Die Liebe des Schicksalsschreibers von Gabriele Popma | Indie-Autoren Bücher
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Die Liebe des Schicksalsschreibers von Gabriele Popma

Die Liebe des Schicksalsschreibers

Details:

Genre: Liebesromane
Format: Taschenbuch, eBook
Seiten: 464
Distributor: Books on Demand, Amazon KDP
ISBN/ASIN: 978-3753481593
Bewertungen: Bisher noch keine BewertungSchreibe etwas über das Buch

Klappentext:

Gibt es ein Schicksal? Sind im Himmel Engel rund um die Uhr damit beschäftigt, das Schicksal der Menschen zu lenken? Und was geschieht, wenn einer von ihnen auf die Erde kommt, um das Leben einiger Personen gründlich durcheinanderzuwirbeln?

Er ist Schicksalsschreiber und will nicht mehr für Menschen in Kriegsgebieten eingesetzt werden. Als ihm angeboten wird, den Körper eines soeben verstorbenen Unfallopfers zu übernehmen, um das Leben auf der Erde kennenzulernen, sagt er ohne Zögern zu. Doch dann holt ihn, den Schicksalsschreiber, selbst das Schicksal ein. Nicht nur das seines neuen Körpers, sondern auch sein eigenes, von dem er nicht wusste, dass er es je hatte. Und dann erinnert er sich an ein Mädchen …

Eine Geschichte über Schicksal, himmlische Pläne und eine Liebe, die den Tod überdauert.

Inhalt:

Eigentlich war mein Schicksalsschreiber nur als eine Randnotiz in einem meiner früheren Bücher geplant. Aber dann hat er es zur Titelfigur eines neuen Romans geschafft. Ein Engel, der mit seinem Job im Himmel unzufrieden ist und für eine gewisse Zeit auf die Erde darf. Er übernimmt ein Unfallopfer, den Körper eines jungen Mannes, von dem er einen guten Eindruck hat. Doch schon am ersten Tag bekommt dieser Eindruck Risse. Nicht genug, dass unser armer Engel sich plötzlich mit Dingen auseinandersetzen muss, von denen er zwar theoretisch alles weiß, praktisch aber keine Ahnung hat. Wie fährt man Auto? Wie bedient man ein Handy? Oder überhaupt erst mal: wie benutzt man seine Stimmbänder? Mitten im Eingewöhnungsprozess merkt er, dass der Mann, den er nun verkörpert, bei weitem kein Saubermann ist. Die Entdeckungen nehmen ihn so sehr mit, dass er schon nach wenigen Tagen von seinem neuen Leben eine Auszeit braucht und sich einfach in den Zug setzt. Er landet im südlichen Bayern und trifft dort auf zwei Frauen, mit denen er sich sehr gut versteht. Genau so lange, bis sie seinen Namen hören. Denn der ist ihnen nicht unbekannt und schon sitzt er wieder mitten in den Nesseln. Und dann fangen auch noch diese seltsamen Träume an. Träume, die sich als Erinnerungen an ein früheres Leben herausstellen. Ein Leben in einer schwierigen Zeit …

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Leseprobe

Gleich würde es passieren. Er wusste, was kommen würde. In wenigen Sekunden würde der kleine Junge, der fröhlich hinter seinem Ball herlief, die Tretmine erreichen. Warum war das Schicksal nur so grausam und warum war er einer von denen, die es durchsetzen musste? Als die Mine explodierte, verursachte es ihm beinahe körperliche Schmerzen, obwohl das unmöglich war. Gerade hatte er ein Leben ausgelöscht. Ein Leben, das eben erst begonnen hatte. Für ein paar Momente war dieser kleine Junge glücklich gewesen. Selbstvergessen hatte er mit seinem Ball gespielt, ohne an den Krieg zu denken, der um ihn herum tobte. Das Spiel hatte ein abruptes Ende gefunden, genauso wie seine Existenz, als er auf die Mine getreten war. Wenigstens hatte das Kind nicht leiden müssen. Doch welchen Schmerz hatte er damit über dessen Eltern gebracht? Zumindest war ihr Kummer nicht von langer Dauer, denn der Plan sah vor, dass sie beide noch am selben Tag bei einem Angriff der Rebellen den Tod finden würden. Blieb die Frage, was mit ihrer kleinen Tochter geschehen sollte. Sie war gerade mal zwei Jahre alt. Sollte sich das Schicksal gnädig erweisen und sie am Leben lassen? War es gnädig, in diesem Gebiet als Waise aufzuwachsen? Oder war es weitaus gnädiger, wenn sie ebenfalls den Tod fand? Immerhin musste er sich an den Plan halten.
Er hasste diese Gedanken. Er hasste diesen Job. Er hasste einfach alles daran.
Wieso war er ständig nur im Kriegsgebiet eingesetzt, wo er die Menschen täglich tödlichen Gefahren aussetzen musste? Er wusste gar nicht, wie lange das bereits seine Aufgabe war. Es fühlte sich an wie eine Ewigkeit. Vermutlich war es das sogar. Natürlich durfte er auch für bessere Schicksale verantwortlich sein. Wie etwa für das Mädchen, das haarscharf an einer Mine vorbeilief und nie wissen würde, wie nah es einer Katastrophe gekommen war. Oder das junge Paar, das sich beim Aufräumen der Trümmer begegnet war und sich sofort ineinander verliebt hatte. Sie hatten den Entschluss gefasst, gemeinsam aus der gefährdeten Gegend zu fliehen, und er hatte beschlossen, sie unbehelligt ziehen zu lassen. Wenigstens diese jungen Menschen sollten ihr Glück finden.
Er machte sich auf die Suche nach seinem Boss. Hoffentlich traf er ihn in guter Stimmung an.
»Nanu, was willst du denn hier?«
»Ich ... ich ...« Er fasste sich ein Herz. »Ich möchte ein anderes Einsatzgebiet.«
»So so. Und warum?«
»Ich will nicht immer nur für das Schicksal von Menschen verantwortlich sein, die in Kriegsgebieten leben.«
»Aber die Menschen haben nun mal Krieg. Jedes Schicksal muss geschrieben werden.«
»Das weiß ich. Aber es geht mir an die Nieren, ständig Tod und Schmerz zu verbreiten.«
»An die Nieren? Ich wusste gar nicht, dass du welche hast.«
Sein Chef nahm ihn nicht ernst. Sollten sich Engel wirklich über ihresgleichen lustig machen dürfen? Nun ja, vermutlich konnte auch der oberste Schicksalsengel sein Los nur mit Humor ertragen.
»Kann ich nicht einfach einen Personenkreis haben, dem es gut geht?«
»Den gibt es nicht.«
»Du weißt, was ich meine. Normale Menschen, die nicht täglich vom Krieg bedroht sind, sondern sich nur mit ihren ganz gewöhnlichen Problemen herumschlagen müssen.«
»Und welchen deiner Kollegen soll ich abziehen und ihm deine Aufgabe zuweisen?«
Er seufzte. »Am liebsten würde ich gar kein Schicksalsschreiber sein«, murmelte er.
»Und was willst du dann?« Sein Chef musterte ihn ernst.
»Ich weiß nicht.« Sollte er wirklich mit seinem Wunsch herausrücken? Vielleicht war jetzt seine Chance. »Ich würde gern mal auf die Erde gehen.«
»So, auf die Erde.«
»Ja, ich meine, ich schreibe das Schicksal der Menschen, aber ich war noch nie dort. Ich würde sehr gerne persönliche Erfahrungen sammeln.«
»Und wie stellst du dir das vor?«
»Ich weiß nicht.« Sein frisch gefasster Mut verließ ihn. Vermutlich war es gar nicht möglich, dass ein gewöhnlicher Schicksalsschreiber auf die Erde durfte. Er war ja nicht einmal ein Schutzengel.
»Als was möchtest du denn auf die Erde?« Da war er wieder, dieser listige Unterton.
»Als Mensch.« War das nicht klar?
»Als Mann oder als Frau?«
Die Frage brachte ihn aus dem Konzept. »Als Mann«, sagte er nach einigen Momenten. Das kam seinen Gefühlen am nächsten.
»Gut. Deine Bitte sei dir gewährt. Zumindest für eine beschränkte Zeit.«
»Wirklich?« Er konnte es gar nicht glauben. »Und was ist mit meiner Arbeit hier?«
»Es gibt immer Neuanwärter, die eine Aufgabe brauchen. Also wie ist es? Da ist ein Unfallopfer, dessen Körper du übernehmen könntest.«
»Einen Körper übernehmen?«
»Wie hast du es dir sonst vorgestellt? Als neue Seele auf die Welt zu kommen?«
»Nein.« Ehrlich gesagt hatte er sich gar nichts vorgestellt. Aber ein Unfallopfer?
»Die Seele wird bereits abgeholt. Du musst dich schnell entscheiden, sonst ist der Körper tabu.«
»Ich mache es. Danke.«

Es war dunkel. Wo war er nur gelandet? Dumm, dass er seinen Chef nicht gefragt hatte, in welcher Ecke der Welt sich das besagte Unfallopfer befand. Er spürte das einengende Gefühl eines Körpers. Doch wer war er? Ein Kind, ein junger Mann, ein alter Mann? Er hörte Lärm um sich herum, konnte jedoch keine Geräusche identifizieren. Wie konnte er diese Dunkelheit durchdringen?
Ach ja, er könnte die Augen öffnen. Das war eine hervorragende Idee. Doch seine Lider bewegten sich nicht. Auch gut. Er hatte sowieso zuerst etwas Wichtigeres zu tun. Er musste das Herz wieder in Gang bringen, sonst war sein Aufenthalt hier nur von sehr kurzer Dauer. Er fühlte bereits, wie er sich von der fleischlichen Hülle löste. Das durfte er nicht zulassen.
Sein Körper zuckte heftig zusammen. Aua! Das hatte weh getan. Das war also Schmerz. Kein schönes Gefühl. Jede Faser in seinem Inneren begann zu brennen. Was hatte er sich da nur angetan? Aber einen positiven Nebeneffekt gab es. Das Herz nahm seine Tätigkeit wieder auf.
»Wir haben ihn«, hörte er eine Stimme. Welche Sprache war das? »Schnell in den Rettungswagen mit ihm.«
War das Deutsch? Ja, jetzt konnte er die Worte erkennen. Er befand sich also in einem deutschsprachigen Land. Sehr gut. Damit konnte er leben. Hauptsache, weit weg vom Krieg.
Er fühlte, wie man ihn auf eine Trage legte und diese bewegte. Er versuchte einen flachen Atemzug und genoss das Gefühl, als sich seine Lunge mit Luft füllte. Er war jetzt tatsächlich ein Mensch. Konnte er nun seine Augen öffnen? Es funktionierte. Die Welt war verschwommen, doch er konnte seine Umgebung erkennen. Aus den Augenwinkeln sah er, dass eine Nadel in seinem Arm steckte. Ein junger Mann hantierte mit einem Infusionsbeutel und eine etwas ältere Frau legte ihm eine Manschette um den Arm.
»Hallo«, sagte sie lächelnd, als sie sah, dass er die Augen geöffnet hatte. »Ich bin Katrin. Wie heißen Sie?«
Er hatte keine Ahnung. Er wusste nichts von diesem Körper. Absolut nichts.
»Können Sie mir antworten?«, fragte Katrin mit besorgter Stimme. »Wissen Sie, wie Sie heißen?«
Panik erfasste ihn. Sprechen? Wie funktionierte das? Er hatte Stimmbänder. Doch wie benutzte man sie? Nur ein seltsamer Laut kam aus seiner Kehle. Sein Herz begann heftig zu klopfen.
»Ganz ruhig.« Katrin tätschelte seinen Arm. »Strengen Sie sich nicht an. Sie hatten einen Unfall. Wir bringen Sie jetzt ins Krankenhaus.«
Er hörte die Sirene und spürte die Geschwindigkeit, mit der die Ambulanz über die Straßen schoss. War er so schwer verletzt? Nun ja, sein Vorgänger war gestorben, die Antwort hieß also vermutlich ja. Er schob das Problem mit dem Sprechen zur Seite und horchte in sich hinein.
Und da waren sie, die Schmerzen. Sie pulsierten mit jedem Schlag seines neuen Herzens und raubten ihm den Atem. So hatte er sich sein Leben auf der Erde nicht vorgestellt. Dagegen musste er unbedingt etwas tun.
Sein Kopf dröhnte so schlimm, dass er kaum einen vernünftigen Gedanken fassen konnte. Das war bestimmt nicht normal. Sein Hinterkopf fühlte sich klebrig an. Er konzentrierte sich auf die Stelle, gerade als Katrin sich daran zu schaffen machte.
»Seltsam, sein Kopf ist voller Blut«, flüsterte sie ihrem Kollegen zu, »aber die Verletzung ist eher klein. Ich hatte einen Schädelbruch erwartet.«
»Wer weiß, wie es drin aussieht«, gab der junge Sanitäter ebenso leise zurück. »Das sollen die Ärzte feststellen.«
Ein Schädelbruch? Nicht schön. Aber er war sicher, dass er den soeben repariert hatte. Gerade noch rechtzeitig. Er holte tief Luft, doch dabei hätte er fast aufgeschrien. Bei jedem Atemzug fuhr ein stechender Schmerz durch seinen Brustkorb, der kaum auszuhalten war.

Die Autorin

Gabriele Popma ist Jahrgang 1963 und als wissenschaftliche Bibliothekarin ein alter Hase im Büchergeschäft. 1996 veröffentlichte sie ihren ersten Roman „Umwege zum Glück“ und danach noch einige Kurzgeschichten. Nach einer längeren Schreibpause veröffentlicht sie ihre Bücher nun als Selfpublisherin, unter anderem auch eine Neufassung von „Umwege zum Glück“. Mit ihrem niederländischen Mann lebt sie im südlichen Bayern.

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