Buchcover zu Teufelseltern - Erster Fall für Sonderermittlerin Natalie Bennett von Andrea Reinhardt - Genre: thriller

Teufelseltern - Erster Fall für Sonderermittlerin Natalie Bennett

Details:

Genre:Thriller
Format:gebundene Ausgabe, Taschenbuch, eBook
Pages:276
Publisher:Tredition
ISBN/ASIN:978-3-7439-8109-6

Blurb:

Teufelseltern - ein atemraubender Thriller über Folter und gequälte Seelen

Andrea Reinhardt lädt ihre Leser in "Teufelseltern" auf eine rasante Achterbahnfahrt der Gefühle ein.

Natalie Bennett kehrt im Jahr 2016 in Chicago nach einer schweren Lebenskrise zu ihrem Beruf als Sonderermittlerin für das FBI zurück. Ihr erster Fall dreht sich rund um zwei Kinder, die aus einer Klinik entführt wurden. Natalies Comeback entwickelt sich schnell zu einer wahrlichen Zerreißprobe. Während der Ermittlungen stoßen die FBI-Agenten auf eine Reihe verstorbener Kinder. Die Todesursache ist laut Obduktionsbericht immer die gleiche. Die Todesumstände aber werfen Fragen auf. Der Druck auf die Ermittler wächst, als die Hauptverdächtige nicht mehr vernehmungsfähig ist.

Für Natalie Bennett und ihren Partner Partner Alexander Johnson beginnt in "Teufelseltern" ein Wettlauf mit der Zeit, um die Kinder lebendig wiederzufinden.

Der erste Thriller um die interessante FBI-Sonderermittlerin Natalie Bennett führt die Leser in eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle, die von Wut, über Trauer bis hin zu Fassungslosigkeit reichen. Ist man erst am Romanende angekommen, möchte man sich gleich mit der Sonderermittlerin in den nächsten Fall stürzen.

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Topic:

Teufelseltern ist der Auftakt einer Reihe mit der Sonderermittlerin Natalie Bennett. Gemeinsam mit Teamleiter und Freund Alexander Johnson, dem sympathischen Chaoten, Kollegin und Freundin Anna Hall, die Hunde mehr liebt als Männer, Kollege Herb Harris, dem unordentlichen und unpünktlichen Witzereiser, Kollege Daniel Mitchell, dem Computerliebenden Experten, Kollege Anthony Lopez, dem engagierten und intelligenten Vater und Kollege Aiden King, der gern den Ton angab wird sie das Böse jagen. Ein Team, das zusammenhält. Ein Team, das gemeinsam durch Liebe, Leid und Gefahr geht.

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Das Herz schlug ihr bis zum Hals. In ihrem stockfinsteren Zimmer saß sie auf einem abgenutzten Holzbett, rührte sich nicht von der Stelle. Starr vor Schock hielt Emilia Dearing die Luft an, lauschte den angsterfüllten Hilferufen ihrer Geschwister. Das Geschrei drang bis in ihr Kinderzimmer, obgleich es am Ende des Flures lag. Es hallte durch die Dunkelheit. Ihr Körper bebte vor Angst und Mitgefühl. Verzweiflung machte sich breit. Sie flehte zu Gott:
„Hilfe! Lass es aufhören!“
Sie wusste, was die Rufe der Geschwister bedeuteten. Sie wusste, was im Anschluss passieren würde. Es war Montag, der Beginn einer grausamen Woche. Fünf furchtbar lange Tage müssen sie die Brutalität ihrer Eltern ertragen. Am Wochenende war ihr Vater nicht daheim. Von Samstag bis Montag verbrachte er seine Zeit in Kneipen, um sich sinnlos zu betrinken. In diesen Tagen hatten sich Emilia und ihre Geschwister in ihren Zimmern aufgehalten. Doch ihre Mutter zeigte sich dort nicht. Sie hatte mit zahlreichen Flaschen Bier im Wohnzimmer gesessen und den Zorn auf ihren Mann in Alkohol ertrunken. Sie hasste seine Sauftouren, reagierte aggressiv vor Eifersucht und hatte ihm Untreue vorgeworfen. Emilia hatte in dieser Zeit ihre beiden Geschwister versorgen müssen. Das Essen hatte sie aus der Küche geklaut. Das Obergeschoss- in dem sich das Wohnzimmer befand- zu betreten, war verboten. Doch wenn der Vater nicht daheim war, interessierte ihre Mutter nicht, was um sie herum geschah. Viel gab es nicht zu essen. Oftmals hatte es schimmeliges Brot mit Butter gegeben. Warme Mahlzeiten waren selten. Ihre Mutter kochte selten. Wenn sie Essen für ihren Mann zubereitet hatte, bekamen die Kinder bestenfalls die Reste, die bei Weitem nicht für alle drei ausreichten.
Emilia hatte nur eine Bezeichnung für ihren Vater: Monster! Wenn das Monster unter der Woche daheim war, traute sie sich nicht, in die Küche zu schleichen. Sie mussten warten, bis die Mutter etwas brachte. Das konnte Tage dauern. Das betrunkene Ungeheuer kam montags nach Hause, wenn die Dämmerung einsetzte. Es polterte schwankend in die Zimmer der Kinder und riss sie aus dem Schlaf. Er erwartete Dankbarkeit. Dankbarkeit, dass er sich jeden Tag abrackerte, um Geld für die Familie zu verdienen. Er war in einer Reinigungsfirma tätig und säuberte Toiletten. Wenn er von der Arbeit heimgekommen war, hätte man meinen können, dass er IN die Toiletten gestiegen war, um sie zu reinigen. Dreckverschmiert und nach Fäkalien stinkend, war er auch diesmal heimgekommen. Emilia würgte, als sie an den Geruch dachte.
Sie versteckte sich unter der Bettdecke, versuchte die Schreie der Geschwister auszublenden. Es zerriss ihr das Herz. Sie mochte sich nicht vorstellen, welche Qualen sie durchmachten. Sie wusste, sobald er in dem Zimmer der beiden fertig wäre, würde er zu ihr kommen.
„Du kannst ein wenig zärtlich zu deinem Vater sein, Emilia! Du hast nur deswegen ein Dach über dem Kopf, weil ich Tag für Tag zehn Stunden schufte. Während ihr nur herumlungert und deine versoffene Mutter nichts zustande bekommt. Euch geht es zu gut.“
Es ist ein Albtraum, dachte Emilia.
Jeden Tag sperrte man sie in ihren dunklen Zimmern ein. Jeden Tag spürten sie die Härte der Eltern auf ihren geschundenen Körpern. Die Mädchen gingen vormittags zur Schule und entkamen der Hölle für fünf Stunden. In dieser Zeit musste der Jüngste die Folter allein ertragen.
Gelähmt vor Panik lag sie mit aufgerissenen Augen im Bett und lauschte in die Nacht. Sie hörte die schmerzerfüllten Schreie der Geschwister. Tränen der Wut schossen ihr in die Augen. Sie schloss die Augen, wünschte, ihnen helfen zu können. Doch ihr fiel nichts ein, was sie tun konnte. Machtlos ertrug sie gleichermaßen die Brutalität des Vaters.
Sie vernahm, dass die Bestie etwas gegen die Wände warf. Es krachte. In der Stille der Nacht hallte es doppelt so laut. Sie hörte das Klirren des Kleiderschrankspiegels, der in Einzelteilen zu Boden fiel.
„Ihr verdammten Gören, ich ertrage euch nicht mehr!“
Emilia strich über ihre Kehle. Sie bekam kaum Luft. Das Zittern brach nicht ab. Warum half niemand? Die Glieder waren starr, Angst stieg in ihr hoch. Angst davor, Geräusche zu machen und die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Die Muskeln in den Armen zuckten, als sie ihre Hände an die Ohren presst. Ein verzweifelter Versuch, die Schreie nicht zu hören. Sie kniff die Augen zusammen, versuchte, sich in eine bessere Welt zu zaubern. Sie wünschte die Qualen der beiden ausblenden zu können. Doch sie überhörte nichts. Nicht die Hilfeschreie. Nicht die wütenden Schimpfwörter des Vaters.
„Ihr drei seid die Brut des Teufels. Ich zeige euch, wie man sich mir gegenüber benimmt!“
Emilia war dreizehn. Seit sie denken konnte, erinnerte sie sich an die wiederkehrenden Ausbrüche des Erzeugers. Es begann mit Wutanfällen, bei denen er im harschen Tonfall herumbrüllte. Später folgten körperliche Strafen. Er schlug sie mit jedem Gegenstand, der griffbereit lag. Er achtete nicht darauf, wohin er prügelte. Es interessierte ihn nicht, ob er das Gesicht traf und ob jemand die Wunden hätte sehen können. In der Schule wurde sie zwar auf ihre Verletzungen angesprochen, doch jeder hatte sich damit zufriedengegeben, wenn sie zum wiederholten Male erzählte, wie tollpatschig sie sei. Ihre Eltern lehrten ihr Ausreden. Die Treppe runter gefallen. Mit dem Fahrrad gestürzt. Sie hoffte, dass ein Lehrer die Märchen, die sie auftischte, nicht glaubte und Hilfe schicken würde. Sie wartete bis heute, vergebens.
Als ihre Schwester zur Welt kam, war sie fünf Jahre alt. Sie freute sich über das Geschwisterchen. Wünschte sich immer eines zum Spielen und Umsorgen. Ihr Vater reagierte alles andere als begeistert.
„Wie viele Bälger willst du mir andrehen?“, schimpfte er mit seiner Frau.
Weitere fünf Jahre später kam der Bruder zur Welt. Sie liebte ihn. Doch die Freude hielt sich in Grenzen. Sie wusste, dass er genauso Opfer der Gewalt ihrer Eltern sein wird. Als Babys verschonte der Vater sie noch. Sobald sie die ersten Schritte liefen, fing das Martyrium an. Ihre Mutter bekam alles mit, unternahm aber nichts, damit es aufhörte. Oft lachte sie darüber.
„Du trägst die Schuld daran“, hatte sie gespottet, als Emilia mit aufgeplatzten, blutigen Lippen, unzähligen blauen Flecken und Bisswunden in ihrem Zimmer gehockt hatte und weinte. Vor Schmerz, vor Angst, vor Wut. Ihre Mutter verprügelte die drei, wenn sie wütend auf ihren Ehemann war, um ihren Frust abzulassen. Emilia verstand bis heute nicht, warum die Frau sie für die Qualen verantwortlich machte.
Mit zwölf Jahren belauschte das Mädchen ihre Eltern bei einem Gespräch. Sie standen in der Küche, ihr Vater brüllte ihre Mutter lallend an, dass er mehr Anerkennung verdiene. Sie gab ihm zur Antwort, dass er sie anwidere. Und sie ihn und den ekelerregenden fetten Bauch nicht einmal mit einer Kneifzange anfassen würde.
„Und wenn du der letzte Mann auf Erden wärst, würde ich dich nicht anrühren.“
Ihr Tonfall klang frostig und scharf. Sie grinste. In ihren Augen funkelte das Böse.
„Ich hole mir meine Befriedigung woanders, du alte Hexe.“
Mit ausgestreckter Brust stolzierte er aus der Küche und ließ sie mit aufgerissenem Mund stehen. Emilia versteckte sich hinter der Tür, bis er das Haus verlassen hatte, und schlich zurück in ihr Zimmer. Wenn er sie erwischt hätte, hätte er sie totgeschlagen. Es interessierte sie inzwischen nicht mehr. Angst vor dem Tod quälte sie nicht. Mit ihren dreizehn Jahren hatte sie mit dem Leben abgeschlossen. Es würde der Tag kommen, an dem die Eltern sie totprügeln. Davon war sie überzeugt.
Die Kinderzimmer befanden sich in den Kellerräumen. Sie wirkten klein, sahen eher aus wie ein Verlies. In jedem Raum standen ein Bett und ein Kleiderschrank. Emilia bewohnte das kleinere Zimmer. Im vorderen Teil des Flures lag ein größeres, das sich ihre Geschwister teilten. Als Emilia nach dem belauschten Gespräch herunterkam, wurde ihr von einem modrigen Geruch übel. Sie schaute in das Zimmer ihrer Geschwister und vergewisserte sich, dass es den beiden gut ging. In ihrem Zimmer setzte sie sich auf ihr Bett und grübelte über die Worte des Vaters: „Dann hole ich mir meine Befriedigung woanders.“ In jener Nacht erfuhr sie, was sie bedeuteten. Es regnete den ganzen Tag, nachts tobte ein heftiger Sturm. Der Wind peitschte, heulte durch ihr undichtes Fenster. Durch den Luftzug knallte die Tür gegen den Türrahmen. Sie hörte die Äste an den Bäumen knacksen. Sie fürchtete sich.
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Die Autorin

Andrea Reinhardt ist 1981 in Sachsen-Anhalt, als mittleres Kind von dreien, geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur ging sie nach Hessen und absolvierte eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester. Während dieser Zeit lernte sie ihren heutigen Ehemann kennen. Heute lebt sie mit Mann, Kind und Hund in einem Dorf in der Eifel und arbeitet in Teilzeit als Fachkinderkrankenschwester auf einer Kinderintensivstation. Ihre restliche Zeit widmet sie ihrer Familie, Freunden, Büchern und dem Schreiben.

Bereits in ihrer Kindheit hat sie sich gern Geschichten ausgedacht, vor allem in Form von Ausreden. In ihren Jugendjahren schrieb sie all ihre Emotionen in Form von Gedichten nieder. Generell schreibt sie schon immer viel und gern. Angefangen mit den altmodischen Brieffreundschaften, Erinnerungen ins Tagebuch oder Kritzeleien beim Telefonieren. Ohne Stift in der Hand oder in der Tasche fühlt sie sich nicht vollständig.

Die Idee und der Traum ein eigenes Buch zu veröffentlichen, bestanden schon lang. Doch erst 2016 wagte sie den Schritt, diesen Weg zu gehen.

Als Jugendliche las sie am liebsten Schicksalsgeschichten. Im Jahr 2011 fiel ihr zufällig ein Buch von Charlotte Link in die Hände. Seit diesem Zeitpunkt war sie von Krimis fasziniert. Durch eine Arbeitskollegin lernte sie großartige Autoren wie Karin Slaughter oder Tess Gerritsen kennen und ist seitdem absoluter Thrillerfan. Während sie hunderte gute Thriller verschlang, entstanden eigene Ideen in ihrem Kopf. So entschied sie im September 2016, ihre eigenen Phantasien auf Reisen zu schicken. Seit dem widmet sie sich dem Schreiben intensiv, veröffentlichte ihr Debüt „Teufelseltern“ und erfreut sich vieler positiver Feedbacks. Den Schweiß, die Zweifel und die Ängste, die ständige Begleiter des Schreibprozesses sind, werden von den Loben der Leser in den Hintergrund gestellt und helfen ihr, den Mut zu haben, weiterzumachen.

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