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Der Stilllebenmörder von Lukas Hochholzer

Der Stilllebenmörder

Details:

Genre: Krimi, Thriller
Format: Taschenbuch, eBook
Seiten: 202
Distributor: Amazon KDP
ISBN/ASIN: 978-1661151843
Bewertungen: Bisher noch keine BewertungSchreibe etwas über das Buch

Klappentext:

Der stellungslose Lebensmitteltechniker Igor Kowalski fühlt sich schon des Längeren von „denen“ verfolgt und fragt sich zunehmend, wer eigentlich die Macht über seine Gedanken ausübt. Inmitten seiner inneren Dämonen steht das göttliche Wesen „Omega“, das ihn zu Taten zwingt, die abseits jeder gesellschaftlichen Norm liegen. Als der Blutdurst Omegas mit der Zeit Spuren hinterlässt, wird das Ermittler-Duo bestehend aus dem erfahrenen Kommissar Steinhofer und seinem geistig labilen Gefährten Mayer zur Klärung der grausamen Mordfälle einberufen, wobei letzterer aber bald auf eigene Faust das Geheimnis der Stillleben, die an jedem Tatort aufgefunden werden, lüften muss – und hierbei selbst die Grenzen seines Verstands erreicht. Ein beunruhigender Psychokrimi erzählt aus zwei Perspektiven, jener Kowalskis und jener des unbeholfenen Praktikanten Mayers, der sich allmählich im Labyrinth des facettenreichen Falls verirrt. Was ist wahr und was ist falsch, wem kann vertraut werden und wem nicht?

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Inhalt:

Igor Kowalski hört Stimmen. Eigentlich müssten sich er und seine Frau dringend eine neue Wohnung suchen, eigentlich braucht er unbedingt eine Arbeit – aber „Omega“, das göttliche Wesen in seinem Verstand, hat andere Pläne. Mit der Zeit gibt es einen Toten nach dem anderen in der Kleinstadt Stegolsberg. Das Merkwürdige: Warum findet man an den Tatorten stets ein Stillleben?

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Leseprobe

Mit leisen Schritten näherte er sich dem Kommissar und schleifte ihn aus der Wohnung die Treppen hinunter zur Garage, in dem sein blauer VW Golf I stand. Steinhofer hatte gerade noch Platz im Wagen, als Kowalski ihn mit letzter Kraft auf die Rückbank zwängte. Wenigstens sei Eva um ein Vielfaches leichter als er, redete Kowalski zu sich selbst. Er wunderte sich, dass Steinhofer durch die Bewegungen noch nicht aufgewacht war, was ihm aber gelegen kam. So musste er zumindest nicht die eisige Kälte dieser Nacht bei Bewusstsein aushalten. Kurz auf den Kommissar folgte Eva, die Kowalski neben ihn setzte. Er dachte sich, dass sie es vielleicht nicht allzu angenehm empfand, dass ihr ein Messer in der Brust steckte und zog es heraus. An seinen Händen klebte nun ihr trockenes Blut, doch zum Händewaschen hätte er keine Zeit mehr. Er legte die Decke um die zwei Personen, sodass sie vollständig verhüllt waren und setzte sich auf den Fahrersitz. Kowalski konnte es sich nicht ganz erklären, aber seltsamerweise wirkten Steinhofer und Eva etwas leblos. Vermutlich machte ihnen nur die Kälte zu schaffen.
Er startete das Fahrzeug und fuhr los. Kowalski steuerte ein Waldstück an, das etwa eine Stunde entfernt von Stegolsberg lag. Im Kofferraum befanden sich ein Benzinkanister und mehrere Feuerzeuge. Seinem Plan stünde also nichts mehr im Weg. Als er gerade die Einfahrt verlassen hatte, fiel ihm auf, dass seine Frau anscheinend aufgewacht war. Kowalski sagte ihr, wo er sie hinbringen würde und warum. Diese nickte nur und griff sich mit der Hand an die offene Wunde an ihrer Brust. Sie sagte, dass es leicht schmerzte und Kowalski entschuldigte sich bei ihr, dass er sie mit einem Messer erstochen hatte. Diese nahm die Entschuldigung an und setzte anschließend ein breites Grinsen auf. Auch Kowalski grinste, woraufhin sie zum Lachen anfing. Ihr Ehemann ließ daraufhin nicht lange mit einer Reaktion warten. Durch das laute Gelächter wachte auch Steinhofer auf, der ebenfalls sofort zum Lachen anfing, bis unter allen eine witzige Stimmung herrschte. Kowalski war so sehr abgelenkt, dass er nicht auf die Straße vor ihm blickte und von einem fürchterlichen Schrei zu Halt gebracht wurde. Durch die Windschutzscheibe sah er eine ältere Frau am Boden liegen. Er vermutete, dass er sie nicht angefahren hätte, sondern sie nur beim Überqueren der Straße durch den Schreck umgefallen wäre. Kowalski stieg sofort aus und erkundigte sich nach ihrem Zustand. Die Frau griff sich an die Hüfte und klagte vor Schmerzen, die sie durch den Sturz erlitten hatte. Er bot ihr an, sie zum nächstgelegenen Krankenhaus zu fahren. Sie fluchte lautstark und diffamierte Kowalski aufs Schärfste, willigte aber nach einigen Überzeugungsversuchen doch ein und setzte sich, nachdem er ihr aufgeholfen hatte, auf den Sitz neben ihn. Beide Personen schienen sich bis zu diesem Augenblick noch nicht zu erkennen, doch das änderte sich schlagartig. Die ältere Dame hätte nicht mehr fliehen können, Kowalski fuhr bereits mit voller Geschwindigkeit. Bei der Frau handelte es sich um Rosa. Sie blickte ihn mit einem entgeisterten und verstörten Blick an und versuchte, die Tür zu öffnen, doch vergeblich. Kowalski setzte wieder sein breites Grinsen auf und sagte ihr, dass es draußen viel zu kalt wäre und er nun zu einem wärmeren Ort fahren würde. Rosa atmete schnappartig und panisch, sie zitterte am ganzen Leib. Bestimmt hatte sie geglaubt, dass sie Kowalski nach dem Vorfall in ihrem Haus nie wieder sehen müsste, doch dem schien nicht so zu sein. Zusätzlich zu den anderen Symptomen schien ihr auch übel zu werden. Sie klagte über den grässlichen Gestank, der von der Rückbank stammte und legte die Hand über ihren Mund. Rosa musste unbedingt wissen, was sich unter der Decke befand, das einen solch quälenden Geruch absondern könnte – und fiel in Ohnmacht. Der Anblick des verkrampften Kommissars und der blutverschmierten Frau Kowalskis, deren beide Münder mit Zahnstochern zu einem Grinsen geformt wurden, war ihr zu viel. Sie sackte ein und fiel vorwärts. Kowalski dachte sich, dass es ohnehin besser wäre, wenn sie schlafen würde. So war ihr die ungnädige Kälte wenigstens nicht bewusst. Er blickte Rosa fröhlich an und legte die Decke wieder über Steinhofer und Eva. Im nächsten Augenblick war Rosa verschwunden. Seltsam, war sie überhaupt jemals im Fahrzeug? Kowalski befürchtete, dass er seinem Verstand nicht mehr trauen konnte. Aber das war doch unmöglich, er war ja nicht wahnsinnig?
Es musste gegen zwei Uhr früh gewesen sein, als Kowalski seinen Plan in die Tat umsetzte. Omega sprach erneut herab auf den gehorsamen Geist, in den er sich wie ein Parasit eingenistet hatte und so denken und handeln lassen konnte, wie er es für richtig erachtete. Kurz bevor Kowalski das Waldstück erreichte, wollte sein Herrscher, dass er die Streichhölzer, die bisher monatelang unnütz unter dem Fahrersitz lagen, zu sich nahm und in seine Hosentasche schob. Kowalski wusste, dass eine fremde Macht über ihn regieren würde, doch er konnte diese, gleichgültig wie verzweifelt er versuchte, sich zu wehren, nicht besiegen. Sie ließ seine Arme von alleine durch die Luft schweben, ohne dass Kowalski diese Bewegungen nur ansatzweise steuern hätte können. Doch warum sollte er sich auch gegen Omega auflehnen? Sie waren eine Einheit, schädigte er diesen Teil seines Geistes durch rebellische Gedanken, würde er nur selbst darunter leiden. Vielleicht wäre dies die letzte grausame Tat, die sein Gott von ihm forderte, vielleicht wäre er dann endlich frei von dieser Last. Doch da Omega ein Teil Kowalskis war, wusste er bereits die Antwort auf diese realitätsferne Hoffnung. Sein Verstand war wie ein Glas, das zu Boden schmetterte und in Tausenden von Scherben zerbrach – und jedes Mal, wenn Omega seinen Wirten ausnutzte, um seine Blutdurst zu befriedigen, wurden die Scherben in weitere abertausende Splitter zermalmt. Irgendwann, so dachte er, würde nur mehr Feinstaub übrigbleiben – das wäre der einzige Ausweg. Doch so sehr sich Kowalski nun schon lange Zeit diesen – seinen eigenen Tod – wünschte, desto enttäuschter wurde er, als er bemerkte, dass das Warten auf diese Erlösung Ewigkeiten dauern werden würde und er noch zahlreiche Opfer bringen müsste. Selbstmord? Diese süße Versuchung blieb ihm verwehrt, selbst, wenn er es erzwingen würde – zu stark der Wille seines Herrschers, ihn noch länger zu quälen.
Kowalski fühlte sich in diesen Augenblicken deutlich klarer als die Tage zuvor. Ihm war erstmals wieder seine Krankheit als Auslöser für diese Untaten bewusst geworden, gleichzeitig konnte er aber nicht der Fantasiewelt, die diese in seinem Kopf aufbaute, entfliehen. Zu schmerzvoll und aussichtslos wäre der Versuch, die Leiden alles andere als wert. Kowalski blickte ängstlich um sich. Er ließ das beklemmende Gefühl in seinen Körper sickern, dass er für den Tod dieser beiden Personen verantwortlich war und nun gemeinsam mit einer älteren Dame, derer er bereits einen niemals zu vergebenden Schreck eingejagt hatte, mitten in der Nacht in einen Wald fuhr, um ein feuriges Ritual durchzuführen, das als Ergebnis einen Unschuldigen mehr auf seinem „Gewissen“ mit sich tragen würde. Sein Herz begann schmerzhaft zu beben, als würde sein Brustkorb alle inneren Organe erpressen und ihn schlussendlich ersticken lassen. Wollte er das? Diese Frage durfte er sich nicht stellen, denn Omega schlief niemals. Kowalski überkam ein unglaublich seltsames Gefühl des Terrors. Von allen Seiten fühlte er sich bedroht, doch diese Gefahr war niemals real. Er wusste, was er hier tat, auch wie falsch es war und für welche Grausamkeiten er bereits zur Verantwortung gezogen werden müsste, doch er konnte seine Krankheit, so unlogisch sie ihm auch erschien, nicht von einem Moment zum anderen verschwinden lassen.
Oder konnte er das? Kowalski bremste ab und blieb schließlich vollständig stehen. Schweißgebadet wagte er einen flüchtigen Blick in den Innenspiegel, um sein Werk in diesem einigermaßen nüchternen, aber doch noch schwach von seinen Dämonen erfüllten Zustand, zu betrachten. Seine Arbeit stieß in ihm plötzlich auf grenzenlose Abstoßung. Noch nie zuvor hatte er sich so sehr vor sich selbst gefürchtet, dass er seine Hände sprungartig vom Lenkrad losließ und er so schnell er konnte durch die Fahrzeugtür ins vermeintlich sichere Freie floh. Doch war er denn hier sicher? Sicher vor sich selbst und seinem gestörten „Doppelgänger“, zu dem er des Öfteren wechselte?

Der Autor

Schon im Kindesalter entdeckte ich meine Leidenschaft, meine Fantasie, Gedanken, Eindrücke und Erlebnisse auf Papier festzuhalten. Waren es seinerzeit noch primitive Fünfwortsätze, die ich mehr oder weniger geistesgegenwärtig niedergeschrieben habe, entwickelte sich im Laufe der Zeit auch ein wachsendes Interesse, die Literatur auch als ernsthafte Kunst zu betrachten und die Macht des gedruckten Wortes kennen zulernen.

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