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www Sammelstücke ade von Anita Lang

www Sammelstücke ade

Details:

Genre: Fantasy
Format: eBook, Taschenbuch
Seiten: 260
Distributor: Epubli
ISBN/ASIN: 978-3754968871
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Klappentext:

Im Internet ist der Teufel los. Die Ghosts treiben ihr Spiel online. Soonerfaindaut amüsiert sich auf die Kreative. Farercrai ist etwas herber, doch einer, der Vorteile verschaffen kann.

Rica und Finn stehen im Leben und beweisen bereits in jugendlichem Alter Tüchtigkeit, als sie mit den Computergeistern bekannt werden. Ihr Abenteuer führt sie in faszinierende Onlinespiele, einen Nachtklub und schließlich in eine Denkfabrik, die einem den Spaß verderben kann.

Rica lernt den Dichtergeist Soonerfaindaut kennen, der ihr Talent fördern möchte. Drei Autostunden entfernt, einige Stunden später, macht Finn die Bekanntschaft des alles versprechenden Farercrai. Dieser lockt mit einem brandneuen Gewinnspiel, das die Massen anzieht. Für die Jugendlichen nimmt ein Wagnis seinen Anfang, das ungeahnte Kreise zieht.

Was wissen die Ghosts über eine mysteriöse Insel und deren Machenschaften? Die Denkfabrik benötigt Nahrung: begabte, aufstrebende IT-Kräfte. Der Roman zeigt eine Form der Versklavung, die in der Arbeitswelt stattfindet. Andere private Bereiche der Hochleistungsarbeitskräfte werden eliminiert oder ausbeuterisch genützt. Als die Web-Kids der Wahrheit auf die Spur kommen, sind sie bereits mittendrin.

Inhalt:

Ein geisterdurchtriebener Abenteuerroman für Jugendliche und Erwachsene.

Die vierzehnjährige Rica lernt den Dichtergeist Soonerfainaut kennen, der ihr Talent fördern möchte. Drei Autostunden entfernt, einige Stunden später, macht Finn die Bekanntschaft des alles versprechenden Farercrai. Dieser lockt mit einem brandneuen Gewinnspiel, das die Massen anzieht. Für die Jugendlichen nimmt ein Wagnis seinen Anfang, das ungeahnte Kreise zieht. Was wissen die Ghosts über eine mysteriöse Insel und deren Machenschaften? Die Denkfabrik benötigt Nahrung: begabte, aufstrebende IT-Kräfte. Als die Web-Kids der Wahrheit auf die Spur kommen, sind sie bereits mittendrin.

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Vorstellung

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Leseprobe

1. Was denkt der Computer

„Noch keiner hatte so ein Problem wie ich. Ausgenommen vielleicht Rapunzel.“ Mutter hat gesagt, ich soll nicht alleine rausgehen. Draußen trommelt der Regen auf das Fensterblech. Die Stadt hat keine Farbe um diese Zeit. Sonst schon. Lässig, die Leute hier, die sich zahlreich in den Straßen und Gassen tummeln. Sie unterhalten sich stundenlang auf Ungarisch. Gar nicht so leicht zu lernen. Ein paar Zeilen noch, dann habe ich frei. In Deutsch müssen wir uns die klassischen Versmaße reinziehen. Daktylus klingt supi, nach einem Hustensaft mit Kräutern. Paaam, Pam, Pam. Im Handumdrehen habe ich es fertig, Countdown bis Schulschluss. Das Fräulein unterrichtet mich und andere privat. Wenn ich Privatfräulein zu ihr sage, lacht sie zaghaft, gekünstelt. Auch wenn ich Sorgen an sie herantragen möchte. Das, was mich beschäftigt, die Sachen meiner Freundin und all sowas.
„Man muss sich abgrenzen, Rica“, sagt sie. „Du darfst nicht alles an dich heranlassen.“ Das jedenfalls kann sie bestens. Ist weniger anstrengend für sie. An Beziehungen muss man arbeiten, sogar sehr. Freunde freuen sich, wenn man sie versteht. Plus ihnen zuhört. Ich will immer wissen, was läuft. Das macht alles und jedes immens spannender.

Ritsch-Ratsch, ein Reißverschluss wird aufgezogen. Gespenstisch, es kommt aus meinem Laptop.
„Was zum Geier.“
„Just eine Frage der Perspektive, like Sudoku in der Bergsonne“, sagt eine Stimme, die wie aus einem Basslautsprecher klingt. Ich halte den Atem an und horche.
„Kommt da noch was“, frage ich. Wie peinlich, ein heiseres Krähen kommt aus meinem Rachen.
„Ich dichte“, tönt es vom Bildschirm her. „Wie findest du den Satz?“
„Tja, schöne Worte, aber ist das nicht ein bisschen verwirrt?“
„Du kannst es fühlen.“ „Oder auch nicht.“
„Halt ein Gedicht? Oder nicht?“
„Genauso. Es ist nicht die Craziness eines überwutzelten Programmierers, der stoned in einer Viertagesschicht in Silicon Valley vor sich hin werkt.“
„Die arbeiten dort so lange?“
„Aber ja. Die wohnen dort, schlafen in modernst ausgestatteten Wohnräumen. Spielen Monopoly mit den Buddies in ihren Pausen. Joggen auf dem Laufband.“
„Wer bist du? Also ich bin Rica.“
„Soonerfaindaut mein Name. Ich wollte, ich hätte meine eigene Wolke. Dann könnte ich…“
„Soonerfaindaut in der Cloud. Freut mich!“ „Meine Mama arbeitet in einem Labor. Dort werden Zähne gemacht, gegenüber dem niedlichen Kirchenpark.“ Geisterhaft schweigt er. Ja, macht nichts, dann kann ich länger reden.
„Wir haben hier keine Spiel- und Sportwiese, weißt du.“
„Dann denk dir eine aus.“
Wenn unsereins in eines der Häuser eingeladen ist, zu welchem ein Garten gehört. Dann kann ich mit anderen spielen. Morgen steigt eine Party im Nachbarhaus. Leider kenne ich keinen von denen.

„Und wer spielt mit mir, du Traumtänzer?“
„Ich, sometimes, das könnte ein spannender Traum werden. Ready fürs Abenteuer?“
„Was sind deine Pläne, Sooner und so weiter? Du hast doch welche, oder?“
„Soonerfaindaut auf seinem eigenen Wolkenland, dahinschwebend in tollen, bunten Farben, die noch nie eine Menschenseele erblickt hat.“
„Du hast eine Farbe? Welche?“
„Heute Pink, morgen Winterblau.“
„Ist das nicht furchtbar langweilig?“
„Blitzblöd.“
„Was, die Frage war gar nicht so dumm.“
„Wie gefällt dir das neue Wort. Blitzblöd oder aber auch donnerdumm, könnte auch passen.“
„Ach, ich verstehe. Wir denken uns etwas aus. Zu zweit.“
„Ich sage dir ein edles Wort. Eines, das aus der Reihe tanzen kann. Du machst den Satz.“
„Ich kann nicht so gut reimen.“
„Musst du nicht. Spruchreif, inspiriert, frei von Chemie.“ Mama sperrt die Türe auf und ruft fröhlich: „Ich bin zu Hauauause“.
„Spruchreif müssen wir auf morgen verschieben“, flüstere ich ihm zu. Seine Augen zwinkern vertraulich über einem sonnigen Lächeln aus rosa Wölkchen.
„Gut“, sagt er. „Schon kapiert. Von innen wärmen geht immer.“
Ein Ritsche-Ratsche folgt auf den Fuß. Vermutlich hat er mein Baba gar nicht mehr gehört.

Von innen wärmen, er spricht in Rätseln. Zurück zu meinen Schulaufgaben. Noch auf ‚Speichern‘ drücken und absenden.
„Essen ist fertig!“
„Palatschinken, mmmh lecker.“
„Ich muss dann nochmal weg“, sagt Mama. „Das kann bis zu drei Stunden dauern. Wenn etwas sein sollte: ich bin am Handy erreichbar.“
„Okay dann, ich komm zurecht. Kannst sicher sein.“ Ich werde ihn googeln. Oh nein, jetzt zieht der seine Updates ab. Erst fünfundzwanzig Prozent zeigt der Balken. Es zischt beim Aufdrehen der Colaflasche. In der Naschlade finde ich Chips mit Paprikageschmack.
„Soonerfaindaut“, tippe ich ein. Das Ergebnis: orthographische Rechtschreibtipps, alles zu „Sooner“. Da, ein Hinweis. Er hat ein Buch geschrieben. Klick, Error 404, not found. Fehlermeldung, nichts zu finden. Ob Evi vielleicht was weiß?

„Evi, hallo“, rufe ich ins Telefon.
„Du musst doch nicht so schreien? Servus du, ich habe dich schon vermisst.“
„Ist es bei euch auch so schiach, das Wetter?“
„Schiarch und schiarcher in Wien. Ich sags dir, wir haben so viel auf. Und das knapp vor den Ferien.“
„Ich hatte ein komisches Erlebnis“, beginne ich. „Kennst du einen Soonerfaindaut?“ „Evi, bist du noch da?“
„Ja gewiss. Sagt mir jetzt nichts, der Name. Klingt aber cool, interessant.“ Jetzt muss ich es ihr erzählen. Sie besteht darauf. Hoffentlich lacht sie mich nicht aus. So ein Glück, sie nimmt es ernst.
„Hätte ich auch gerne, so einen virtuellen Freund“, sagt sie zum Abschied. Keine Zeit für mich. Das fühlt sich leer an. Meine vier Buchstaben tun weh, vom langen Sitzen. Kann so ein Hintern viereckig werden?
„Wo denkst du hin“, hat Mama gesagt. Also doch nicht. Eine Runde Schnurspringen, das bringts. Jetzt noch den Hocker zur Seite schieben. Regenschirme, wie Dächer über geschützten, trockenen Köpfen. Rot getupft, blau kariert, wippen sie auf und ab. Genug, ich bekomme keine Luft mehr. „Wchaa!“ So schnaufen Drachen.

2. Der letzte Marktschrei

Herrlich, wie der Wind durch mein Haar zieht. Die Gehöfte stehen zusammen über der Böschung, als wären sie eine vertraute Stammtischrunde. Mein Gehirn klappert noch immer auf Hochtouren. Am Bike kann es sich auslüften auf die Schnelle. Von der Strapaze der Mathestunde. Noch bin ich unter den Besten.
„Finn“, sage ich mir. „Ein bisschen Mühe kostet es dich, dann bist du vorn dabei.“ Wenn ich allerdings ein E-Bike hätte, wäre so eine kleine Steigung ein Klacks. „Streber“, haben sie gesagt. Heute in der Umkleide hat mir einer Kakao aufs Shirt gekippt. War bloß eine patscherte Aktion, oder nicht? Wenn es unabsichtlich geschehen wäre, hätte er sich entschuldigt. Selten reden die mit mir. Tja, sie fassen sich halt kurz. Aber „Sorry“ hätte er doch sagen können. Am Saum der Straße ein Schild: „Durchgestrichen Linz-Leonding“. Unser Haus wartet. Die Rollläden sind geschlossen und spiegeln die Nachmittagssonne. „Wärm dir die Lasagne“, steht auf dem Zettel an der Kühlschranktür. Ich zerknülle ihn und werfe ihn in den Mülleimer. Wenn die Eltern nicht da sind, kann ich genauso gut auf meinem Schreibtisch essen. Und mal wieder Tagebuch schreiben. Ein gestreiftes Buchsymbol auf dem Desktop. Wie war nochmal das Passwort?

Der Sound einer Maultrommel setzt ein. Signation Westernstimmung, oder wie? Neue Datei, ein leeres Blatt. Worüber soll ich schreiben?
„Ein wenig Musik könnte auch nicht schaden.“
„Was soll es sein?“ Das gibt’s ja nicht. Eine elektronische Stimme.
„Elton John“, sage ich. „Ich bin ein wenig altmodisch.“
„Kommt sofort. The Rocket Man.“
„Wenn ich mir noch etwas wünschen könnte…“
„Was darfs sein?“
„Ich will ja nicht unverschämt sein. Aber ich hätte gerne das E-Bike von Fivestars.“
„Kein Grund zum Lachen. Kriegst du, oder glaubst du mir nicht.“
„Mit meinen Ersparnissen sieht es lausig aus“, muss ich unverblümt zugeben.
„Und deswegen lässt du deine Birne sinken?“
„Das ist doch nicht eine Birne. Das ist mein Kopf.“
„Bei Querula steigt ein Gewinnspiel“, raunt er mir zu.
„Und was muss ich dafür tun?“
„Superschnell sein. Wenn du alle Köpfe abschießen kannst, und das innerhalb Rekordzeit, holst du dir auf der Stelle dein Fahrrad ab.“
„Nenn mir die Webseite, wann steigt das Rennen?“
„Morgen, 15 Uhr 5, auf querula.ade.“

„Wer bist du und wie siehst du aus?“
„Man erkennt mich an meiner fluoreszierenden Schleppe.“
„Also kein irdisches Wesen. Cool.“
„Doch, auf der Erde. Farercrai mein Name.“
„Und du tust was genau? Was bringt es dir, wenn du mir einen Gewinn verschaffst?“
„Ach, rein ideell. Ich vernetze und verbinde.“

Die Autorin

Anita Lang kommt aus Wien und setzt sich für spannende Lektüre ein.

Sie arbeitete als Assistentin und Trainerin. Befeuert durch die Fernstudien „Journalismus“ und „Kreatives Schreiben“, widmete sie sich der Schriftstellerei.
Bisher erschienen vier Romane, zwei Novellen und ein Kurzgeschichtenband.

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