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Und leise rieselt der Schnee am 21. November von Elisabeth von Sydow

Und leise rieselt der Schnee am 21. November

Details:

Genre: Liebesromane
Format: Taschenbuch, eBook
Seiten: 528
Distributor: Amazon KDP
ISBN/ASIN: 979-8648376953
Bewertungen: Bisher noch keine BewertungSchreibe etwas über das Buch

Klappentext:

Zermarternde Schuld – die fühlte sie, als sie dem Mann ihrer verstorbenen Schwester erstmals gegenüberstand.

Siedend heiße Wut – diese überkam ihn, als er in das Antlitz seiner Schwägerin blicken musste, die für den Tod seiner Frau mitverantwortlich war.

Ebha findet sich inmitten einer Familientragödie wieder, als ihre große Schwester Briana an den folgen jener OP stirbt, die Ebha das Leben rettet. Ref bleibt als Witwer zurück, als er seine Frau Briana verliert, die ihrer Schwester helfen wollte. Zwei gebrochene Herzen, ein Schicksal und die Hoffnung auf einen Neuanfang.

„Und leise rieselt der Schnee am 21. November“ ist eine berührende Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die eigentlich schon aufgegeben haben.

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Inhalt:

21. November – Der erste Schnee des Jahres fällt vom kalten Himmel. Leise und friedlich segeln die vereisten Flocken zu Boden. Die Luft ist eisig, riecht nach dieser unverkennbaren Frische, die Schnee mit sich bringt. Es ist ein seltsam ruhiger Tag – hier am Meer. Das Grau des Himmels spiegelt sich in der Wasseroberfläche, die hin und wieder von kleinen schäumenden Wellen durchbrochen wird. Möwen ziehen kreischend ihre Runden über die offene See. Es ist ein friedlicher Tag. Doch es wird der Tag sein, an dem das Schicksal die Fäden zweier Leben zieht und sie auf unvorhergesehene Weise für immer verändert.

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Leseprobe

Frühjahr 2019

Die Intensität mit der er sein Gegenüber betrachtete, war mit beinahe greifbarer Aggressivität getränkt. Er konnte nicht anders, als die zierliche Person vor sich mit einer geballten Ladung Ablehnung und Strenge anzustarren. Die Situation hatte etwas Groteskes. Da stand im strömenden Regen eine junge Frau vor ihm und bat ihn um etwas, das einfach nur lächerlich war.

Mit abwertendem Blick scannten seine grauen Augen ihre Gestalt. Gekleidet in einer schneeweißen Bluse und einem langen grauen Rock, dessen weich fallender Stoff sündhaft teuer aussah, stand sie vor ihm. Ihre dunkelblonden Haare hatte sie in seinen Augen wahllos zusammengesteckt – in ihren Augen würde man es wahrscheinlich Modegespür nennen. Ihren Kopf hatte sie leicht in den Nacken gelegt, um ihn ansehen zu können. Ihre grünen Augen blickten ihm ruhig und angespannt entgegen. Beinahe anmutig hielt sie in ihrer einen Hand einen schwarzen Schirm, der sie vor dem unablässig niederprasselnden Regen schützte, während sie die andere Hand entspannt hängen ließ.

„Haben Sie mich verstanden?“, fragte sie etwas pikiert. Er atmete tief durch.

„Das ist lächerlich.“ Kurz glitt sein Blick in das weite Nichts der Landschaft, die lediglich von dem tosenden Meer am Horizont durchbrochen wurde.

Sie verzog ihren rot geschminkten Mund argwöhnisch. „Ich verstehe nicht ganz, was daran lächerlich sein soll, wenn ich Sie darum bitte, mich reinzulassen.“

Er schnaubte. Diese Person hatte doch keine Ahnung. Seit Jahren hatte keine Frau seine vier Wände betreten und das wollte er an diesem verregneten Tag nicht ändern.
„Ich habe kein Interesse“, erwiderte er.

Eine steile Falte bildete sich zwischen ihren Augenbrauen als Zeichen von Unverständnis. „Sie wissen doch überhaupt nicht, worum es geht, Herr Mattes.“

Sie sah ihn beinahe herausfordernd an. Er blickte zurück. Sagte aber nichts.
„Sie sind doch Ref Mattes“, hakte die junge Frau nach und zog dabei ihre linke Augenbraue argwöhnisch nach oben. Eine Geste, die ihm auf unerklärliche Weise wütend machte.

„Der bin ich“, erwiderte er mit schneidender Stimme. „Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich im Moment weder Zeit noch Muße für Ihr Anliegen habe – wie auch immer das aussehen mag.“

„Schön, passt es Ihnen dann morgen besser?“

Ihre Hartnäckigkeit ließ nun ihn eine Augenbraue heben. Er spürte, wie ein Lächeln auf seine Lippen schlich. Es war kein sanftes Lächeln. Eher ein Boshaftes. „Wie ich bereits sagte, ich habe kein Interesse.“ Mit diesen Worten wandte er sich um. Er war einen Schritt zurück in sein Haus getreten und kurz davor, die Tür ins Schloss fallen zulassen, als ihn erneut ihre Worte erreichten.

„Vielleicht kann ich Ihr Interesse wecken, wenn ich mich Ihnen vorstelle.“

Ref schnaubte genervt und packte das raue Holz der Tür, um sie der jungen Frau vor der Nase zuzuschlagen.

„Mein Name ist Ebha Wals.“

Er erstarrte in der Bewegung. Automatisch krallten sich seine Finger um die Tür, sodass das alte Holz leicht unter dem Druck seiner Hand nachgab. Sekundenlang starrte er in seinen dunklen Flur hinein, ohne zu denken. Da war plötzlich eine Leere in seinem Kopf, die jeglichen Gedanken in ihm gelöscht hatte. Doch schnell wurde diese Leere gefüllt. Mit Wut. Ungläubiger, schmerzender Wut. Jeder Muskel seines Körpers war angespannt, als er sich mit einem Ruck zu der jungen Frau umdrehte.

Mit zornesfunkelndem Blick sah er sie an, diese zierliche, gut gekleidete Person, die ihm scheinbar völlig ruhig und ohne jeglichen Ausdruck in den großen Augen gegenüber stand. Für einen kurzen Augenblick kam ihm der wahnwitzige Gedanke, dass er mit dieser Person nun alles hätte machen können – hier, mitten im friesischen Nirgendwo – gut fünf Kilometer vom Örtchen Hooksiel entfernt, wo es nichts gab außer Wiesen, Dünen und Meer.

Er verwarf diesen Gedanken schnell und konzentrierte sich auf seine Wut, die noch immer bedrohlich in seinen Adern pulsierte. Die Frau vor ihm hatte ihn erschüttert. Zutiefst. Allein mit ihrem Namen, mit ihrer Identität. Ebha Wals. Dieser Name hatte ihn in den letzten zwei Jahren so viel Schmerz bereitet. Diese Person hatte in seinen Vorstellungen nur als schattenhafte Gestalt ohne Gesicht existiert. Jetzt in eben jenes Gesicht zu sehen, das für das größte Leid in seinem Leben verantwortlich war, war fast zu viel. Und er spürte, wie er anfing zu zittern, als seinem Verstand vollends bewusst wurde, dass er vor der Person stand, die für den Tod seiner Frau verantwortlich war.

Die Autorin

Elisabeth von Sydow schreibt gerne – logisch. Am liebsten Liebesromane. Realistisch, ohne Kitsch und doch so intim und gefühlvoll, dass es dem Leser das Gefühl gibt mittendrin statt nur dabei zu sein. Mittendrin von was? Gefühlschaos. Liebe, Schuld, Wut, Angst, Trauer.

Ihre Charaktere sind fein gezeichnet, aber nie übertrieben schön, oder besonders intelligent. Es sind ganz normale Menschen mit Ecken und Kanten. Mit Macken, die den Leser zur Weißglut bringen. Aber dennoch mit so viel Herz und Charme, dass man ihnen bis zur letzten Buchseite treu bleibt.

Elisabeth von Sydow hat Kommunikationswissenschaften und Germanistik studiert und arbeitet unter anderem als freie Redakteurin und Autorin für eine bekannte Verlagsgruppe. Mit Mann und Kindern lebt sie im beschaulichen Franken.

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