Buchcover zu Ein Kuss aus Asche und Staub von Stephanie Wittern - Genre: jugendbuecher, fantasy

Ein Kuss aus Asche und Staub

Details:

Genre:Fantasy, Jugendbücher
Format:Taschenbuch, eBook
Seiten:292
Verlag:Books on Demand
ISBN/ASIN:978-3748107743

Klappentext:

Wenn Liebe den Tod bedeuten könnte, würdest du das Risiko eingehen?

Maya ist eine Waise und lebt bei ihren Verwandten. Zu allem Übel kann sie Geister sehen. Sie lernt Daniel kennen, der immer dann auftaucht, wenn sie in Schwierigkeiten steckt.

Er hat Geheimnisse und scheint genauso wie sie mit dem Tod verbunden zu sein.

Als sie einem Geist helfen will, gerät sie in tödliche Gefahr und nur Daniel kann sie retten. Dabei muss er sein Geheimnis preisgeben, das sie beide zu Zerstören droht...

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Leseprobe

Prolog:

„Ich finde es nicht gut, dass wir uns kein Hotelzimmer genommen haben“, sagt Mom.
Sie sitzt neben Dad auf dem Beifahrersitz. Ich sitze hinten und sehe aus dem Fenster. Ich mochte es noch nie, wenn sich meine Eltern stritten, aber ich bin auch erst zehn.
„Ich möchte aber noch heute in meinem Bett schlafen“, sagt Dad.
„Aber die Straßen sind so glatt und du fährst doch schon so lange.“
„Jetzt sind wir aber fast da.“
Mom schmollt und sieht ebenfalls aus dem Fenster. Er hat recht, in ein paar Minuten werden wir die Brücke erreichen. Dort, wo ich im Sommer immer im Wasser spiele. Die Kinder aus dem Dorf sind meine Freunde. Auch wenn ich mich ständig mit ihnen prügle, so bin ich doch auch das einzige Mädchen.
Manchmal denke ich, dass wir es sicherlich schöner hätten, wenn wir bei Tante Maggi wohnen würden. Sie lebt in Vancouver und wir in Alaska. Dort könnte ich mit Mädchen spielen und auch ab und zu mal ein Kleid tragen. Ich habe weder Puppen noch sonst welchen Mädchenkram. Wehmütig sehe ich nach draußen. Aber hier ist es so schön. Die Wälder, die im Winter immer weiß vom Schnee sind, die Seen, die zugefroren sind und auf denen wir Eishockey spielen können. Aber vor allem liebe ich meine Hunde. Wir haben sechs Huskys. Meine Schlittenhunde. Mein Papa ist Holzfäller, auch er hätte sicherlich keine Arbeit in einer Stadt wie Vancouver. Außerdem habe ich gelernt, dass Vancouver zu Kanada gehört und auch das ein Problem sein könnte.
Gestern hat Mom mir gesagt, dass Tante Maggi ein Baby bekommt. Sie meinte, dass sie hofft, auch mir noch ein Geschwisterchen schenken zu können. Ich sehe auf meinen Teddy. Ja, einen kleinen Bruder würde ich schon gerne haben.
„Mein Buch werde ich wohl nächste Woche an den Verleger geben. Ich weiß nicht, ob Elisabeth das noch macht“, sagt Mom.
Dad reibt sich die Augen. Ich kann die Brücke schon sehen, als ein Reh auf die Straße läuft. Dad bremst, jedoch bleibt das Reh geblendet von unseren Scheinwerfern stehen und rennt nicht weiter. Der Aufprall ist furchtbar. Ich höre Knochen brechen, Glas splittern und Reifen quietschen. Meine Mom schriet und das Auto fängt an, sich zu drehen. Ein weiterer Aufprall von irgendwoher und wir schlittern über den Asphalt auf die Brücke zu.
„Hab keine Angst, Maya“, sagt plötzlich die vertraute Stimme meiner verstorbenen Grandma neben mir. Ich sehe in ihr altes Lächeln. Sie sitzt mit auf der Rückbank und sieht genauso aus wie das letzte Mal, als ich sie gesehen habe. Ihre grauen Haare und das faltige Gesicht beruhigen mich. Auch als der Wagen das Brückengeländer durchbricht, sehe ich meine Granny noch an. Sie strahlt eine Ruhe aus.
„Am Ende wird alles gut, und ist es noch nicht gut, so ist es noch nicht zu Ende“, sagt Granny, als wir in den Fluss stürzen. Durch die zerbrochene Windschutzscheibe dringt Wasser in den Wagen.
Mom guckt nach hinten, ihre Augen sind tränennass. Ich sehe zu Granny, aber die ist weg.
„Maya, du musst aus dem Wagen raus.“
Ich schnalle mich ab, als das kalte Wasser meine Beine trifft.
„Mom, es ist so kalt“, sage ich.
„Ja, ich weiß.“ Mom hilft mir, so gut sie kann, beim Nach-vorn-Klettern. In kurzer Zeit ist der Wagen schon halb unter Wasser und meine Zähne fangen an zu klappern.
„Warum bist du nicht abgeschnallt?“, frage ich.
„Ich bekomme den Gurt nicht los.“
„Was ist mit Dad?“, frage ich. Ich will zu ihm sehen, aber Mom hält mich auf.
„Nicht hingucken, Schatz. Dein Vater ist tot“, sagt sie. „Und du musst hier heraus. Du weißt doch noch, wie Tauchen geht. Luft anhalten und so schnell wie möglich nach oben.“
„Und was ist mit dir?“, frage ich.
Sie lächelt mich an. „Ich komme gleich nach.“
Das Wasser ist jetzt so hoch, dass Mom den Hals strecken muss, um Luft zu holen.
„Nein, Mom“, ich fange an zu weinen, „ich lass dich nicht allein.“ Mittlerweile klappern meine Zähne so stark, dass ich kaum noch sprechen kann. Ich tauche unter und versuche ihren Gurt zu lösen, aber er klemmt.
Eine Hand kommt in mein Blickfeld. Sie ergreift meine und zieht mich durch die Windschutzscheibe nach draußen. Ich will mich losreißen, denn schließlich ist meine Mutter noch in dem Auto. Aber die Hand gehört einem jungen Mann, der mich an die Wasseroberfläche zieht.
Ich schnappe sofort nach Luft, als wir auftauchen. Mir wird schwindelig und ich habe das Gefühl, als würden sich tausend Stecknadeln in meine Haut bohren. Der Junge zieht mich zum Ufer. Sein Gesicht kann ich in der Dunkelheit nicht erkennen.
„Meine Mom“, sage ich.
„Tut mir leid“, sagt er mit einer engelsgleichen Stimme.
Ich fange an zu weinen. Er zieht mich ans Ufer, doch ich bleibe im Schnee liegen. „Dann will ich auch nicht mehr leben!“, schreie ich voller Verzweiflung.
Er beugt sich über mich und ich kann sein Gesicht immer noch nicht sehen. „Deine Zeit ist aber noch nicht gekommen. Wenn es so weit ist, bin ich hier“, sagt er.
Ich verstehe nicht, was er meint, aber als ich ihn fragen will, ist er schon aufgestanden und klettert den Hang hoch. Ich stehe auf und folge ihm, jedoch ist er zu schnell. Als ich die Straße erreiche, steht er mit zwei Menschen auf der anderen Straßenseite. An der Kleidung erkenne ich, dass es sich um meine Eltern handelt.
„Mom? Dad?“, rufe ich. Ein helles Licht, das vor ihnen auftaucht, blendet mich. Ich stolpere auf die Straße und plötzlich ist das Licht weg und meine Eltern auch. Ich sehe mich um, als ein Auto auf der Straße erscheint.
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Die Autorin

Mein Name ist Stephanie Wittern. Ich bin Indie-Autorin. Warum mache ich das? Weil es mir die Freiheit gibt, zu schreiben was ich will, wann ich es will. Ich wohne seit meiner Geburt in den frühen achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts in Hamburg und muss auch noch einem Brotjob nachgehen. Außerdem bin ich Mutter von zwei Jungs, die viel Zeit in Anspruch nehmen.

Warum schreibe ich? Weil ich Euch, meine Leser, gerne mit meinen Geschichten unterhalte.

Nach meiner Debüt-Trilogie »Von Wölfen und Vampiren« folgten meine neueste Buchreihe »Die Chroniken der Gravity Anderson«, der Einzelroman »Teuflisch gut – Herz aus Blut« und nun »Ein Kuss aus Asche und Staub«.

Ich werde Euch auch weiterhin mit auf die Reise durch meine Fantasie nehmen.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir in den sozialen Netzwerken folgt. Besucht mich auch gerne auf meiner Website und schreibt mir, wie Euch meine Bücher gefallen haben.

Ich wünsche Euch viel Lesespaß mit meinen Büchern.

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