Der Dieb der mich liebte von Gabrielle Adams | Indie-Autoren Bücher
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Der Dieb der mich liebte: Ein Robin Hood Roman von Gabrielle Adams

Der Dieb der mich liebte: Ein Robin Hood Roman

Details:

Genre: Historische Romane, Liebesromane
Format: eBook, Taschenbuch
Seiten: 338
Distributor: Books on Demand, Amazon KDP
ISBN/ASIN: 9783756237807
Bewertungen: Bisher noch keine BewertungSchreibe etwas über das Buch

Klappentext:

Als Robin von Locksley aus dem 1. Weltkrieg zurückkehrt, ist nichts mehr so wie vorher: Seine Familie wurde enteignet und er für tot gehalten. Er wird zum Geächteten und muss in den Sherwood Forest fliehen, nachdem der Sheriff ihm ein Verbrechen anhängt, das er nicht begangen hat. Um Marian, seine große Liebe, vor dem Sheriff zu retten und dessen Schreckensherrschaft über Nottingham zu beenden, beginnt er einen Feldzug gegen ihn. Dabei deckt er ein Komplott gegen die Krone auf, das ganz Großbritannien zu spalten droht.

Gabrielle Adams bringt ihre Version der Sage von Robin Hood aus dem Mittelalter in die Moderne. Herausgekommen ist ein spannendes Abenteuer, in dem die Romantik nicht zu kurz kommt.

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Leseprobe

Prolog - Der Krieg

August 1914

»Du bist unmöglich Robin«, sagte sie und lächelte ihn verliebt an. Sie saßen am Fluss Trent und blickten auf die Felder vor den Toren von Nottingham.
»Warum bin ich unmöglich?«, fragte er lächelnd. Er hatte eine Strähne ihrer braunen Locken um den Finger gewickelt.
»Du willst um meine Hand anhalten, ohne, dass du das mit meinen Vater besprochen hast. Er wird uns nie die Erlaubnis geben«, sie sah ihn nicht mehr an, sondern aufs Wasser.
»Ich halte nicht bei deinem Vater um deine Hand an, weil ich nicht ihn heiraten will, sondern dich. Es ist mir egal, was er sagt. Ich bin ein Lord und du die Nichte des Königs, na und? Alles was zählt, ist doch, dass wir uns lieben.« Er lächelte. »Und das tun wir doch, oder?«
Sie sah ihn wieder an. »Aber wir leben nicht in einer Zeit, in der das zählt.« Sie stützte ihr Kinn auf ihren Knien ab. Das Kleid zog sie soweit drüber, dass man ihre Knöchel nicht mehr sehen konnte. Schon alleine mit ihm hier zu sitzen, konnte ihnen Ärger einhandeln. Sie wollte ihn nicht in Schwierigkeiten bringen. Als er sie damals auf dem Sommerfest beim Sheriff angesprochen hatte, war sie sofort hin und weg. Seine strahlenden Augen und das spöttische Lächeln hatten es ihr angetan. Er war klug, jung und mutig. Seit dem Tag sahen sie sich regelmäßig, auch wenn es eher heimlich war als in der Öffentlichkeit. Sie war schon froh, dass ihr Vater ihr erlaubte, länger aus London wegzubleiben und den Sommer in Nottingham auf dem Schloss ihrer Familie zu verbringen. Als Nichte des Königs hatte man es eben nicht leicht.
»Ich würde aber auch mit dir weggehen, wenn es sein müsste.« Er ergriff ihre Hände und drehte sich zu ihr. »Marian, jetzt nochmal von vorne. Willst du mich heiraten?«
Seine blauen Augen brannten sich in ihre. Was sollte sie nur tun? Ihrem Herzen folgen oder ihrem Verstand? Robin verstand nicht, warum sie zögerte, denn schließlich war er ein Edelmann und deswegen genauso geeignet wie alle anderen. Er hatte ein Schloss und war sogar im House of Lords, seit sein Vater aus Krankheitsgründen nicht mehr teilnehmen konnte. Er liebte diese Frau und wollte mit ihr zusammen sein und sich nicht nur heimlich treffen.
»Ja Robin, ich will«, sagte sie, selbst von sich überrascht, dass es auf einmal so leicht war, es auszusprechen.
Er zog sie lachend in seine Arme und bedeckte ihren Mund mit Küssen. »Du folterst mich«, rief er. Er stützte sich mit den Armen ab und sah auf sie nieder. »Morgen werde ich einen Brief an deinen Vater aufsetzen und ihn offiziell um seinen Segen bitten, aber egal was er sagt, wir bleiben zusammen. Nichts kann uns trennen.«
»Ja, Robert von Locksley und sonst gehen wir nach Amerika, dort soll es unkomplizierter sein.«
»Komm, wir sagen es meiner Mutter zuerst.« Robin stand auf und half Marian hoch. Sie klopften sich das Gras von der Kleidung. Das Pferd, mit dem sie hergekommen waren, graste neben ihnen. Robin hob Marian hoch und stieg dann selbst auf. Er wendete das Pferd und sie ritten langsam zurück in die Stadt.
Marian lehnte sich an ihn. »Was meinst du wird deine Mutter sagen?«, fragte sie.
»Ich glaube, dass sie es schon geahnt hat«, meinte er. Schon von weitem hörten sie die Kirchenglocken. »Was ist da los?«, fragte er.
»Ich habe keine Ahnung.«
Ein Junge rannte mit einer Zeitung vorbei. »Extrablatt: Wir ziehen in den Krieg gegen Österreich und Deutschland.«
»Oh mein Gott!«, rief Marian aus. »Mein Vater schrieb mir schon, dass der Premierminister prüft, ob wir uns an dem Konflikt gegen Österreich und Deutschland beteiligen können.«
»Ich habe davon gehört. Das Kaiserpaar von Österreich wurde in Serbien ermordet. Eine Einladung zu dem Thema für das House of Lords hatte ich bekommen«, sagte Robin.
»Und meinetwegen bist du hiergeblieben.« Sie sah über die Schulter. Sie beide wussten, dass sich jetzt einiges ändern würde. »Lass uns zum Schloss«, sagte sie.
Robin gab dem Pferd die Sporen. Vor dem Schloss hatte sich schon eine Menschentraube gebildet. Alle wollten wissen, wie es weitergehen sollte. Robin stieg ab und half Marian ebenfalls herunter. Er band die Zügel an einem Baum fest und ergriff Marians Hand. Zusammen drängten sie sich an den Menschen vorbei.
Robins Mutter kam zu ihm geeilt. »Wir sind in den Krieg eingetreten«, sagte sie, führte die beiden in den Innenhof und ging selbst wieder nach draußen, vermutlich um zu ihrem Mann zu kommen. Der Sheriff von Nottingham stand auf einem Podest und versuchte die Menge zu beruhigen. Robin mochte ihn noch nie, zum einen weil er unnötig und mit Sicherheit auch unberechtigt Steuern von den Bauern und Bürgern eintrieb und zum anderen, weil er scheinbar eine krankhafte Abneigung gegen Robin hatte.
Die Augen des Sheriffs verengten sich, als er Robin und Marian sah. Vor allem nahm er zur Kenntnis, dass sie sich an den Händen hielten. Er selbst hatte ein Auge auf die schöne Nichte des Königs geworfen. Eine Adelige, die ihren Titel nicht in der Öffentlichkeit trug.
»Ganz ruhig meine Freunde«, fing er an. »Es hat mich heute ein Brief aus London erreicht, dass wir Freiwillige für den Dienst an der Front brauchen. Selbst in den Zeitungen ist es zu lesen, dass wir in den Krieg gegen Österreich ziehen. Auch Deutschland hat sich gegen uns gerüstet und der Kaiser hat eine riesige Streitmacht gegen uns und unsere Verbündeten aufgeboten.« Er sah Robin über die Menge hinweg an. Jetzt war die Gelegenheit den verhassten Jungen seines Gegners im House of Lords loszuwerden und vielleicht sogar die Gunst der Stunde nutzen zu können und Marian den Hof zu machen. »Da die Geschäfte verlangen, dass ich hierbleibe, habe ich natürlich unsere jungen Adeligen der Regierung angeboten, für unser Land zu kämpfen.«
Robin kniff die Augen zusammen, das hatte der Sheriff gerade nicht gesagt. Marian drückte seine Hand. Sie zitterte. Damit sie nicht ohnmächtig wurde, legte er den Arm um sie. »Was genau meinen Sie damit, Sie haben uns dem Premierminister angeboten?«, fragte er.
Der Sheriff lächelte. »Mein junger Locksley, in unserer Armee mangelt es an Offizieren, die intelligent und stark sind. Ich habe lediglich gesagt, dass wir solche jungen Adeligen hier haben und Sie gehören ebenfalls dazu.« Sein Lächeln wurde diabolisch. »Aber ich kann es natürlich verstehen, dass Sie Angst vor dem Krieg haben.«
Marian, die Robins Gemüt kannte, wusste, dass der Sheriff ihren Liebsten damit bei seinem Ehrgefühl gepackt hatte. Auch Robin, der ein kämpferisches Herz hatte, wusste, dass es jetzt kein Zurück gab.
»Mylord, nicht ich bin der Feigling. Ich werde in den Krieg ziehen und wenn ich zurück bin, werden wir uns unterhalten.«
Der Sheriff grinste und nickte ihm zu. Er würde schon dafür sorgen, dass der Junge nicht wieder kam. Sein Freund Guy von Gisborne war beim Militär und wenn der seine Männer instruierte, würde Robert von Locksley sein blaues Wunder erleben. Marian zog Robin hinter sich her. Sie war sauer, dass er sich darauf einließ und vor allem hatte sie Angst. Sie wollte ihn nicht verlieren und schon gar nicht an einen Krieg, der wer weiß wie lange dauern würde. Vor den Toren blieb sie stehen und sah zu ihm hoch. Tränen liefen ihr aus den Augen. »Warum musstest du das tun? Nur weil er dich herausgefordert hat?«, fragte sie. Ihre Stimme brach.
Er streckte die Hand nach ihrer Wange aus und berührte leicht die Haut. Er schüttelte den Kopf. »Nein, nicht nur deswegen. Auch deinetwegen. Ich werde kämpfen um unser Land zu schützen und um mich deiner Hand verdient zu machen.«
»Du spinnst!«, weinte sie. »Du hast mich doch schon längst und ganz gleich, was mein Vater sagt, ich werde dich heiraten.«
»Ich werde bald wieder da sein.« Er beugte sich herunter zu ihr und küsste sie. Es war ein Abschied, das wussten sie beide. Nur nicht wie lange der Krieg sie trennen würde. Robin war entschlossen, wieder zu kommen. Eine Bombe oder eine Gewehrsalve konnten ihn nicht aufhalten. Er würde wiederkehren und diese Frau heiraten, das versprach er nicht nur sich mit dem Kuss, sondern auch ihr.

Die Autorin

Gabrielle Adams ist das Pseudonym der Hamburger Autorin Stephanie Wittern, die bisher Bücher im Fantasy-Genre geschrieben hat, aber jetzt auch den Sprung zu historischen Liebesromanen wagt.

Der erste Titel unter diesem Pseudonym war der historische Roman »Wie ein Sturm«, aber es sollen auch nach »Der Dieb der mich liebte« noch viele weitere Titel folgen.

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