Selfpublishing - Anbieter & Buchmarketing 6 Indie-Autoren teilen ihre Erfahrungen

Die Selfpublisher-Szene ist vielfältig und spannend, weshalb ich insgesamt 6 Indie-Autoren nach ihren Erfahrungen zum Thema Selfpublishing befragt habe. Konkret geht es um die Wahl des geeigneten Anbieters vor der Veröffentlichung des Buches und das Buchmarketing.

Selfpublishing - Anbieter & Buchmarketing: 6 Indie-Autoren teilen ihre Erfahrungen
Aktualisiert am: 16.02.2018

Als Indie-Autor und Selfpublisher ist man, wie der Begriff schon sagt, weitestgehend auf sich gestellt und obwohl die Szene nach meiner Erfahrung schon ziemlich gut untereinander vernetzt ist, kann ein Blick über den Tellerrand und ein Vergleich mit anderen Indie-Autoren und Selfpublishern und ihren Methoden und Erfahrungen sicherlich nicht schaden.

Hinsichtlich der Veröffentlichung des eigenen Buches, habe ich in meinem letzten Artikel einen Vergleich verschiedener Selfpublishing-Plattformen angestellt. Mit diesem Artikel möchte ich das Thema Buchveröffentlichung nun abrunden und gleichzeitig zu einem weiteren Thema, dem Buchmarketing, überleiten.

6 Indie-Autoren teilen ihre Erfahrungen

Im Folgenden lasse ich 6 Indie-Autoren und Selfpublisher zu Wort kommen, die über ihre persönlichen Erfahrungen berichten und Tipps zum Thema Buchveröffentlichung und Buchmarketing geben.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen des Artikels und würde mich über weitere Erfahrungen und Tipps zu den behandelten Themen freuen. Hinterlasst doch einfach einen Kommentar!

Die Liste ist anhand der Vornamen alphabetisch sortiert.


Andreas Wisst, Indie-Autor

Andreas Wisst

Bei welchem Anbieter hast du deine Bücher veröffentlicht? Wie sind deine Erfahrungen und würdest du ihn weiterempfehlen?
Start meiner Veröffentlichung war vorerst mit Amazon, wobei später noch experimentell tredition hinzukam. Amazon bietet zur Einstellung der entsprechenden Formate leicht bearbeitbare Vorlagen. Für technisch unerfahrene Autoren ist es hier ohne große Vorkenntnisse möglich Dateien hochzuladen, egal ob Text- oder Bilddatei. Auch eine einmal getätigte Veröffentlichung zu ändern, ist problemlos und kostenlos möglich. Da Amazon u.a. keine Verfügbarkeit im stationären Buchhandel ermöglicht, sollte immer eine Alternative mit in den Korb. Vor allem Neueinsteigern ohne professionelle Unterstützung in Lektorat und Grafik sollten sich bei ihrer Suche nach Alternativen sehr sorgfältig über die möglichen Kosten, Vertragsbedingungen und AGB informieren. Die Kosten, welche sich durch Buchung von Zusatzleistungen bei einigen dieser Anbieter ergeben können sind, bei ausreichender Information, zumeist abzusehen und vermeidbar. Allerdings ist ein solches Modell nur Autoren zu empfehlen, welche Lektorat, Layout und Grafiken wirklich zu 100% selbst managen können. Sollte allerdings schon im Vorfeld der Veröffentlichung ein größerer Geldbetrag gefordert werden, der oft sogar einen fünfstelligen Bereich erreichen kann, empfiehlt es sich schnellstens Abstand von dem Angebot zu nehmen.

Wie und auf welchen Kanälen bewirbst und vermarktest du deine Bücher? Was hat bei dir besonders gut funktioniert und wovon würdest du aus eigener Erfahrung eher abraten?
Die Basis der Vermarktung ist eine breite Verfügbarkeit auf dem Markt. Diese fängt bei der Wahl der lieferbaren Buchformate an und endet s.o. bei Lieferbarkeit und Verfügbarkeit. Und egal welche Plattform man zur Veröffentlichung wählt, die Werbung bleibt einem zu 100% alleine überlassen, egal wie vollmundig die im Vorfeld versprochene Unterstützung sein soll. Ist dies geklärt, kann man sich den sozialen Netzwerken widmen. Facebook ist textlastiger, ermöglicht nähere Kontakte und einen etwas tieferen Austausch. Instagram lebt mehr von der Magie ansprechender Bilder. Mein Lieblingsrevier ist Twitter. Es ist für mich eine Mischung der beiden Formate und durch seine kurzen Tweets knackig und schnell. Es sind nur ein paar Beispiele und daneben gibt es noch viele, viele andere und es ist auch eine Frage der vorhandenen Zeit, wie tief man sich wo einlässt. Soziale Netzwerke werden individuell erfahren und müssen zum Temperament, den Interessen und dem Kommunikationsverhalten des jeweiligen Autors passen.

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A.C. Donaubauer, Indie-Autorin

A.C. Donaubauer

Bei welchem Anbieter hast du deine Bücher veröffentlicht? Wie sind deine Erfahrungen und würdest du ihn weiterempfehlen?
Meine Entscheidung fiel auf mehr als einen Anbieter, um mich diesbezüglich nicht in absolute Abhängigkeit zu begeben. Der Anbieter, über den der größte Umsatz erfolgt, ist wenig überraschend Amazon KDP. Es gibt hier ein exklusives Programm „Select“, bei dem man sich verpflichtet, seine Werke nirgendwo anders anzubieten, aber das war für mich wenig interessant. Insbesondere, da mein Wunsch ist, auch für LeserInnen verfügbar zu sein, die keinen Amazon Kindle, sondern ein Modell mit epub-Dateien nutzen. Aus diesem Grund habe ich zusätzlich noch auf tolino-media.de veröffentlicht. Falls man als Autor nicht in Deutschland lebt, gilt es hier die Doppelbesteuerung zu vermeiden. Dafür bedarf es einer Bestätigung des heimischen Finanzamts, die dann an das deutsche Finanzamt geschickt werden muss. Erst mit der Bestätigung des deutschen Finanzamts geht die Anmeldung ohne Nachteile vonstatten. Das muss aber nur beim ersten Mal passieren – alle anderen Bücher können dann ohne zusätzliche Bürokratie hochgeladen werden. Im englischsprachigen Markt ist die weitweite Zahl an Anbietern erheblich größer, weshalb ich hier für die Auslieferung an unterschiedliche Plattformen auf die Dienste von Bookbaby zurückgegriffen habe. Vorteile: 1) Es wird an eine breite Palette an online Shops geliefert, in die man sonst schwer hineinkäme. 2) Das Buch wird auch in das Apple-Format umgewandelt und hochgeladen – für Menschen ohne Apple Computer ein Ding der Unmöglichkeit. 3) Für Neulinge im Self-Publishing eine große Hilfe. Nachteile: 1) Kostet nicht wenig. 2) Man bekommt von den einzelnen Shops keine direkte, zeitnahe Rückmeldung über die Verkaufszahlen, da der Verkauf über das Bookbaby-Konto läuft. 3) Eventuelle Änderungen (neues Cover, Ausbesserung von Tippfehlern etc.) müssen alle mühsam über Bookbaby erledigt werden – mit den entsprechenden Folgekosten. Eine Möglichkeit wäre, große Shops selbst zu beliefern und über einen Verteilerservice die vielen anderen Shops beliefern zu lassen.

Wie und auf welchen Kanälen bewirbst und vermarktest du deine Bücher? Was hat bei dir besonders gut funktioniert und wovon würdest du aus eigener Erfahrung eher abraten?
Für Werbung bietet sich einerseits der Kontakt zu Bloggern des jeweiligen Genres an, dann natürlich Social Media, und nicht zu vernachlässigen wäre dann auch noch die nicht-virtuelle Welt. Womöglich ergibt sich die Möglichkeit, auf Veranstaltungen präsent zu sein, Poster aufzuhängen, Leseproben zu verteilen, Werbematerial zu drucken, in Zeitungen/Zeitschriften erwähnt zu werden etc. Das ist entsprechend eine Frage der Kontakte und auch des Budgets. Dringend empfehlen würde ich eine eigene Website, wo sowohl die Bücher als auch die Autorin/der Autor vorgestellt werden. Es sollte auch eine Kontaktmöglichkeit für LeserInnen geben – E-Mail, Kontaktformular, Link zu einer Facebook-Autorenseite. Bei Bloggern gilt es etwas aufzupassen. Sie wahllos anzuschreiben kann danebengehen. Es empfiehlt sich, zuerst zu sehen, welches Genre sie betreuen, ob sie Indie-Bücher akzeptieren (viele lehnen diese aus Prinzip ab) und nicht zuletzt, ob mir als AutorIn der Rezensionsstil zusagt. Wird beispielsweise auch mit Büchern, die nicht gefallen, wertschätzend umgegangen? Wird eine eigene Meinung auch als solche ausgewiesen anstatt als allgemeingültige Wahrheit? Wird bei positiven Rückmeldungen auch darauf eingegangen, was im Detail gut gelungen war oder wird das eher generisch behandelt? Weiters gibt es auch noch spezielle Plattformen für LeserInnen, wo Rezensionsexemplare vergeben werden und Leserunden gestartet werden können – wie beispielsweise bei lovelybooks.de. Dabei ist nett, dass man die LeserInnen durch das Buch begleitet und mitlesen kann, welche Gedanken bei jedem Abschnitt, den man selbst zuvor festgelegt hatte, bei anderen Menschen aufkommen. Das kann zuweilen sehr wertvolle Einblicke liefern, ob man es geschafft hat, genau das zu vermitteln, was beabsichtigt war. Eine weitere Möglichkeit, die im englischsprachigen Bereich schon sehr weit verbreitet ist und auch bei uns populärer wird, sind Buchtrailer. Hier gibt es massive Qualitätsunterschiede, da die Produktion eines professionell wirkenden Trailers entweder entsprechendes Knowhow oder tiefe Taschen erfordert. Zusammenschnitte von irgendwelchen Hollywood-Filmszenen, die man sich von Youtube heruntergeladen hat, sind nicht nur urheberrechtlich bedenklich, sondern hinterlassen kaum einen guten Eindruck bei potentiellen LeserInnen.

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Brigitte Teufl-Heimhilcher, Indie-Autorin

Brigitte Teufl-Heimhilcher

Bei welchem Anbieter hast du deine Bücher veröffentlicht? Wie sind deine Erfahrungen und würdest du ihn weiterempfehlen?
Ich habe eBooks und Prints ab 2012 exklusiv bei Amazon angeboten. 2014 bin ich dazu übergegangen, die Prints über BoD zu vertreiben, um auch den Buchhandel zu erreichen. Anfangs waren die Erfolge bescheiden, im zweiten Halbjahr 2017 sind die Verkäufe allerdings deutlich besser geworden. Nicht himmelstürmend, aber besser. Mitte 2017 habe ich auch hinsichtlich der eBooks die Exklusivität bei Amazon aufgegeben. Einerseits, weil die Zusammenarbeit mit Amazon schon lange nicht mehr so erfreulich war wie in den Anfangsjahren (ich meine das sowohl finanziell, wie auch operativ), anderseits aber auch, weil man durch die alleinige Bindung an Amazon mehr als die Hälfte der möglichen Leser einfach ausschließt – das scheint mir auf die Dauer nicht besonders logisch und sinnvoll. Natürlich ist es durch den Wechsel zum nunmehrigen Distributor (ich arbeite mit Bookrix) zu Einbußen und Reibungsverlusten gekommen, denn die Leihen fehlen und somit wird das Ranking bei Amazon schlechter. Leider kommen die Zahlen von Bookrix ziemlich spät – nicht zuletzt, weil Bookrix ja auch auf die Meldungen der einzelnen Shops angewiesen ist – aber bisher sieht es so aus, als würden die zusätzlichen Shops den Verlust durch die Leihen einigermaßen auffangen – das Ziel wäre natürlich eine Umsatzsteigerung, aber da muss ich wohl noch Geduld haben, auch weil ich die Bücher peu à peu zu Bookrix brachte (so, wie sie bei Amazon select ausgelaufen sind).

Wie und auf welchen Kanälen bewirbst und vermarktest du deine Bücher? Was hat bei dir besonders gut funktioniert und wovon würdest du aus eigener Erfahrung eher abraten?
Neben Facebook und Twitter habe ich mit professionellen Newsletter-Anbietern (xtme, lesen.net etc.) gearbeitet und vor einiger Zeit selbst einen Newsletter herausgegeben – dem mangelt es allerdings noch an Reichweite. Notwendig ist weiter der Kontakt zu Bloggern (zunehmend schwieriger) und das Abhalten von Leserunden, um an Rezensionen zu kommen. Generell muss ich leider feststellen, dass sämtliche Werbemaßnahmen in letzter Zeit weniger greifen, wohl, weil sie zu stark strapaziert werden und wurden. Neue Ideen wären also gefragt.

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Lutz Kreutzer, Indie-Autor

Lutz Kreutzer

Bei welchem Anbieter hast du deine Bücher veröffentlicht? Wie sind deine Erfahrungen und würdest du ihn weiterempfehlen?
Ich habe meine Bücher zuerst bei Amazon veröffentlicht. Dort ist mein erster Roman „Schröders Verdacht“ innerhalb weniger Wochen schnell auf Platz 1 im Kindle-Shop geklettert. Das ist schon eine Weile her, und damals waren die Algorithmen sicherlich noch ganz andere. Mit meinem zweiten Buch „Gott würfelt doch“ ist mir Ähnliches gelungen: Platz 1 der Belletristik-Liste. Natürlich empfehle ich Amazon weiter. Später dann habe ich all meine Bücher auch bei tolino veröffentlicht. Auch hier habe ich nur gute Erfahrungen gemacht, und tolino ist eine hervorragende marktergänzende Alternative. Man ist damit ja auch im deutschen Buchhandel vertreten. Aber auch neobooks und Bookrix habe ich probiert. Jede Plattform hat ihre Vorteile. Man muss sie austesten und für sich entdecken.

Wie und auf welchen Kanälen bewirbst und vermarktest du deine Bücher? Was hat bei dir besonders gut funktioniert und wovon würdest du aus eigener Erfahrung eher abraten?
Wie oben geschildert, hatte ich ein paar wirklich gute Erfolge. Wie ich das gemacht habe, habe ich ausführlich in dem Sachbuch „Platz 1 bei amazon“ geschildert, das es als eBook und als Paperback gibt. Ich bewerbe meine Bücher über Facebook, Twitter und bedingt Instagram, aber auch auf eigens dazu entwickelten Plattformen. Allerdings rate ich von zu exzessivem Gebrauch von Facebook ab, weil es dann nicht viel bringt. Lovelybooks empfehle ich als die größte Plattform und Leser-Community, wo Autoren mit Leserunden wirklich gute Marketingergebnisse erzielen können. Relativ neu ist Snipsl, die Idee ist hervorragend. Wer ein neues Buch schreibt, kann im Entstehungsprozess bereits seine Leser einbinden. Gut finde ich auch cover-bewerten.de, da bekommt man ein gutes Gefühl dafür, ob ein Buchcover gut ankommt oder nicht.

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Reinhard Kratzl, Indie-Autor

Reinhard Kratzl

Bei welchem Anbieter hast du deine Bücher veröffentlicht? Wie sind deine Erfahrungen und würdest du ihn weiterempfehlen?
Anfangs, nach meinem ersten Buch über einen Verlag, habe ich es bei Books on Demand (BoD) versucht. Pro: günstig, im Buchhandel vertreten. Contra: gewöhnungsbedürftige Software, zu wenig Einflussmöglichkeiten. Meiner Meinung nach eher für Autoren geeignet, die auch schon bekannter sind (Was nutzt es im Buchhandel vertreten zu sein, wenn einen niemand kennt?). Anschließend bin ich zu Amazon (KDP) gewechselt, da ich einfach mehr Einfluss auf meine eBooks haben wollte (rasche Änderungen, Preis bzw. Tantiemen und eben eine recht schnelle und aktuelle Statistik, um auch sofort zu sehen, ob und welche Werbemaßnahmen etwas bringen). Print-Bücher habe ich anfangs bei Createspace erstellt und herausgebracht, wo man allerdings für die Einrichtung idealerweise der englischen Sprache mächtig sein sollte. Mittlerweile bietet auch Amazon die Möglichkeit, das Buch gleich dort zu erstellen und somit auch alle Vorteile die das eBook hat, zu genießen. Fazit: BoD kann ich bedingt weiterempfehlen. Amazon Kindle Direct Publishing (KDP) kann ich ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen, da im Grunde alles unkompliziert und schnell funktioniert und man die volle Kontrolle über seine Werke hat. CreateSpace ist eigentlich nicht mehr nötig, da es über KDP unkomplizierter ist und auch die Qualität der Print-Bücher gleichwertig ist (Hinweis: Bestehende Bücher bei
CreateSpace kann man mitlerweile problemlos bei KDP übernehmen!).

Wie und auf welchen Kanälen bewirbst und vermarktest du deine Bücher? Was hat bei dir besonders gut funktioniert und wovon würdest du aus eigener Erfahrung eher abraten?
Mein Hauptkanal in den sozialen Medien ist Facebook. Natürlich muss man selbst etwas Arbeit investieren (Autorenseite erstellen, Werbung machen um künftige LeserInnen zu finden und bekannter zu werden, Präsenz auf Facebook, interessante Beiträge und Informationen zu den eigenen Werken, idealerweise mit aussagekräftigen Bildern posten, da Postings ohne Bild eher weniger Resonanz erzeugen). Werbung bei FB zu schalten, hat bei mir nicht wirklich gut funktioniert, daher würde ich eher davon abraten. Aber es steht jedem frei, diese Möglichkeit zu nutzen und es selbst herauszufinden. Weiters bin ich noch auf Twitter, Google Plus und Instagram vertreten. Twitter würde ich in der Reihenfolge direkt hinter FB einreihen, aber auch dort muss man sich erst die richtigen und passenden Follower suchen und natürlich – wie erwartet – präsent sein. Google Plus funktioniert bei mir absolut nicht, weshalb ich es einfach so nebenbei mitlaufen lasse. And last but not least Instagram, womit man seine Sichtbarkeit im Netz auf jeden Fall gut erhöhen kann, indem man das jeweilige Cover, relevante Infos und viele passende Hashtags (#fantasy, #neuerscheinung, etc.) verwendet. Fazit: Facebook, Twitter und Instagram, dort sollte jeder vertreten sein. Ideal ist natürlich auch, wenn man eine eigene Autoren-Homepage hat und diese pflegt.

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Thomas L. Hunter, Indie-Autor

Thomas L. Hunter

Bei welchem Anbieter hast du deine Bücher veröffentlicht? Wie sind deine Erfahrungen und würdest du ihn weiterempfehlen?
Ich glaube, dass ich wie die meisten Selfpublisher mein erstes Buch auf Amazon veröffentlicht habe. Ich war frei in meiner Gestaltung und die Veröffentlichung war kostenlos. Natürlich hatte ich vorab schon Kontakt zu einigen Verlagen, die Unsummen aufriefen um mein Buch zu veröffentlichen. Doch noch während meiner Suche nach einem Verlag stieß ich auf tredition (vertreibe über deren Plattform bis heute noch ein Buch). Bei diesem Anbieter gab es einen Buchvertrag und ich musste eine „kleine“ Summe investieren. Dafür bekam ich dort drei Buchformate (eBook, Paperback und Hardcover), sowie eine Pressemitteilung. Leider boten sie bei ihren Leistungen, kein Lektorat/Korrektorat mit an. Aus dem Vertrag entließen sie mich ohne Probleme, als ich zu einem anderen Verlag wechseln wollte. Nach kurzer Zeit verließ ich ihn jedoch aus…ich ging. Schließlich landete ich wieder bei Amazon Create Space. Ich wollte jedoch, dass meine Bücher auch in den Buchhandel gelangen. Also suchte ich mir zunächst einen Distributor für meine eBooks, Feiyr.com, wo ich auch unter meinem Namen veröffentlichen konnte. Damit, und durch einige Absagen bestärkt, entschloss ich mich, meinen eigenen Verlag inklusive eigener ISBN zu gründen. Nun veröffentliche ich in meinem eigenen Hunter Verlag und liefere auch noch die Bücher über meine Online-Druckerei Hunter-Print.de.

Wie und auf welchen Kanälen bewirbst und vermarktest du deine Bücher? Was hat bei dir besonders gut funktioniert und wovon würdest du aus eigener Erfahrung eher abraten?
Eine interessante Frage. Zuerst sollte man sich eine Autorenseite zulegen. Dies kostet nicht die Welt, doch man ist überall präsent. Ich bin mit Strato als Hoster bis jetzt sehr gut ausgekommen. Sie haben einen tollen Service und gute Leistungen. Und wie jeder Selfpublisher bin ich dann auf Facebook, Google und Co. gelandet. Dort betreibe ich verschiedene Seiten, um meine Leser zu erreichen. Doch auch auf Twitter, Lovelybooks und Autorenbücherei und einigen anderen bin ich präsent. Natürlich darf auch ein eigener Blog oder auch zwei nicht fehlen. Ich sage nur blogger.com oder wordpress.com. Doch bei all dem Aufwand sollte man bedenken, dass die Mitstreiter um die Lesergunst einem in nichts nachstehen. Was ich persönlich als unglückliche Werbemaßnahme sehe, ist die Möglichkeit in den sozialen Medien Werbung zu schalten (Facebook Ads und Co.). Entweder man muss dort „richtig“ investieren oder man erreicht seine Klientel nicht (es lebe die Reichweitenbeschränkung – meine ganz persönliche Meinung!)

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Was sind eure Erfahrungen und Tipps?

Das waren sie nun, die Erfahrungen und Tipps der 6 Indie-Autoren zu den Themen Buchveröffentlichung und Buchmarketing.

Was sind eure Erfahrungen und Tipps? Bei welchem Anbieter habt ihr eure Bücher veröffentlicht und wie gestaltet ihr die Vermarktung eurer Werke?

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