Buchcover zu Das Herz der purpurnen Distel von Sophie Morrison - Genre: liebesromane, historische-romane

Das Herz der purpurnen Distel (Distelreihe, Band 1)

Details:

Genre:Historische Romane, Liebesromane
Format:Taschenbuch, eBook
Seiten:439
Verlag:Amazon
ISBN/ASIN:978-1541354999

Inhalt:

Zwischen Vergangenheit und Zukunft,
zwischen Loyalität und Liebe,
zwischen Rache und Vergebung...

Die Britischen Inseln, 1649

Während die Nachwehen des Bürgerkrieges noch überall zu spüren sind, wächst die junge Kendra MacAllan, halb Schottin, halb Engländerin, zu einer selbstbewussten Frau heran.

Dank ihres Vaters genießt sie zuhause in Schottland außergewöhnlich viele Freiheiten, die in völligem Kontrast zu den Gepflogenheiten ihrer adligen Großeltern in London stehen. Ihren Wurzeln zuliebe versucht Kendra, beiden Welten gerecht zu werden. Womit sie sich allerdings nicht arrangieren kann, ist die leidige Suche ihrer Großmutter nach einem angemessenen Ehegatten. Längst hat Kendra beschlossen, dass sie ihre kostbare Unabhängigkeit niemals gegen die Fesseln einer Ehe eintauschen will.

Als sie jedoch völlig unverhofft dem attraktiven Finley MacCarter begegnet, gerät ihre Prinzipientreue ins Wanken. Kendra kann sich seinem bezaubernden Charme nicht entziehen und verliert nach und nach ihr Herz an Finley.

Nachdem Kendras Vater von dieser Verbindung erfährt, setzt er ihr ein jähes Ende. Kendra wird mit der bitteren Wahrheit konfrontiert, dass die Vergangenheit eine gemeinsame Zukunft mit Finley unmöglich macht.

Krampfhaft bemüht sich Kendra zu vergessen.

Hierbei handelt es sich um Band 1 der Distelreihe.

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Buchtrailer

Leseprobe

London, Juni 1649
„Miss Kendra, Ihr seid ja noch gar nicht fertig!“, stellte das übertüchtige Hausmädchen meiner Großeltern mit Entsetzen fest, nachdem es mein Zimmer betreten und mich nur in meinem weißen Unterkleid sitzend auf der Bettkante entdeckt hatte. „Wo ist Betsy? Sie sollte Euch doch zur Hand gehen.“
Ich zuckte unwissend mit den Schultern, doch Nells aufmerksamen Augen entging der Schatten eines Grinsens nicht, der dabei flüchtig über meine Mundwinkel huschte.
Sie legte einen ordentlich zusammengefalteten Wäschestapel auf der Kommode ab, verschränkte die Arme vor der Brust und sah mich fragend an. „Also? Wo steckt nun die Zofe?“
Nell wusste über den Disput Bescheid, den ich mit dem alten Drachen schon seit Wochen austrug. Vielleicht mochte Betsy ein Händchen für das Kombinieren von Kleidern und Schmuck haben oder für das Stecken kompliziertester Frisuren, aber diese Fähigkeiten machten ihr mürrisches Auftreten ebenso wenig wett wie den herrischen Ton eines Befehlshabers, der keinen Widerspruch duldete, wenn sie wiederholt versuchte, mir etwas aufzunötigen.
Meine Großmutter hielt große Stücke auf Betsy, deshalb ließ ich die Prozedur des Zurechtmachens vor jedem Anlass mit zusammengebissenen Zähnen über mich ergehen.
Meine Toleranzgrenze war hoch, jedoch nicht so hoch, dass man sie nicht hätte überschreiten können. Und die alte Zofe stand mit ihrem uneinsichtigen Verhalten kurz davor, mich aus der Haut fahren zu lassen.
„Ich sagte ihr, ich sei heute Abend nicht auf Ihre Hilfe angewiesen und würde hervorragend alleine zurechtkommen.“
Betsys gereizte Erwiderung, die gefolgt war, als ich ihr freundlich aber bestimmt die Tür vor der Nase zugeknallt hatte, behielt ich besser für mich.
Nell unterzog mich einer eingehenden Musterung. „Ihr? Euch selbst überlassen?“, bemerkte sie trocken. „Ihr könnt von Glück reden, dass ich jetzt da bin!“
Mit entschlossenen Schritten steuerte sie auf die Nische am anderen Ende des Zimmers zu und machte sich an meiner farblich sortierten Garderobe zu schaffen.
Nell war ganz anders als Betsy. Mit ihrem lebhaften Wesen war sie mir schnell ans Herz gewachsen. Sie war kaum älter als ich und ihre rehbraunen Augen waren ebenso freundlich wie ihr Gemüt. Sie war nicht nur geschickt in ihrer Arbeit, sondern auch eine unterhaltsame Gesprächspartnerin. Ihre aufmunternde Gesellschaft tröstete mich häufig über die Momente hinweg, in denen ich mich fehl am Platz fühlte.
„Wir müssen uns sputen. Die ersten Kutschen werden augenblicklich eintreffen.“ Mit ihrer weißen Haube wühlte sie sich kopfschüttelnd durch die Unmengen von Stoffen. „Der Duchess wird es ganz und gar nicht gefallen, wenn Ihr Euch verspätet.“
Ein tiefes Seufzen war alles, was ich ihr zur Antwort gab, und ich ließ mich rücklings auf das Bett fallen. Ich lag mittlerweile so weit hinter dem Zeitplan, da würde es auf ein paar Minuten Verzug ohnehin nicht mehr ankommen.
Gerne hätte ich auf die Eintönigkeit, die mich heute Abend erwarten würde, verzichtet. Die Abläufe waren mir bestens bekannt und kein Vergleich zu den unbeschwerten Festen, die wir für gewöhnlich zuhause ausrichteten. Daher war die Versuchung groß, sich stattdessen lieber die Zeit mit anspruchsvoller Literatur zu vertreiben.
Nells hektisches Rascheln endete abrupt, was entweder damit zusammenhing, dass sie eine Kleiderwahl getroffen hatte, oder damit, dass ich zu ihrem Unmut noch immer keine Anstalten machte, mich zu erheben.
Während ich mich desinteressiert mit dem blumenartigen Verlauf der Stuckverzierungen beschäftigte, der sich über die gesamte Decke zog, spürte ich ihren mahnenden Blick auf mir ruhen.
„Miss Kendra, muss ich Euch vielleicht daran erinnern, was Ihr dem Duke versprochen habt?“
Entnervt verdrehte ich die Augen. Nein, das musste sie gewiss nicht.
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Die Autorin

Wenn ich mich in wenigen Worten beschreiben müsste?

Schriftstellerin, Reisebegeisterte und bekennender Schottland-Fan mit Karo-Tick.

1982 geboren, habe ich mich nach der klassischen Schullaufbahn für eine Ausbildung im Finanzwesen entschieden. 2012 habe ich dann meine Liebe zum Schreiben entdeckt.

Was anfangs als netter Zeitvertreib begann, hat sich im Laufe der Zeit zu mehr als einem bloßen Hobby entwickelt: Meine Gedanken fliegen zu lassen, Romanfiguren zu erschaffen und sie spannende Geschichten durchleben zu lassen ist zu einer Passion geworden. Eine Leidenschaft, die mir Freude bereitet, mich erfüllt und mich antreibt.

2015 habe ich meinen Debütroman "Das Herz der purpurnen Distel" veröffentlicht.

2017 folgte mit "Die Bestimmung der purpurnen Distel" Band 2 meiner Distelreihe. Derzeit arbeite ich fleißig an meinem nächsten historischen Romanprojekt.

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