Buchcover zu Der blaue Skorpion von Jack Monty - Genre: thriller, krimi

Der blaue Skorpion – Barkeeper und Gelegenheitsdetektiv Fabio Bennet

Details:

Genre:Krimi, Thriller
Format:Taschenbuch, eBook
Seiten:352
Verlag:Amazon
ISBN/ASIN:978-1521926352

Klappentext:

Fabio Bennet, Barkeeper und Gelegenheitsdetektiv aus Berlin, soll eine Freundin, die Fotografin Emily, nach Bali begleiten. Dort wartet das Erbe ihres Bruders Robert, knapp eine halbe Million Euro, auf sie. Doch Emilys Bruder hat sein Vermögen mit Drogengeschäften gemacht – und dem Verkauf einer Insel an eine Sekte. Um das Erbe antreten zu können, müssen Fabio und Emily auf diese Insel. Doch Roberts ehemalige Geschäftspartner und die Sekte liefern sich einen Kampf auf Leben und Tod – und Emily und Fabio geraten zwischen die Fronten.

Inhalt:

Es gibt einen neuen Serienheld in der literarischen Thriller-Welt: Sein Name ist Fabio Bennet.

Fabio lebt und arbeitet als Barkeeper und Gelegenheitsdetektiv in Berlin und ermittelt überwiegend in den exotischen Ländern Südostasiens. Ein Mann, der gerne gut isst, preisgekrönte Whiskys und legendäre Luxushotels schätzt, sich gelegentlich über seine Begleiterinnen ärgert und manchmal Gefahren im Vorab ahnt. Eine Eigenschaft bleibt dem ermittelnden Barkeeper auch in den gefährlichsten Situationen erhalten: seine Gelassenheit, gepaart mit einem wunderbaren Sinn für Humor und Menschlichkeit.

Seine Aufträge erhält er Serienheld von seiner Chefin Annemarie – eine exzentrische Lady, die meist zuviel Pol Roger Champagner konsumiert und neben einer Cocktaillounge mit asiatischem Flair auch eine geerbte Detektei betreibt, in der es immer an Auslandsermittlern fehlt.

Wenn Fabio Bennet einmal eine Spur aufgenommen hat, lässt er nicht mehr locker. Er besitzt einen untrüglichen Spürsinn. Wenn sich seine Begleiterinnen, Detektive und selbst Polizisten mit einer offensichtlichen Lösung zufriedengeben, recherchiert er weiter, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Fabio ermittelt am liebsten nachts und beherrscht ein kleines Repertoire unterschiedlicher Kampfsporttechniken, das ihn schon oft in gefährlichen Situationen gerettet hat. Er kennt sich mit den gängigen Handfeuerwaffen aus und bedient sich nicht immer ganz legaler Methoden, um seine Fälle aufzudecken.

Meist beginnen seine waghalsigen Missionen mit der Suche nach einer vermissten Person, aber allzu oft spielen Drogen, Mord, Betrug und Geiselnahmen eine Rolle.

Ironischer Witz, eine geheimnisvolle fernöstliche Welt, ein Hauch von Exotik und eine raffiniert konstruierte Handlung zeichnen die Thriller mit Fabio Bennet aus. Jeder der Bände hat eine in sich abgeschlossene Geschichte, aber die Hintergrundstory um Fabio zieht sich durch alle Bücher.

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Leseprobe

Es war ein feuchtkalter Nachmittag. Die breiten Gehsteige der sonst so belebten Oranienburger Straße waren wie leergefegt. Der Nebel hatte die Dächer von Berlin fest umschlungen, und schon seit Stunden spürte ich, dass irgendetwas in der Luft lag. Ob gut oder schlecht, wusste ich nicht. Doch da mich die letzten Wochen das Pech verfolgt hatte, rechnete ich eher mit etwas Negativem.
Neben mir sprangen zwei schlanke Mädchen vom horizontalen Gewerbe aus einem Taxi. Eins rief mir zu: »Hey Fabio, wie geht’s?«
»Gut«, log ich.
»Hast du schon einen neuen Barkeeperjob?«
»Noch nicht, aber einen in Aussicht.«
»Wenn du den Job hast, ruf mich an. Ich bin dann wieder dein Stammgast.«
Ich blickte zum dunklen Himmel, der Unheil verkündete, und ahnte, dass es gleich regnen würde. Was ich nicht ahnte war, dass ich einige Tage später auf einer namenlosen Insel irgendwo im indischen Ozean unweit von Bali mein Leben mit Schusswaffen würde verteidigen müssen.
Als ich meinen Haustürschlüssel zückte, flog die Eingangstür auf und Emily stand vor mir. Emily, die davon träumte, Cheffotografin bei einem Modemagazin zu werden, die in der Künstlerszene den Kurzbeziehungsrekord hielt und ein unterentwickeltes Talent zum Sparen hatte.
»Fabio, ich muss dringend mit dir reden«, platzte sie ohne Begrüßung heraus.
»Über was?«
»Nicht hier«, erwiderte sie geheimnisvoll.
Ich versuchte an Emilys Gesicht abzulesen, ob sie getrunken hatte, was bei ihr in letzter Zeit immer öfter vorkam.
Sie hakte sich mit sanfter Gewalt bei mir ein und stakste den Gehsteig entlang. »Ich habe gerade an deine Tür geklopft. Deine Klingel ist immer noch kaputt. Ich habe überall versucht dich zu erreichen. Was ist mit deinem Handy los?«
»Der Akku ist leer.«
Nach einigen Schritten dirigierte sie mich zum QBa, das gut in den noch vom Kolonialismus geprägten Teil von Havanna gepasst hätte. Die vergilbten Wände des Lokals zierten, neben kubanischen Revolutionsparolen, gerahmte Schwarzweißfotos von Fidel Castro und Che Guevara.
Emily zog ihren beigefarbenen Parka aus, warf ihn auf den Tresen und pflanzte ihr imposantes Gestell auf einen Barhocker. »Ich habe einen Grund zum Feiern. Was trinkst du?«
»Mojito, passt zum Ambiente.«
Emily winkte eine bebrillte Kellnerin heran und bestellte zwei Drinks. Als die Kellnerin außer Hörweite war, tönte sie: »Fabio, du wirst nicht glauben, was mir heute passiert ist …«
»Lass mich raten«, unterbrach ich sie. »Du hast endlich die entwürdigenden Aktaufnahmen mit der übergeschnappten Pastorentocher an den Playboy verkauft.«
»Nein, viel besser.« Das folgende Schweigen dehnte sich wie eine Kaugummiblase und platzte, als sie erklärte: »Ich habe über vierhunderttausend Euro geerbt.«
»Schön«, gratulierte ich und verkniff mir die Frage nach den dreitausend Euro, die ich ihr geborgt hatte.
Die Kellnerin brachte unsere Mojitos.
Emily prostete mir zu. »Auf meinen Bruder, der mir das Geld vererbt hat.«
»Du hast einen Bruder?«
Sie musterte das mit einem Minzezweig dekorierte Glas, sog an dem schwarzen Trinkhalm, dann antwortete sie: »Einen heroinabhängigen Bruder.«
»Warum habe ich ihn nie gesehen?«
»Weil er sich jahrelang in Südostasien herumtrieb. Mit Geld, das er mir gestohlen hat.« Sie stellte ihr Glas ab und starrte angestrengt auf das Flaschenregal.
Mein Blick wanderte über Emilys Körper. Sie war wie immer geschmackvoll gekleidet. Sie besaß ein intuitives Gespür für die Art Kleidung, die ihre Figur am besten zur Geltung brachte. Sie war siebenundzwanzig, sechs Jahre jünger als ich, und verdiente ihren Lebensunterhalt als Aktfotografin. Ich begegnete Emily zum ersten Mal vor drei Jahren, als sie volltrunken und depressiv in der Cocktaillounge, in der ich als Barkeeper jobbte, am Tresen saß und über ihr Leben jammerte. Seitdem war sie für mich die Schwester, die ich nie gehabt hatte.
Als sie noch immer auf das Regal starrte, fragte ich schließlich: »Über was willst du mit mir reden?«
Ihre brandybraunen Augen sahen zu mir herüber. Nach einigen Sekunden erklärte sie mir so sachlich, als würde sie mich über die Zubereitung eines Steaks aufklären: »Ich möchte, dass du übermorgen mit mir nach Bali fliegst. Ich muss eine namenlose indonesische Insel finden.«
Ich musterte ihre Pupillen. »Was hast du denn geraucht? Indonesien hat über siebzehntausend Inseln, davon sind Hunderte namenlos.«
Emilys Augenbrauen schnellten hoch. »Ich bekomme morgen den Lageplan der Insel.«
»Und wofür brauchst du mich?«
»Weil du schon mal in Indonesien warst und perfekt Englisch sprichst.«
»Warum fliegst du nicht mit deinem neuen Lebensgefährten?«
»Der hat Flugangst«, antwortete sie in herablassendem Tonfall.
»Ich kann auch nicht mitfliegen. Ich habe übermorgen ein Vorstellungsgespräch.«
Emily zog ein Handy aus ihrer Parkatasche und legte es auf den Tresen. »Vergiss es. Einen Barkeeperjob kriegst du auf dieser Vergnügungsmeile an jeder Ecke.«
»Mein Vorstellungsgespräch findet aber nicht auf der Touristenmeile statt, sondern in der Marlene-Bar im Interkonti.«
»Fabio«, sagte sie und lächelte noch freundlicher als gewöhnlich. »Ich zahle dein Ticket und deine Spesen, meine Schulden und noch zehntausend Euro obendrauf.«
»Was willst du auf dieser Insel?«, fragte ich unbeeindruckt.
»Das Testament meines Bruders erfüllen. Sein letzter Wille war, dass ich seine Asche an einem bestimmten Strand verstreue. Das Verstreuen der Asche muss gefilmt und die Szene dem Testamentsvollstrecker vorgelegt werden, sonst bekomme ich die Erbschaft nicht.«
»Wo liegt die Insel?«
»Irgendwo zwischen Borneo und Bali.«
Ich setzte mich auf einen Barhocker, nahm einen Schluck Mojito.
Mehr zu sich selbst als zu mir murmelte sie: »Ich hasse meinen Bruder nach wie vor. Er hat mein Sportwagen zu Schrott gefahren und mein Girokonto abgeräumt. Hätte er mich nicht bestohlen, hätte ich mein Studium nicht abbrechen müssen und wäre jetzt eine gefeierte Starfotografin bei einem renommierten Modemagazin.« Sie hob ihren Blick und funkelte mich an. »Ehrlich gesagt, habe ich keinen Bock auf diesen Trip, aber ich brauche dringend die Kohle.«
»Verstreu doch die Asche in einem Berliner Strandbad und lass die Kamera so halten, dass man den Hintergrund nicht sieht«, bot ich ihr an.
»Das geht nicht. Der Testamentsvollstrecker hat ein Foto von diesem Strand. Dort gibt es bizarr geformte Felsenformationen, die auf dem Film zu sehen sein müssen. Außerdem soll ein glaubwürdiger Zeuge die Zeremonie bestätigen. Und dieser Zeuge wirst du sein.« Sie hielt einen Augenblick inne. »Aber das ist noch nicht alles. Mein Bruder hat festgelegt, dass auch seine damalige Freundin, die auf Bali lebt, beim Verstreuen der Asche anwesend sein muss. Dieser Balinesin hat er die gleiche Summe vererbt. Sollte sie verstorben sein, steht mir die gesamte Erbschaft von rund achthunderttausend Euro zu.«
Ich dachte kurz über die ganze Sache nach, dann fragte ich: »Was wäre, wenn du vor ihr das Zeitliche segnest?«
»Dann bekommt die Balinesin die gesamte Summe.«
»Wie ist dein Bruder eigentlich zu so viel Geld gekommen?«
»Das habe ich mich auch schon gefragt.«
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Der Autor

Jack Monty ist das Pseudonym eines Berliners Autors, der Abenteuerthriller mit exotischem Flair schreibt. Nach Jobs in der Gastronomiebranche und einem Karriereversuch in der abstrakten Malerei reiste er neun Monate durch Südeuropa, Nordafrika und Asien. Später lebte er achtzehn Jahre mit wechselnden Jobs in Südostasien. Längere Aufenthalte verbrachte er in Hongkong, Singapur und Thailand, auf den Philippinen und Bali.

Statt gradliniger beruflicher Laufbahn ein Potpourri aus Fassadenmonteur, Komparse, Fotograf, Kauhausdetektiv, Yachtüberbringer, Schatzsucher, Ressortmanager auf einer Tropeninsel, Restaurant- und Nachtklubbesitzer, Projektleiter für eine Expeditionsfirma.

Seit einigen Jahren ist Berlin die Stadt, von der aus er immer wieder auf Reisen geht.

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