MondZauber #1: Verwandlung von Mari März | Indie-Autoren Bücher
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MondZauber #1: Verwandlung von Mari März

MondZauber #1: Verwandlung

Details:

Genre: Fantasy
Format: Taschenbuch, eBook
Seiten: 319
ISBN/ASIN: 978-1720120681
Bewertungen: Bisher noch keine BewertungSchreibe etwas über das Buch

Klappentext:

Stellen wir uns dem, was wir sind … in all seiner Schönheit – auch wenn diese dunkel ist wie der sternenlose Himmel einer klaren Neumondnacht.

MondZauber #1

Lyra wohnt in einer kleinen Stadt am Rande Berlins und führt ein stinknormales Leben. In 191 Tagen ist ihr 18. Geburtstag und schon jetzt ist sie fest davon überzeugt, dass ab diesem Tag alles anders wird. Aber wie definiert man anders? Seltsame Dinge geschehen, die in Lyra ein Gefühl der Einsamkeit und Angst hinterlassen. Hilflos strebt sie ihrem Schicksal entgegen. Von ihrer Familie kann sie keine Unterstützung erwarten, sie alle sind wahre Meister der Verhüllung. Doch dann trifft Lyra auf magische Wesen, die von stinknormal meilenweit entfernt sind.

Ein weiblicher Hybrid in der Gestalt eines Wertieres, geboren aus dem Wasser und dem Feuer, soll im Reich der Luft seine Kräfte messen und dem Reich der Erde endlich Frieden bringen. Lyras Schicksal wurde bereits vor langer Zeit besiegelt. Begleite sie auf ihrem fantastischen Weg, tauche ein in die magische Welt der Mythen und Märchen und löse mit ihr gemeinsam die Geheimnisse, welche nun nicht länger im Verborgenen liegen …Die Basisstory REDRUBI ist einzeln erhältlich. Vergiss Rotkäppchen!

Inhalt:

#Backstage

Beim Plotten der MondZauber-Tetralogie kam ich zu dem Schluss, dass Vampire untote Gestaltwandler sein müssen, denn in den Legenden der Neuzeit verwandeln sich Dracula und seine Kinder der Nacht in Wölfe oder Fledermäuse. Ein weiterer Aspekt meiner Recherche galt den Gestaltwandlern selbst. Wer sagt eigentlich, dass es sich dabei ausschließlich um Wölfe handelt? Während die Lykanthropie meines Erachtens negativ durch die klinische Psychologie besetzt ist, wird das breite Spektrum der tierischen Metamorphose durch den Begriff Therianthropie oder auch Theriomorphose deutlich, welche bis ins Mittelalter jedenfalls bei nicht-christianisierten Naturvölkern ein völlig normaler Bestandteil der Religion respektive des Schamanismus war. Auch bei MondZauber wird es selbstverständlich um Werwölfe gehen, aber auch andere Wertiere spielen eine Rolle – genauso wie Hexen, Druiden und Totems.

Meine Überlegungen gingen dabei so weit, dass es sich in meiner Geschichte grundsätzlich um Tiere handeln sollte, die in Europa ansässig sind, was insbesondere die drei größten Landräuber betrifft: Bär, Wolf und Luchs. Ich schaute so einige interessante Dokumentationen über ebenjene Raubtiere. Sowohl Bär als auch Wolf und Luchs gehörten in Deutschland aber auch in weiten Teilen Europas quasi mal zur Grundausstattung der mannigfaltigen Fauna … bis der Mensch zu Ackerbau und Viehzucht überging, irgendwann das Märchen vom Rotkäppchen erfand und seither auf alles schießt, was ihm im Weg ist.

Zum Glück siedeln die Wölfe, Bären und Luchse wieder in Deutschland, doch ein Problem blieb. Sowohl in Island als auch in Irland gibt es seit mehr als hundert Jahren so gut wie keine Bäume, keinen Wald, keine Wölfe … Wie ich dieses Problem gelöst habe? Nun, das könnt ihr jetzt nachlesen.

Alle drei MondZauber-Teile sowie das Prequel REDRUBI jetzt bei Amazon. Teil 4 erscheint im Frühjahr 2021.

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Leseprobe

Im Auftakt der Reihe erleben wir in VERWANDLUNG eine Protagonistin, die noch nichts von ihrer wahren Herkunft, der Prophezeiung und ihrem Schicksal weiß. Lyra hasst ihr Leben und ihre Familie, liebt hingegen ihre Freundin Emily. Für kichernde Mädelsabende und kollektives Fußnägellackieren hat sie nichts übrig. Lyra ist ein selbsternannter Outlaw, hört Marylin Manson oder Muse, liest gern Mangas und verschlingt alles, was mit Fantasy und Horror zu tun hat.

»Weißt du, was mich echt nervt?«
Emily stöhnte gereizt und vertiefte sich wieder in ihr Popcorn. »Dich nervt doch alle fünf Minuten was anderes. Was ist es denn diesmal?«
Lyra blieb stehen, stemmte ihre Fäuste in die Hüften und sah Emily entrüstet an. Diese blickte gerade traurig in ihre leere Popcorntüte, zerknüllte das bunte Papier und steckte es in die Tasche ihrer viel zu engen Jacke.
Warum muss sie eigentlich immer so viel essen?, dachte Lyra heimlich und bekam im selben Augenblick ein schlechtes Gewissen. Nicht nur, weil Emily ihre beste Freundin war. Auch Lyra hatte einige Pfunde zu viel auf den Rippen. Genau wie Emily war es ihr zu Beginn der Pubertät irgendwie nicht gelungen, das richtige Maß zu finden. Regina, ihre Oma väterlicherseits, lag Lyra seither in den Ohren, dass man mit zunehmendem Alter nicht mehr alles sinnlos in sich hineinstopfen könne, ohne dabei zu einem Walross zu mutieren. Insgeheim gab Lyra ihrer Oma sogar recht, dieser blöden Kuh. Jedoch würde sie es niemals zugeben. Sie konnte dieses keifende alte Ding einfach nicht ausstehen.
Wenn meine Klamotten an mir genauso beschissen aussehen wie an Emily, dann …
»Was geht dir denn nun auf die Nerven?«
Lyra schreckte aus ihren Gedanken und fand sich auf der Straße vor dem alten Kino wieder, aus dem sie gerade mit ihrer besten Freundin gekommen war. Sie hatten sich einen uralten Horrorstreifen angesehen. Aus den Siebzigern oder so. Noch komplett ohne Computerbearbeitung, mit langen Dialogen und schräger Kameraführung. Sie standen beide auf diese Old-School-Movies.
»Hallo? Jemand zu Hause? WAS! GEHT! DIR! AUF! DIE! NERVEN?«
Emily ballte nun ihrerseits die kleinen Hände zu Fäusten, stemmte sie in die plumpen Hüften und funkelte ihre Freundin aus blauen Augen an. Eine kleine Falte auf ihrer Stirn verriet Lyra, dass jetzt Gefahr im Verzug war und sie schleunigst antworten sollte.
»Sorry, ich war in Gedanken. Weißt du, was mich echt nervt?«
»Herrgott noch mal, nun sag’s doch endlich!!!«
»Haha, ich weiß. Aber was mich wirklich richtig nervt, ist …« Lyra machte eine weitere Pause, nur um Emily zu ärgern. Ihre Freundin stöhnte und lief ein Stück voraus.
»… dass es keine weiblichen Werwölfe gibt.«
Abrupt blieb Emily stehen und blickte interessiert über die Schulter. Die kleine Falte auf ihrer Stirn vertiefte sich. »Was zum Geier meinst du?«
Grinsend verschränkte Lyra die Hände auf dem Rücken und begann zu referieren: »Na, es gibt nur Kerle, die sich verwandeln. Keine Mädels. Was soll das?« Emily schüttelte entgeistert den Kopf, ließ ihre Freundin aber weiter lamentieren.
»Okay, im 18. Jahrhundert oder wann immer diese Stories um Werwölfe, Gestaltwandler und so entwickelt wurden, da kannte man noch keinen Feminismus, kein Gleichbehandlungsgesetz und vor allem keine Frauenquote. Aber genau deshalb könnte sich doch mal jemand finden, der diese Ungerechtigkeit aus dem Weg räumt. Wenigstens auf dem Papier. In der Twilight-Saga hat es doch auch geklappt, die alten Geschichten in die Neuzeit zu verlagern. Auch wenn man sich durch drei Bücher lesen musste, bevor Bella dann endlich zum Vampir wurde. Mir hat ja Rosalie und vor allem Victoria viel besser gefallen, als dieses ewige Gejammer um Schuld und so. Ich verstehe bis heute nicht, warum Bella ewig darauf warten musste, bis dieser versnobte Edward seine beschissenen Gewissensbisse im wahrsten Sinne überwunden hat. Dieser Schleimer!«
Emily verdrehte belustigt die Augen. »Du schweifst vom Thema ab, Lyra! Außerdem warst du selber ganz verknallt in Robert Pattinson.«
»Da war ich fünfzehn! Das ist doch ewig her. Aber du hast recht. Wir waren ja gerade bei der chauvinistischen Tatsache, dass es keine Werwölfinnen gibt. Okay in den neueren Büchern und Filmen gibt es schon ein paar Mädels, die sich gnädigerweise in pelzige Ungeheuer verwandeln dürfen. Aber allein schon die germanische Vorsilbe Wer deutet auf die rein maskuline Bedeutung hin. Im Althochdeutschen wurden die Lykantrophen auch Mannwolf genannt. Tja, da gibt es kaum Spielraum für die Gleichberechtigung der Geschlechter. Ich staune, dass da noch keine Emanze drauf gekommen ist. Vielleicht heißt es aber zukünftig auch Werwolf*innen. Haha! Fantasy und Feminismus.«
Emily kramte in ihrer Tasche auf der Suche nach etwas Essbarem. Sie kannte die philosophischen Ausflüge ihrer Freundin. Das dauerte erfahrungsgemäß länger und machte sie immer hungrig. Dennoch hörte sie Lyra aufmerksam zu. Schließlich war auch sie ein großer Fan des Fantasy-Genres und fand den Denkansatz durchaus faszinierend. Deshalb ließ sie von ihrer Tasche ab und nickte zustimmend: »Genau, Lyra. Richtig! Und was soll eigentlich diese zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit, dass Vampire ausnahmslos superschön und wahnsinnig klug sind, während Werwölfe lediglich die stinkenden Köter sein dürfen?«
Beide Mädchen sahen sich an und begannen zu kichern. Sie kannten sich seit dem Kindergarten. Wenn jemand wusste, wie Lyra tickte, dann war es ebendieses Mädchen, das sie nun wissend anlächelte und in gespielter britischer Steifheit konstatierte: »Das ist tatsächlich eine unerhörte Angelegenheit. Was gedenken Sie zu tun, Miss Holmes?«
Theatralisch stolzierte Lyra die Straße entlang, die eine Hand hinter dem Rücken und den gekrümmten Zeigefinger der anderen unter ihrem Kinn: »Ich habe noch keine Ahnung, Fräulein Watson. Warten wir es ab. Meistens entwickeln sich die Dinge vielleicht nicht so, wie man es gern hätte. Aber manchmal geschieht ein Wunder … irgendetwas liegt da in der Luft. Das spüre ich ganz deutlich.«

Die Autorin

Mari März wurde in Berlin geboren. Heute lebt und arbeitet sie als freie Lektorin, Ghostwriterin und Schriftstellerin am grünen Stadtrand der Metropole.

Es ist der spannende Mix aus Hass, Gier, Verzweiflung, Liebe und Freundschaft, der ihre außergewöhnlichen Geschichten so lesenswert macht. Mit ihren Ideen und Gedanken möchte Mari März begeistern, zum Nachdenken anregen oder einfach nur unterhalten. Sie liebt die Natur und das Reisen. Das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung ist für sie das höchste Gut.

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