2020 ... und dann kam Corona! von Pauline Eving | Indie-Autoren Bücher
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2020 ... und dann kam Corona! von Pauline Eving

2020 ... und dann kam Corona!

Details:

Genre: Gesellschaftsromane
Format: Taschenbuch
Seiten: 292
Distributor: Books on Demand
ISBN/ASIN: 978-3752617146
Bewertungen: Bisher noch keine BewertungSchreibe etwas über das Buch

Klappentext:

Eine mysteriöse Begegnung. Zwei unschuldige Schwestern. Eine weltweite Pandemie.

Die Schwestern Vivian und Marie de Gaulle fallen aus allen Wolken, als ein Ahnenforscher sie am Grab ihres Großvaters anspricht und mysteriöse Andeutungen über den Zweiten Weltkrieg macht. Er behauptet, ihr Großvater sei mit Charles de Gaulle, dem Anführer des Widerstands gegen die deutsche Besatzung, verwandt. Bisher glaubten die Schwestern, ihre Familie stamme von einem fränkischen Adelsgeschlecht ab und stehe in keiner Verbindung zu dem französischen Politiker.

Sie verabreden sich zu einem Gespräch, aber bevor es dazu kommt, erliegt der Historiker dem Coronavirus. Um mehr zu erfahren, reisen die Schwestern trotz der drohenden Pandemie und erster Grenzschließungen nach Frankreich. Das anfängliche Abenteuer entwickelt sich jedoch zu einem unkontrollierbaren Strudel an Ereignissen, der Vivian und Marie immer tiefer in seinen Sog zieht …

Dieser Roman spielt zu einer Zeit, kurz bevor die Coronavirus-Pandemie die ganze Welt überrollt und Deutschland auf einen Lockdown zusteuert. Corona liegt jedoch nicht im Zentrum des Geschehens, sondern es geht vor allem um die Frage, wie mit dem Virus umzugehen sei – verdrängen, davor flüchten oder es akzeptieren?

Inhalt:

Pauline Evings neuer Roman erzählt die Geschichte zweier Schwestern, die die Ausbreitung der Corona-Pandemie und deren absehbare Folgen nicht wahrhaben wollen. Deshalb stürzen sich Marie und Vivian Hals über Kopf in die Aufklärung eines Familiengeheimnisses und werden schließlich selbst zu Gejagten. Das Buch erzählt das furiose Abenteuer der Schwestern, es erzählt aber auch davon, wie wir uns aus Furcht vor dem einen, ohne es zu ahnen in das nächstbeste Unglück stürzen.

Vivian de Gaulle und Marie Brandauer sind Schwestern und leben ein beschauliches Leben in Köln.

Marie und ihr Mann Stephan haben ihre kleine Tochter Lilou, ihr einziges Kind verloren und kämpfen sich tapfer ins Leben zurück. Dabei stehen ihnen Maries Schwester Vivian und ihre Lebensgefährtin Ruth zur Seite. Doch dann überschlagen sich plötzlich die Ereignisse im Leben der Schwestern, während, oder vielleicht gerade weil mit der Corona-Pandemie ein weiteres Unheil naht.

Marie und Vivian werden auf dem Friedhof am Grab ihres Großvaters, vom mysteriösen Monsieur Calbérac angesprochen. Dieser stellt merkwürdige Fragen zum berühmten Nachnamen ihres Großvaters, der lautet nämlich de Gaulle. Er deutet ein ihnen unbekanntes Familiengeheimnis an. Die beiden Schwestern sind sich ihrer französischen Wurzeln sehr bewusst, sprechen fließend französisch und reisen oft in die Heimat ihres Großvaters. Was Monsieur Calbérac andeutet, macht die beiden Frauen sprachlos. Aber es macht sie auch neugierig. Nur wenige Tage später brechen sie zu einer abenteuerlichen Reise nach Frankreich auf. In Rennes hoffen mehr zu erfahren, über das womöglich dunkle Geheimnis ihrer Familie.
Kaum in Frankreich angekommen, geraten sie in einen Strudel von Ereignissen. Ein Verräter soll ihr Großvater gewesen sein, der die Resistance um ein Vermögen betrogen haben soll, um damit nach Nazi Deutschland zu flüchten. Und dann gibt es da noch die Familie Levebvre, die den Schwestern nachsetzt, um alte Rechnungen zu begleichen. So werden die Schwestern selbst zu gejagten Verbrecherinnen, deren vorerst letzter Ausweg die deutsche Grenze ist. Die soll aber wegen der Corona Pandemie in Kürze geschlossen werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Im Laufe ihrer furiosen Flucht durch Frankreich wachsen Marie und Vivian über sich hinaus und enger zusammen als je zuvor. Dabei beginnen sie zu begreifen, wie sehr sie das Leben lieben. Und gerade als sie sich nach Lilous Tod wieder dem Leben zuwenden wollten, taucht plötzlich ein Virus auf, dass das Leben und die Welt für lange Zeit stillstehen lassen wird. Sie beginnen zu verstehen, dass sie sich nur deshalb Hals über Kopf in dieses gefährliche Abenteuer gestürzt haben.

Und dann kam Corona ist ein rasanter Roman, aber auch ein Buch darüber, wie die Weigerung sich einer unbequemen Realität zu stellen, uns zu Torheiten veranlasst, deren Schaden noch weit größer ist. „Das brutale an der Realität ist eben“, so ein Fazit des Buches, „dass sie immer gewinnt“.

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Leseprobe

Prolog – Die kleine Lilou Brandauer
Die Reihe der Menschen, die heute gekommen waren, wollte nicht abreißen. Alle waren sie hier, einzig um Vivians zehnjähriger Nichte die letzte Ehre zu erweisen.
Lilou, die so heißgeliebte Tochter von Vivians Schwester Marie, war gestorben. Sie hatte den Kampf verloren und war nach kurzer schwerer Krankheit für immer eingeschlafen.
Die kleine Straße, die vorbei an dem Pförtnerhäuschen des alten Ehrenfelder Friedhofs führte, war bedeckt von schwarz gekleideten Menschen und ihren ebenso finster wirkenden Regenschirmen. Feine Rinnsale liefen unaufhörlich von den Rändern hinab bis auf die in Schulterhöhe der oftmals bereits schon völlig durchnässten Mäntel der Trauergäste. Sogar das Wetter hatte sich heute entschieden, Trauer zu tragen. So hatte es den Anschein, als würden die tiefdunklen Wolken in ihrer Anteilnahme eimerweise ihren Schmerz über den Trauerzug ausgießen wollen.
Sieben Jahre lang hatte die kleine und zierliche Lilou Brandauer die Geschicke ihrer Familie mit ihrer kindlichen Liebe und ihrem liebenswerten Übermut beeinflusst. So gab sie mit ihrem viel zu kurzen irdischen Dasein dem Leben ihrer Eltern, aber auch dem ihrer einzigen Tante Vivian einen höheren Sinn.
Nun war sie fort ... einfach fort, und das für immer ... von einer heimtückischen Krebserkrankung hinweggerafft ... Leukämie.
Die nicht sehr weitverzweigte Familie Brandauer hatte eigentlich kein großes Aufheben um die Beisetzung ihrer kleinen Lilou machen wollen. So waren weder Ort noch die genaue Uhrzeit, zu der die Beerdigung stattfinden sollte, in der Todesanzeige angegeben.
Die Leute waren dennoch in Scharen von weit über die Grenzen Kölns gekommen.
Seltsam, fragten sich die beiden Schwestern, wie viele Menschen man doch in seinem Leben so kennenlernte. Manchmal nur ganz flüchtig, die sich dann aber trotzdem an den kleinen Stern der Brandauers erinnerten ...
Fast brachten die unzähligen Trauergäste den kleinen Weg bis zur Trauerhalle der Gemeinde Ehrenfeld, Lilou Brandauers Geburtsort, zum Überlaufen.
Immer wieder wischte sich Stefan Brandauer, der Vater des verstorbenen Mädchens, die Tränen aus dem Gesicht, um dann verloren wirkend und mit leerem Blick in die mit ihnen ziehende Menschenmenge zu starren. Gefangen vom Schmerz und so, ohne darüber nachdenken zu können, ließ er seinen Blick über viele bekannte, aber auch unzählige fremde Gesichter streifen. Fest hatte sich Marie, seine Frau, bei ihm eingehakt ... zu fest. Es zehrte an ihm, an seinen Kräften, wie sie sich so krampfhaft an ihm festhielt. Dennoch gab es ihm zugleich eine gewisse Stärke, die ihn davon abhielt, sich nicht auf den Boden zu werfen und sich seinem eigenen Schmerz hinzugeben.
Stefan sah an der Seite seiner Frau vorbei, direkt auf seine neben dieser gehenden Schwägerin. Er erschrak innerlich ein wenig. Es war unglaublich, wie zerbrechlich auch Vivian aussah.
Überhaupt stahlen sich seine Gedanken langsam davon. Niemand glaubte beim ersten Kontakt mit den beiden Frauen, sie könnten so eng miteinander verwandt sein. Seine Frau Marie war stets direkt. Sie nahm nicht viel Rücksicht auf Verluste, war geradeheraus, oft aufsässig, aber herzensgut ... und trotzdem, sie wollte es immer wissen, hatte eine spitze Zunge und gefährlich lange Zähne, die sie unbarmherzig in ihre Opfer schlug, wenn die sie zu sehr gereizt hatten. Sie besaß einen sonderbaren Instinkt, wenn es darum ging, zu erahnen, dass etwas mit jemandem nicht stimmte. Meist spürte sie im Umgang mit solchen Menschen eine starke Antipathie, die sie dann auch nicht verbarg. Langeweile gab es nicht bei und mit Marie. Immer war sie in Bewegung, auf der Jagd nach irgendeiner unsichtbaren Beute, und trieb die anderen dabei auch gern ebenfalls zur Eile an, um ja nichts
zu verpassen. Marie kam nur selten zur Ruhe.
Vivian war anders.
Die achtzehn Monate jüngere Vivian war der Ruhepol, der die beiden unzertrennlichen Schwestern stets in die entspannende Phase der Entschleunigung zu bringen vermochte. Sie, die ihre ältere Schwester mit ihren 1,78 Metern um volle sechs Zentimeter überragte, besaß ein Verlangen nach Frieden und Harmonie. Diese Art von innerer Ausgeglichenheit verlieh Vivian eine beeindruckende charakterliche Schönheit, der sie sich bewusst war.
Warum also sollte sie sich zusätzlich auch noch schminken oder gar nervigen und dazu noch klimpernden blöden Schmuck umhängen?
»Was? Diesen Unfug brauche ich nicht. Ich habe doch meine Tattoos«, hatte sie Marie einmal beiläufig zu verstehen gegeben, als diese ihr vor Zeiten einmal angeboten hatte, sie zu schminken.
Zumindest dieses eine Mal ließ es Vivian über sich ergehen, wenn auch mit krausgezogener Stirn. Vivians Resultat jedoch: »Wie sehe ich denn jetzt aus? Igitt! Wie ein Teller voller bunter Knete.« Und so wischte Vivian in nur wenigen Sekunden eine zuvor viele Minuten andauernde hingebungsvolle Arbeit, ohne dabei lange zu überlegen, in ein unschuldiges Handtuch hinein.
Wer nun aber denkt, dass es je Streit zwischen den Schwestern gab, täuscht sich gewaltig. Ja, es war ein unerklärbares Phänomen, dass es nie eine boshafte Auseinandersetzung zwischen Vivian und Marie gab.
Das Yin und Yang existierten also tatsächlich, hatte Stefan schon des Öfteren für sich festgestellt.
Marie, was die Wertschätzung des eigenen Äußerlichen anbetraf, stellte das genaue Gegenteil ihrer Schwester dar.
»Schminke? Klar, unbedingt! Ich laufe doch nicht nackend herum!«
»Schmuck? Oh mein Gott! Ein absolutes Muss!«
»Botox und Hyaluron? Gepriesen sei der Herr in seiner unendlichen Weisheit und Güte dafür, dass es dieses göttlich-geniale Wunderzeug gibt ... allerdings in Maßen.«
»Coole Klamotten? ... Edel und immer nur mit Stil.«
So glaubte Stefan oft, dass sich Marie, ohne dass es ihr je bewusst wurde, für ihre Schwester mitschminkte. Etwas, das ihm jedoch sehr gefiel, da sie es perfekt verstand, mit Rouge und all dem anderen geheimnisvollen Frauenkram umzugehen ... doch nicht nur ihm gefiel es. Er genoss es königlich, wenn sich die Männerwelt nach seiner tollen Frau umzudrehen pflegte, so dass er fast schon vor Stolz zu zerplatzen drohte.
Seltsam ... Warum ihn das ausgerechnet jetzt beschäftigte, das konnte sich Stefan gerade an einem Tag wie diesem nicht erklären.
Schon wollte ihn das schlechte Gewissen dafür einholen, doch schnell holte ihn dann der traurige Anlass aus seinen ihn ablenkenden Gedanken wieder zurück in die grausame und düstere Wirklichkeit. Stefan schluckte. Es hatte ihm dennoch gutgetan, wenigstens für ein paar Sekunden der grausigen Realität entfliehen zu dürfen.
Gerade stand Stefan mit Marie und Vivian im Schlepp kurz davor, eine verwahrlost wirkende Grabstelle, die mit uralten vermoosten Grabplatten belegt und von einer schmiedeeisernen Einfriedung noch teilweise umgeben war, zu erreichen. Ein eisiger Schauer lief ihm über den Rücken, da ihn der Anblick an einen alten Schwarz-Weiß-Gruselfilm erinnerte. Was? ... schoss es ihm augenblicklich durch den Kopf ... und hierher, in diese Gegend sollte sein kleines Mädchen gebracht werden? Was sollte das denn? Er kannte seine kleine Lilou, die hier sicher große Angst haben würde.
Der größer werdende Kloß in seinem Hals untersagte ihm ab sofort das Schlucken. Stefan versuchte, sich wieder ein wenig zu beruhigen, und hoffentlich hatten seine Marie und Vivian nicht die gleichen Gedanken.
Doch dann geschah etwas sehr Befremdliches. Vom plötzlich aufkommenden Wind wurde die schmiedeeiserne Pforte der Einfriedung, wenn auch nur leicht, aber dennoch so bewegt, dass sie in ihren rostigen Angeln quietschte. Stefan riss verstört seine roten Augen auf. Wie war so etwas möglich?
Marie, in ihren Gedanken ebenfalls tief versunken, zuckte bei dem Geräusch auch etwas zusammen. Vivian folgte ihrem Blick. Beide lauschten kurz der unerwartet aufgetauchten Böe, die nur von dem Prasseln des Regens und den knirschenden Schritten der Trauernden auf dem nassen Boden begleitet wurde.
Vivian spürte unterdessen den kurzen, aber stärker werdenden Händedruck ihrer Schwester. »Es kommt von Lilou ... ein letzter Gruß im Hauch des Windes ... ich spüre es ganz deutlich«, flüsterte Marie mehr zu sich selbst.
»Ich weiß.«
Dankbar hatte Marie sogar ein kleines Lächeln für ihre Schwester übrig.
*
Nur wenig später hatten die Eltern ihre Lilou zum Schlafen niedergelegt ... ein allerletztes Mal. Endlich war es dann aber vorbei, diese ganze schmerzende Prozedur, und ihr kleines Mädchen hatte jetzt ihren wohlverdienten Frieden gefunden.

Die Autorin

Pauline Eving, Jahrgang 1975, ist das Pseudonym einer Autorin vom Niederrhein. Sie ist nach mehreren Zwischenstationen in ihre Heimat zurückgekehrt, verheiratet, Mutter einer erwachsenen Tochter und bereits Großmutter.

Seit der Kindheit nutzt sie das Schreiben, um Erlebnisse um sich herum besser zu bewältigen und so lag es nahe, dass sie auch ihre persönlichen Corona-Eindrücke zu einem Roman verarbeitet hat.

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