor Boden und seinen fossilen Energieträgern aus – der ist begrenzt und wird deswegen durch die Technologien des Produktionsfaktors Kapital entsprechend „ausgelutscht“. Auch die landwirtschaftliche „Fruchtziehung“ (Landwirtschaft und Nutztierhaltung) ist inzwischen Teil der industriellen Revolution geworden und beutet den Produktionsfaktor Boden aus.
Womit wir beim Produktionsfaktor Kapital wären: Dieser ist äußerst variabel; begrenzt ist er im Zeitablauf nur durch die Entwicklung der menschlichen Intelligenz und deren Umsetzung in marktgängige Technologien. Diese Technologien führten zum „Auslutschen“ des Produktionsfaktors Boden und dem Entstehen der sogenannten sozialen Kosten oder externen Effekte. Sie umfassen in der Volkswirtschaftslehre die unkompensierten Auswirkungen ökonomischer Entscheidungen auf Unbeteiligte, also Effekte, für die niemand bezahlt oder einen Ausgleich erhält. Das fängt bei der Überdüngung, Überfischung und Umweltverschmutzung an und endet … richtig, beim Klimawandel! Hier schlägt sich in gewisser Weise auch die intellektuelle oder konzeptionelle Beschränktheit der Volkswirtschaftslehre nieder, die mit ihren Modellen tatsächlich zu der Erkenntnis kam, dass es wegen absoluter und komparativer Kostenvorteile vorteilhafter ist, Nordseekrabben zum Pulen zwischen der Nordsee und Marokko hin- und herzukarren und Spargel von ausländischen Wanderarbeitern oder Kakaobohnen von Kindern ernten zu lassen. Die Wirkung des Lieferkettengesetzes bleibt abzuwarten. Wie schön jedenfalls, dass man in den volkswirtschaftlichen Theorien die Faktorpreise als konstant annehmen und die sozialen Kosten bzw. externen Effekte vernachlässigen konnte und kann.
Der Produktionsfaktor Kapital weist einen weiteren bemerkenswerten Unterschied zu den beiden anderen Produktionsfaktoren auf. Er benötigt ein ganz besonderes Lebenselixier: Energie! Ob Primär- oder Sekundärenergie ist diesem Produktionsfaktor egal. Er nimmt alles, denn ohne Energie funktionieren die Maschinen und Techniken des Produktionsfaktors Kapital nicht. Jeder Austausch des Produktionsfaktors Arbeit und jede zusätzliche Ausbeutung des Produktionsfaktors Boden durch den Produktionsfaktor Kapital mithilfe von Maschinen, Technologien, Einsatz von Chemikalien und Dünger usw. führt zu einer weiteren CO2-Emission. Jeder Euro, Dollar, Rubel usw., den die Menschheit für den Produktionsfaktor Kapital in Form von Investitionsgütern ausgibt, zieht weitere CO2-Emissionen nach sich. Das erklärt auch, wieso mit der Produktion von Elektroautos und dem Bau ihrer Produktionsstätten und Ladestationen der Klimawandel nicht bekämpft wird, sondern vielmehr die CO2-Emissionen weiter erhöht werden.
Mit dem Produktionsfaktor Kapital war unmittelbar die sogenannte technische Revolution verbunden, die ich vereinfachend auf den Anfang des 19. Jahrhunderts verankere. Diesem Produktionsfaktor (wie gesagt Fabriken, Maschinen, Patente, Erfindungen usw. – also das Sachkapital), der in den Bilanzen der Unternehmen auf der Aktivseite ausgewiesen wird, entspricht ein monetäres Äquivalent auf der Passivseite der Bilanz – das Geldkapital. Dieses Geldkapital auf der Passivseite finanziert also das Sachkapital auf der Aktivseite. Jeder Unternehmer, der im Wirtschaftsleben überleben will, muss darauf achten, dass sein Geldkapital nicht nur erhalten bleibt, sondern sich auch vermehrt. Denn alternativ könnte er sein Geldkapital ja auch bei einer Bank einzahlen und dafür Zinsen erhalten – ja, ja, die gab es mal …
Da die meisten Unternehmer sogenannte Polypolisten sind, können sie für ihre Produkte oder Dienstleistungen nicht einfach die Preise erhöhen, um Gewinne zu erzielen und damit ihr Geld- und Sachkapital zu vermehren. Sie können nur versuchen, die technische Revolution voranzutreiben, um Produktivitätsvorteile zu erwirtschaften, d. h. entweder mit einem bestimmten Kostenvolumen mehr Produkte oder Dienstleistungen erwirtschaften oder ein bestimmtes Produkt- oder Dienstleistungsvolumen mit einem geringeren Kostenvolumen produzieren. Das bedeutet nahezu für alle Unternehmen gleichzeitig auch, „hart am Wind zu segeln“, also gesetzliche Rahmenbedingungen optimal auszunutzen oder aber auch mal überzustrapazieren – statt betriebswirtschaftliche Kosten lieber mal die bereits erwähnten sozialen Kosten zu produzieren, Steuern zu gestalten, zu vermeiden oder auch schon mal … Wer kennt sie nicht, die Steueroasen für alle, die nicht gerade Max Mustermann oder Lieschen Müller heißen? Wenn das mit den Produktivitätsvorteilen oder Steueroasen besonders gut klappt, führt das zur sogenannten Kapitalakkumulation und zur weltweiten ungleichen Einkommens- und Vermögensverteilung. Deswegen dazu hier nur ein paar Anmerkungen, die nicht als Kapitalismuskritik, sondern vielmehr umfassender als Menschheitskritik zu verstehen sind:
Das oben erwähnte Sach- und Geldkapital zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurde von irgendwelchen Privatpersonen (z. B. Adeligen, reichen Händlern und Bauern) aufgebracht, die es häufig wiederum von ihren Vorfahren geerbt hatten. Das trifft besonders für die Adeligen – gleichbedeutend mit „edles Geschlecht“ – oder die Aristokratie – die „Herrschaft der Besten“ – zu: Der Homo stupidus, der in grauer Vorzeit am gewalttätigsten seine Reichtümer zusammenraubte und besonders gerissen mit dem religiösen Homo stupidus eine Allianz aufbaute, wurde irgendwann blaublütig und erfand für sich Adelstitel, um sich als Raubritter vom gemeinen Volk abzugrenzen. Weltweit ist das heute lebende „edle Geschlecht“ also ein Nachfahre und Profiteur der bereits im zweiten Kapitel angesprochenen, in grauer Vorzeit gebildeten Allianz des Homo stupidus.

Der Autor

Promovierter Wirtschaftswissenschaftler
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Verfasser zahlreicher Fachpublikationen

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