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Nach oben führt auch ein Weg hinab von April Wynter

Nach oben führt auch ein Weg hinab

Details:

Genre: Jugendbücher
Format: Taschenbuch, eBook
Seiten: 330
Distributor: Amazon KDP, Nova MD
ISBN/ASIN: 978-3966983310
Bewertungen: Bisher noch keine BewertungSchreibe etwas über das Buch

Klappentext:

Maddys Leben ist ein Albtraum: Durch das Abitur gefallen, keinen Job gefunden und jetzt soll sie auch noch den Sommer bei ihrem Vater in Kanada verbringen, zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Als sie ein Angebot erhält, als Influencerin für eine Agentur zu arbeiten, wittert sie die Chance ihres Lebens. Ein Roadtrip durch die Rocky Mountains soll ihre Karriere voranbringen. Blöd nur, dass sie auf ihren im Rollstuhl sitzenden Großvater aufpassen muss …

Ein Roman über den Druck der sozialen Medien. Den Unterschied der Generationen. Und der Liebe zu einem Land voller Tannenbäume, Grizzlybären und türkisblauen Seen.

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Inhalt:

Nach oben führt auch ein Weg hinab ist ein Buch für junge Erwachsene, die noch auf der Suche nach sich selbst sind. Die 18-Jährige Maddy hat das Abitur nicht geschafft und muss die Sommerferien auch noch bei ihrem Vater in Kanada verbringen, den sie seit Jahren nicht gesehen hat. Als sie ein Jobangebot von einer Influencer-Marketing-Agentur bekommt, soll sie innerhalb kürzester Zeit ihre Followerzahl auf Instagram steigern und fährt dafür in die Rocky Mountains – dank ihres im Rollstuhl sitzenden Großvaters. Zwei Generationen prallen aufeinander, doch ihr Großvater Stan scheint der erste zu sein, der ihre Sorgen und Ängste ernst nimmt und sie beim Erreichen ihrer Träume unterstützt. Als sie sich für ein Selfie in große Gefahr begibt, lernt sie den Social-Media Abstinenten Australier Vince kennen, der eigentlich nicht ihr Typ ist.

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Leseprobe

… verhaftet. Ich bin allen Ernstes verhaftet. Seit einer Stunde warte ich in einem Zimmer ohne Fenster, mit einer Handschelle um mein rechtes Handgelenk. Wie ein Verbrecher im Verhör sitze ich an einem braunen Tisch in einem ansonsten leeren Raum mit weißen Wänden. Eine davon ist bestimmt aus Spiegelglas, sodass sie mich von außen beobachten können. Ich schneide eine Grimasse, in der Hoffnung, dass mich gerade wirklich einer beobachtet. Einerseits komme ich mir ziemlich schlau vor, weil ich ihren Trick durchschaut habe, auf der anderen ziemlich albern, weil ich mich wie ein Kind verhalte. Nicht, dass sie noch meinen Vater anrufen, damit er mich aus dem Småland abholen kommt. Wobei, es wäre vielleicht besser, wenn ihn jemand informieren würde. Er ist bestimmt schon längst wieder auf dem Weg zu seiner Ranch, weil ich nicht aus dem Flugzeug kam. Bestimmt hat er gedacht, dass ich doch noch gekniffen habe.
Die Tür öffnet sich und ein Beamter in Uniform tritt ein. Ein Lächeln liegt auf seinem Gesicht und er nickt mir zu. Als er mir gegenüber am Tisch Platz nimmt, steigert sich seine Freundlichkeit ins Unermessliche. »Hey Madison, wie geht es Ihnen?«
Er wagt es doch tatsächlich, mich zu fragen, wie es mir geht. Nachdem ich verhaftet wurde! Meine Antwort darauf wartet er allerdings nicht ab und fährt direkt fort: »Sie haben also versucht ohne Reisepass in Kanada einzureisen, ist das richtig?«
»Ähm, nein.«
Die Fältchen um seine Mundwinkel verschieben sich auf seine Stirn. »Wie lief die Situation Ihrer Meinung nach dann ab?«
Ich seufze, ehe ich zu einer ausführlichen Antwort aushole: »Ich habe versucht mit meinem deutschen Reisepass ohne die Beantragung dieses Estas oder wie auch immer …«
»eTA.«
»Jaja, also ohne dieses Dings da einzureisen. Aber eigentlich brauch ich das auch nicht, weil ich ja zur Hälfte Kanadierin bin.«
Er unterbricht mich wieder. Dabei wollte ich ihm doch jetzt die Lösung des ganzen Problems auf die unkomplizierte Art vorschlagen: Mich wieder nach Deutschland schicken.
»Aber warum haben Sie dann nicht ihren kanadischen Reisepass dabei?«
»Na, weil ich keinen habe.« Mein Kinderreisepass von damals ist schließlich abgelaufen. In Deutschland habe ich mir nur einen Deutschen machen lassen. Wusste gar nicht, dass ich dort auch einen Kanadischen beantragen kann.
»Wann war denn Ihr letzter Besuch in Kanada?«
Ich verziehe den Mund. »Besuch? Na, eigentlich bin ich ja hier geboren. Und bis ich zehn war, habe ich das Land auch nicht verlassen. Und dann hat meine Mom meinem Dad den Laufpass gegeben und ist mit mir zurück nach Deutschland zu meinen schrulligen Großeltern gezogen. Seitdem war ich nicht mehr in Kanada. Also kann man das wohl kaum Besuch nennen, oder?«
»Sie sind also kanadische Staatsbürgerin …« Blitzmerker. »Und als Kind nach Deutschland ausgewandert.«
Jetzt unterbreche ich ihn: »Na, so kann man das nicht nennen. Da meine Mom ja Deutsche war, also eigentlich auch noch ist … Ich fange mal von vorne an: Meine Mom hat hier ein Auslandsjahr gemacht, hat sich schwängern lassen, ist dann bei ihm geblieben, hat mich bekommen, die beiden hatten Krach, sie ist mit mir nach Deutschland. Ende der Geschichte.«
»Also sind Sie ausgewandert?«
Hilflos zucke ich mit den Schultern. »Weiß nicht. Ich war doch vorher schon Kanadierin und Deutsche in einem, oder sehe ich das falsch?«
Er lehnt sich in seinem Stuhl zurück und verschränkt die Arme vor der Brust. Richte dich bloß nicht zu häuslich ein, ich habe nicht vor, länger in diesem Raum zu bleiben, Mr. Grenzpolizist.
»Wie dem auch sei …« Ich fahre fort, weil ihm offensichtlich die Worte fehlen. »Wir können das ganz einfach lösen: Sie gehen jetzt da raus, holen meinen türkisblauen Hartschalenkoffer für mich und dann setze ich mich in den nächsten Flieger nach Deutschland. Tragen Sie ruhig etwas wie illegaler Grenzübertritt in meine Akte ein und Sie sehen mich nie wieder. Außer, sie kommen mal nach Deutschland. Aber ernsthaft? Das ist dort auch nicht viel besser als hier.«
»Ich war schon einmal in Deutschland.« Warum zum Teufel geht er nicht auf meinen Vorschlag ein? »In Berlin. Wohnen Sie dort in der Nähe?«
Was soll der Small Talk? Will der Zeit schinden, während mir die Trulla von eben einen neuen Pass druckt? Bei meinem Glück tut sie das gerade. Am Kopierer ihres Chefs. Halt, stop! Kopfkino aus, habe keinen Eintritt bezahlt.
Der Grenzpolizist sieht mich erwartungsvoll an. Was wollte er nochmal wissen? Ach ja, ob ich in der Nähe von Berlin wohne.
»Ne, Berlin ist nicht in meiner Nähe, sondern ziemlich weit oben. Wohne eher so im mittleren Westen.« Also nicht so wie bei den Indianern, aber in Köln Chorweiler muss man auch aufpassen nicht vom Pferd geholt zu werden.
»Wo wohnen Sie denn genau?«
»Kennen Sie eh nicht.«
»Ich kann nachschauen, steht in Ihrem Pass. Im Deutschen ist es ja vermerkt.«
Wieder zucke ich mit den Schultern. »Machen Sie mal. Andere Frage: Kann ich wieder zurückfliegen?«
»Sie sind doch gerade erst angekommen?« Der Typ will mich nicht allen Ernstes ungestraft davonkommen lassen, oder?
Möglichst sachlich versuche ich ihm zu erklären: »Ja, aber die illegale Einreise, Sie wissen ja schon.«
Er fasst sich an die Stirn und steht auf, verlässt kurz den Raum und kommt mit einem Formular zurück.
»Hier, das müssen Sie ausfüllen, bei der nächsten Gelegenheit in Calgary einen kanadischen Pass beantragen und dann noch einmal unserer Behörde vorzeigen. Damit: Herzlich willkommen in Kanada!«
Das - ist - nicht - sein - verdammter - ERNST!
Okay, anscheinend doch. Er schiebt das aufgeschlagene Papier zu mir rüber und hält mir einen Stift hin. Lieblich grinse ich ihn an. »Kann nicht schreiben.«
»Oh, Legasthenie?«
»Ne, Rechtshänderin.« Ich lächle noch dämlicher. Er fasst sich erneut an die Stirn und kramt mit der anderen Hand einen Schlüssel aus der Tasche, um meine Handschelle zu lösen.
»Danke.« Spöttisch ziehe ich die Augenbrauen nach oben. Danke, dass ich wegen Ihnen den kompletten Sommer am Arsch der Welt verbringen darf.
Okay, eigentlich ist daran meine Mutter schuld. Aber diesen Grenzpolizisten habe ich kurzfristig für die Lösung meines Problems angesehen. Da er aber offensichtlich keine Lösung ist, ist er mitschuldig. Oder?

Die Autorin

Als Weltenwandlerin bekannt, reist April Wynter nicht nur durch unsere fünf Kontinente, sondern erweckt mit ihren Büchern neue Welten zum Leben. In ihren Geschichten verarbeitet sie die Eindrücke und Erfahrungen ihrer Reisen und beschäftigt sich besonders mit den Fragestellungen der Generation Y. Wenn sie nicht gerade auf Weltreise ist, lebt sie in der einzigen Stadt, die zwischen Rhein und Mosel liegt, verbringt ihre Freizeit mit Tieren auf dem Bauernhof oder verliert sich in einer der unzähligen Bücherwelten.

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