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Tränen waren gestern - Was dich nicht umbringt, macht dich stark von Christl Friedl

Tränen waren gestern - Was dich nicht umbringt, macht dich stark

Details:

Genre:Biografien
Seiten:224
Distributor:Books on Demand
ISBN/ASIN:978-3752893847

Klappentext:

Die Autorin Christl Friedl hatte bereits seit 17 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater, als er verstarb. Erst nach seinem Tod konnten sich zwei Halbschwestern, nach 57 Jahren, kennen lernen. Der Vater hatte es zeitlebens verstanden, den Kontakt erfolgreich zu unterbinden. Durch Einsicht alter Unterlagen, zu denen sie vorher nie Zugriff hatte, musste die Autorin erfahren, was für ein Mensch ihr Vater wirklich war. Einen genialen Lügner und Betrüger, so nannte ihn der Anwalt, der die Schwestern in der Nachlassangelegenheit vertrat. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse konnten sie dem, zu ihrem Bedauern, nicht widersprechen.

Gezwungen durch diese Ereignisse, blickt die Autorin nun auf ihr Leben zurück, erinnert sich an die schmerzlichen, traurigen, aber zum großen Teil auch lustigen Momente ihres Lebens. Der Leser darf sie durch ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen begleiten.

Ein spannender und ehrlicher Rückblick auf eine ungewöhnliche Lebensgeschichte, mit der sie Menschen, die sich in ähnlichen Situationen befinden, Mut machen möchte, niemals aufzugeben.

Es gibt immer einen Weg aus dem Dunkel zurück ins Licht.

Ihr Lebensmotto: „Aufgeben gibt es nicht“

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Inhalt:

Bis vor kurzem war ich noch der Meinung, dass wir eine ganz normale Durchschnittsfamilie sind. In der Zwischenzeit hat sich das allerdings fast schlagartig geändert. Leider.
Noch vor einigen Monaten hätte ich unter Garantie jeden für verrückt erklärt, der mir gesagt hätte, dass ich ein Buch über mein eigenes Leben schreiben würde. Obwohl, ich habe immer schon gerne geschrieben. Als junges Mädchen. Lustige Kurzgeschichten wie „Die rote Lola“. Meine Familie war begeistert von der Fantasie, dem Humor und meiner Art, diese Geschichten vorzutragen. Mein Gott, das Kind hat Talent.

Viel Fantasie brauche ich für diese, meine eigene Geschichte allerdings nicht. Wie schon so viele Geschichten vorher, wurde auch diese vom Leben geschrieben.

Egal, wie alt man wird, so ist man doch nie sicher davor, dass das eigene vergangene Leben und auch die positiven Erinnerungen daran nicht doch noch ins Wanken geraten können. Dass man tatsächlich beginnt, viele, wenn auch nicht alle Geschehnisse der Vergangenheit zu hinterfragen. Niemals ist man sicher vor der Enttäuschung, dass das offensichtlich Positive zum Teil eine Farce war, die man erst später, sehr viel später, entlarven wird.

Ich spiele gerne. Poker. Nicht besonders gut, aber regelmäßig und viel, viel zu viel. Die Sucht danach ist nicht zu verleugnen. Der Traum vom großen Gewinn, der sich natürlich niemals erfüllen wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt man. Wie wahr.

Es wird Zeit, diese Sucht nach dem Spiel zu ersetzen. Zu ersetzen durch die Sucht nach der Wahrheit. Nach einer Wahrheit, die nie mehr in vollem Umfang aufgeklärt werden kann, denn der Verursacher lebt nicht mehr. Er ist gestorben, im Februar 2013. Mein Vater. Rein zufällig habe ich davon erfahren.

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Leseprobe

Der Brief

Frau xxxx,
es ist mir ein Bedürfnis, einige Gedanken mit Ihnen zu teilen, nachdem ich im März „zufällig“ erfahren habe, dass mein Vater verstorben ist. Sogar seine eigene Schwester musste ganz nebenbei am Telefon von seinem Tod erfahren. Erst, als sie ihn
anrufen wollte, um sich für seine Geburtstagskarte zu bedanken. Sie hatten ihr im Verlauf dieses Gesprächs gesagt, dass sie mir nichts von seinem Tod sagen soll. Sie würden sich mit mir in Verbindung setzen, um mich einzuladen, da Sie „etwas mit
mir zu klären“ hätten, von dem es Ihnen lieber gewesen wäre, mein Vater hätte das selbst mit mir geklärt.

Ich habe auf Ihren Anruf gewartet. Wann hätten Sie mich informieren wollen? Wenn das Wetter schöner ist? Da hätten wir dieses Jahr ja schlechte Karten. Der Tod richtet sich bekanntlich nicht nach der Jahreszeit. Sie wollten die Beerdigung im engsten Kreis der Familie abhalten. Was ist enger als die eigene Schwester oder leibliche Kinder? Sie?

Beim Nachlassgericht wollte ich dann den Todestag erfragen und war erstaunt über die Aussage der Bearbeiterin des Nachlassgerichts. Diese sagte mir, dass man bereits auf der Suche nach meiner Schwester und mir sei und sie froh wäre, dass ich Kontakt aufgenommen habe. Nach meiner Kenntnis müssten Ihnen bereits zu diesem Zeitpunkt sowohl Name und Adresse meiner Schwester als auch meine Telefonnummer bekannt gewesen sein.

Ich trauere nicht um den Vater, der im Februar verstorben ist. Ich trauere um den Vater, der er mir einmal war. Bevor Sie sich in unser Leben gedrängt und ihn mir entfremdet haben. Sekretärin angelt sich Chef. Ein Märchen wurde wahr.

Ich war ein Papakind. Hat er Ihnen das einmal erzählt? Ich kann Ihnen sagen, egal wie alt Kinder sind, wenn der Vater geht, dann bricht eine Welt zusammen.

Es ist mir auch ein Bedürfnis, Ihnen zu sagen, dass er damals die Entscheidung zu Ihren Gunsten nicht selbst getroffen hat. Mama hatte ihn auf seine Geliebte angesprochen und ihm ein Ultimatum für eine Entscheidung gestellt. Ja, Mama hat Charakter. Er sollte sich für eine von beiden entscheiden, Ehefrau oder Geliebte. Ein Dreiecksverhältnis kam für sie nicht infrage. Das war es aber, was er eigentlich wollte. Seine Familie am Wochenende und von Montag bis Freitag seine Geliebte. Wussten
Sie das schon? Mama konnte und wollte das nicht akzeptieren und hat demzufolge auf einer Trennung bestanden. Darum, Frau xxxx, hat er sich damals dann für Sie „entschieden“.

Nicht nur mein Leben, auch das Leben meiner Mutter ist nach dieser Trennung von einem zum anderen Tag zusammengebrochen. Mit einem Zweitschlüssel bin ich nachts heimlich in ihre Wohnung geschlichen, um zu sehen, ob sie noch atmet.
Ob sie sich nichts angetan hat. Sie war ein nervliches Wrack und ich habe mit ihr gelitten. Können Sie meine Gefühle nachempfinden? Und heute muss ich lesen, dass Mama nicht nur nervlich zerstört wurde, nein, sie wurde auch noch finanziell
hintergangen. Wie schäbig.

Ehen gehen in die Brüche, das ist heutzutage fast schon normal. Aber, dass dabei die Kinder auf der Strecke bleiben, das ist es nicht. Seinen Vater braucht man immer, nicht nur als Kleinkind. Und dabei spreche ich wahrlich nicht von materiellen Gütern. Die waren mir noch nie besonders wichtig.

Dass Kinder nicht zwingendermaßen unter der Scheidung der Eltern leiden müssen, sehe ich u. a. bei meinem Mann. Obwohl seine Tochter als Kind vom zweiten Mann seiner Exfrau adoptiert wurde und er somit aller Rechte und Pflichten vor dem Gesetz entledigt gewesen wäre, hat er sich nicht aus seiner Verantwortung geschlichen.

Er hat entschieden, die Scheidung nicht auf dem Rücken seiner Tochter auszutragen. Wir haben noch heute ein tolles Verhältnis zu ihr, den Enkelkindern und auch zu seiner Exfrau. Er ist und bleibt Vater und Opa. Aber natürlich kann so nur ein starker Mann handeln, mit einer Frau an seiner Seite, die dies auch akzeptiert und unterstützt.

Die Welt ist manchmal klein, denn vom Schlaganfall meines Vaters habe ich dann zufällig, von Fremden, erfahren müssen. Wie seit der Trennung meiner Eltern immer nur alles „zufällig“ geschehen ist. Auf meinen Brief hin hat er sich telefonisch mit mir in Verbindung gesetzt. Im Laufe dieses Gesprächs haben wir beide geweint. Erstaunt Sie das? Eigentlich nicht die Reaktion eines Mannes, der mit seiner Tochter nichts mehr zu
tun haben wollte. Nach der Reha wollte er sich wieder bei mir melden, um mich
zu sich einzuladen. Damit wir uns aussprechen können. Nach zehn Jahren, fünfzehn Jahren? Ich weiß es nicht einmal mehr genau. Ich habe mich darüber gefreut und auf seinen Anruf gewartet. Wieder einmal. Nach diesem Telefonat habe ich dann nichts mehr von ihm gehört. Ach ja, zu meinem 40. Geburtstag hat er mir dann noch eine Karte geschickt. Eine Blumenkarte mit dem Aufdruck „Alles Gute zum Geburtstag“ und hinten drauf stand handschriftlich „Dein Papa“.

ICH habe ihn damals nicht verlassen. ICH habe ihn niemals verletzt. Irgendwann aktiviert sich bei jedem Menschen der Selbsterhaltungstrieb. Zurückweisungen, Enttäuschungen, Verletzungen über Jahre kann man nur bis zu einem gewissen
Grad ertragen.

Über das Nachlassgericht habe ich jetzt endlich die Adresse meiner Schwester erhalten und freue mich sehr darüber, dass wir uns endlich kennen lernen konnten. Ich wollte das schon viele Jahre und mein Vater wusste es. „Das geht dich nichts
an“, waren seine einzigen Worte auf meine Fragen. Nach vielen unbeachteten Briefen von Sylvia hat er sich dann offensichtlich, nach immerhin 40 Jahren, doch noch erweichen lassen. Wie sie mir erzählte, hat sie unseren Vater nebst Ihnen und Ihrer Tochter vor Jahren dann getroffen. Ich selbst habe Sie ja nie persönlich kennengelernt. Mein Bedauern darüber hält sich allerdings in Grenzen.

Meine Schwester hat damals erst erfahren, dass er noch eine Tochter hat. Wie ich sie, so hätte auch sie mich gerne kennengelernt. Verständlich, oder? Ihr wurde gesagt, dass das nicht gehen würde. Ich frage mich, warum das wohl nicht gegangen
ist. Wo ein Wille ist, ist auch immer ein Weg. Aber ich habe da so eine Ahnung und die aktuellen Geschehnisse unterstützen meine These in genau diese Richtung. Ich
stelle fest, dass alles, was ich je über Sie gehört habe, wohl leider den Tatsachen zu entsprechen scheint.

Warum ich Ihnen das alles schreibe? Sie hätten sich nicht alleine um ihn kümmern müssen, als er krank wurde. Ich hätte mich gerne gekümmert um den Vater, der er früher einmal war. So, wie ich auch heute die Verantwortung für meine Mutter
übernommen habe. Viele Dinge sind mir erst jetzt, nach Einsicht diverser Unterlagen, klar geworden. Ich frage mich, ob er den Kontakt wirklich nicht wollte oder ob der Kontakt unterbunden wurde. Systematisch, zielorientiert.

Von mir nahestehenden Menschen werde ich als herzlicher, warmer Mensch beschrieben. Glauben Sie mir, die Gefühle, die in diesen Tagen in mir hervorgerufen werden, mag ich nicht besonders. Vielleicht bedenken Sie, dass früher oder später alles Gute oder Schlechte, das man anderen Menschen zufügt, unweigerlich wieder auf einen zurückkommt. Irgendwann.

Viele Fragen, auf die es wohl keine Antworten mehr geben wird. Wie schon gesagt, das sind lediglich meine Gedanken. Gedanken, an denen ich Sie, Frau xxxx, teilhaben lassen möchte."

Sylvia schätzt diese Frau als so kaltschnäuzig ein, dass der Brief sicherlich an ihr abprallen wird. Mir ist das vollkommen egal. Will ich doch weder eine Antwort noch
Kontakt zu ihr. Endlich habe ich mir von der Seele geschrieben, was schon lange auf ihr gelastet hat. Ich fühle mich gut. Ziel erreicht.

Die Autorin

Meinen Mann, die Frau Sockenmonster und mich könnte Ihr auch auf YouTube besuchen und näher kennen lernen. Hier gibt es, neben den Buchtrailern, so einiges zu entdecken. Liebe Besucher sind immer herzlich willkommen.

Als gebürtige Münchnerin lebe ich seit einigen Jahren mit Mann und Hündin Bella am schönen Inn in Oberbayern. Dass ich in diesem Jahr 63 geworden bin, bereitet mir nicht das geringste Problem. Alles hat seine Zeit und jedes Alter etwas Schönes. Auch als Hobbyschriftstellerin freue ich mich sehr wenn meine Bücher gut ankommen und viel gelesen werden. Lustige Kurzgeschichten habe ich schon als Kind gerne geschrieben.

Mein erstes Buch TRÄNEN WAREN GESTERN habe ich Anfang 2013 angefangen zu schreiben. In erster Linie um mit sehr unerfreulichen Erlebnissen aus meiner Vergangenheit aufzuräumen. Das hat für mich auch perfekt funktioniert und ist jetzt, wie man so schön sagt, Schnee von gestern.

Mit meiner Biografie möchte ich Menschen Mut machen. Auch wenn es manchmal nicht so scheinen mag, gibt es aus dem tiefsten Dunkel einen Weg zurück ins Licht.

Nicht zuletzt möchte ich aber auch allen (angehenden) Eltern vor Augen führen, dass ein Kind beide Elternteile sein ganzes Leben lang brauchen wird, egal wie alt es auch sein mag. Dieser Verantwortung dürfen sich weder Mutter noch Vater jemals entziehen.

Da unsere süße Hündin Bella, die ein wichtiger Teil unserer Familie ist, ziemlich viel Schabernack treibt und ebenfalls ein ereignisreiches Leben hat, habe ich sie gerne dabei unterstützt, (nicht nur) den Kindern aus ihrem Leben zu berichten. Denn Bella erzählt natürlich selbst ihre Geschichten. Nachdem unsere Enkelin die ersten Seiten gelesen hatte, war es mit der Gemütlichkeit vorbei, denn die fast täglichen Nachfragen, wann das Buch endlich fertig wird, saßen mir dann im Nacken.

Sie hatte von ihrem Lehrer die Erlaubnis bekommen, das BELLABUCH für eine Buchbesprechung zu verwenden. Da drängte dann natürlich die Zeit. So habe ich mich inzwischen zur Kinderbuchautorin gemausert. Da ich Tiere von Herzen liebe, sind noch mehrere BELLABÜCHER geplant. Hauptaugenmerk dabei ist nicht nur die Unterhaltung der Kinder. Sie sollen auch spielerisch lernen und vor allem schon früh Verantwortungsbewusstsein und Empathie für Tiere entwickeln.

Tja, was soll ich sonst noch über mich sagen? Ich bin ein humorvoller, zuverlässiger und liebevoller Mensch, der happy ist, wenn das Familienleben harmonisch abläuft und alle meine Lieben zufrieden und vor allem gesund sind. Tiere liegen mir ganz besonders am Herzen und beim Online Poker kann ich hervorragend entspannen.

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